Um diesen Aspekt des analogen und digitalen Schreibens wird es in dieser Arbeit gehen. Insbesondere geht es um das Schreiben einer Bildergeschichte in analoger sowie digitaler Form. Da es allgemein bisher sehr wenig Forschung in diesem Bereich gegeben hat, soll sich nun diese Hausarbeit mit diesem Thema befassen. Dabei wird eine Einzelfallanalyse durchgeführt, wobei eine analog und digital geschriebene Bildergeschichte einer Schülerin der vierten Klasse vergleichend analysiert wird. Ziel der Arbeit ist es, anhand der Einzelfallanalyse festzustellen, welche Erkenntnisse sich bezüglich des analogen und digitalen prozessorientierten Schreibens sich ableiten lassen. Unter anderem soll untersucht werden, ob und welche Gewinne bzw. Verluste eine digitale Schreibweise auf den Schreibprozess haben kann. Zunächst wird in der Hausarbeit auf den theoretischen Hintergrund zum digitalen Schreiben eingegangen.
Jeder weiß genau, wie stark sich die Technologie in den letzten Jahrzehnten entwickelt hat. Ein Alltag ohne die Technik ist kaum vorstellbar. Mit dem technologischen Fortschritt entwickeln sich auch unsere Möglichkeiten an bestimmte Dinge anders als zuvor ranzugehen. Die Digitalität, die von diesem Fortschritt beeinflusst wird, ist heutzutage in allen Bereichen vorzufinden. Mobiltelefone, Computer, Laptops und Tablets werden sowohl in der Freizeit, im Alltag als auch auf oder für die Arbeit täglich genutzt. Durch die vermehrte Nutzung der digitalen Medien ermöglicht sich für uns eine andere Arbeitsweise als sonst. Doch ob all diese Veränderungen notwendig sind und für uns einen Mehrwert haben, ist umstritten.
D. h. die Technologie und Digitalität werden aus vielen Perspektiven wie aus der politischen, wirtschaftlichen, gesundheitlichen, nachhaltigen, schulischen oder didaktischen Sicht auf deren Vor- und Nachteile bzw. Chancen und Grenzen geprüft. Aufgrund dieser Entwicklungen werden auch beispielsweise in der Schule im Unterricht die Schüle-rinnen und Schüler (SuS) immer mehr mit der Technik und der digitalen Welt konfrontiert. Daraus ergibt sich, dass im Deutschunterricht zum Beispiel nicht nur analoge Arbeitsweisen stattfinden sollten, sondern auch digitale, da der Umgang mit der Technik heutzutage als eine vorausgesetzte Fähigkeit angesehen wird.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Digitales Schreiben
2.1 Die medienpessimistische Sichtweise
2.2 Die wissenschaftlich optimistische Sichtweise
2.3 Digitales Schreiben im Deutschunterricht
3. Die Einzelfallanalyse
3.1 Forschungsproblem
3.2 Methodisches Vorgehen
3.3 Ergebnisse
3.4 Interpretation
4. Fazit
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht anhand einer vergleichenden Einzelfallanalyse einer Schülerin der vierten Klasse die Unterschiede zwischen dem analogen und dem digitalen Schreiben von Bildergeschichten. Ziel ist es, Erkenntnisse über mögliche Gewinne oder Verluste der Digitalität im prozessorientierten Schreibprozess zu gewinnen.
- Vergleich von analog und digital verfassten Textprodukten
- Analyse des Schreibprozesses hinsichtlich Dauer und Verhalten
- Untersuchung von Qualität und Fehlerhäufigkeit
- Evaluierung der Auswirkungen auf das Überarbeitungsverhalten
Auszug aus dem Buch
3.1 Forschungsproblem
Mit zunehmender Technisierung und Digitalisierung nimmt auch im Deutschunterricht das digitale Schreiben zu. Zwar gibt es in der wissenschaftlichen sowie sprachdidaktischen Literatur Aussagen über die Vor- und Nachteile bzw. Chancen und Grenzen des digitalen Schreibens, wie sie auch bereits im 2. Kapitel dieser Arbeit erläutert worden sind, doch empirische Befunde mit deutlichen Aussagen zu dem Vergleich von Textprodukten, die analog und digital geschrieben sind und sich auch auf den Schreibprozess beziehen, gibt es keine. Aufgrund dessen befasst sich die vorliegende Hausarbeit genau mit diesem Bereich. Es soll untersucht werden, ob das digitale Schreiben im Vergleich zum analogen Schreiben im prozessorientierten Schreiben einen Mehrwert oder auch bestimmte Grenzen hat. Hierfür sollen zwei Bildergeschichten (eine analog und eine digital geschrieben) zur Bewertung herangezogen werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Thema ein, erläutert die Relevanz des digitalen Schreibens im Deutschunterricht und definiert die Forschungsfrage sowie die Zielsetzung der Einzelfallanalyse.
2. Digitales Schreiben: Hier werden theoretische Grundlagen des digitalen Schreibens, unterteilt in medienpessimistische und wissenschaftlich optimistische Sichtweisen sowie die Anwendung im Deutschunterricht, erörtert.
3. Die Einzelfallanalyse: Dieses Kapitel bildet den Hauptteil der Arbeit, in dem das Forschungsproblem, das methodische Vorgehen, die erzielten Ergebnisse und deren Interpretation detailliert dargelegt werden.
4. Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse der Analyse zusammen und reflektiert die Chancen und Herausforderungen des digitalen Schreibens für den Unterricht.
Schlüsselwörter
Digitales Schreiben, Analoge Bildergeschichte, Schreibprozess, Einzelfallanalyse, Deutschunterricht, Medienkompetenz, Textqualität, Fehleranalyse, Sprachwandel, Digitalisierung, Prozessorientiertes Schreiben, Revision, Grundschule, Schreibförderung, Schriftliche Kommunikation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit einem Vergleich zwischen dem analogen und dem digitalen Schreiben von Bildergeschichten im schulischen Kontext, um Vor- und Nachteile beider Medien zu identifizieren.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Arbeit deckt die theoretischen Hintergründe des digitalen Schreibens, die empirische Einzelfallanalyse einer Schülerin sowie die daraus resultierende Diskussion über Schreibprozesse und Fehlerquoten ab.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist es, anhand einer Einzelfallanalyse festzustellen, welche Auswirkungen die Nutzung digitaler Medien auf den Schreibprozess, die Textqualität und das Überarbeitungsverhalten einer Viertklässlerin hat.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wurde eine quantitative Einzelfallanalyse in Form einer vergleichenden Dokumentenanalyse anhand von geschriebenen Schülertexten durchgeführt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Erläuterung des Forschungsproblems, das methodische Vorgehen, die deskriptive Ergebnisdarstellung des Schreibprozesses und der Textprodukte sowie deren anschließende theoretische Interpretation.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie digitales Schreiben, prozessorientiertes Schreiben, Einzelfallanalyse, Textrevision und Medienkompetenz.
Welche Rolle spielt die Revision im digitalen Vergleich?
Die Arbeit untersucht, ob digitale Schreibprogramme, die Fehler anzeigen, das Überarbeitungsverhalten im Vergleich zur analogen Bearbeitung signifikant verbessern können.
Warum wurden gerade "Vater und Sohn"-Geschichten von Erich Ohser gewählt?
Die Wahl fiel auf diese Geschichten, da sie textfrei sind, kindgerecht und durch die gleiche Anzahl an Bildern sowie vergleichbare Handlungsstränge eine objektive Vergleichbarkeit der Schreibprozesse ermöglichen.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2020, Analog und digital geschriebene Bildergeschichten. Eine vergleichende Einzelfallanalyse, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1130313