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Vermarktung der TV-Übertragungsrechte im Kontext europäischer Wettbewerbspolitik

Titel: Vermarktung der TV-Übertragungsrechte im Kontext europäischer Wettbewerbspolitik

Diplomarbeit , 2002 , 115 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Andrea Mersch (Autor:in)

Sport - Sportsoziologie

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Übertragungen von Sportereignissen erfreuen sich eines immensen Publikuminteresses. Die Vorrundenbegegnung Deutschland gegen Kamerun der Fußballweltmeisterschaft 2002 in Japan und Südkorea verfolgten trotz der ungünstigen Tageszeit, werktags um 13.30 Uhr, fast 16 Millionen Deutsche im Fernsehen (vgl. WAGNER 2002).

[...]

ARD und ZDF zahlten umgerechnet fast 130 Millionen Euro für das Recht, ihren Zuschauern/-innen zumindest die wichtigsten Spiele der Fußball WM 2002 in Japan und Südkorea live präsentieren zu können (vgl. OTT 2002). Es bedurfte langwieriger Verhandlungen sowie der Intervention von Bundeskanzler Gerhard Schröder, um die Ausstrahlung im öffentlich-rechtlichen Fernsehen zu gewährleisten, da die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten sich nicht in der Lage sahen, die geforderten Summen aufzubringen (vgl. MAGENHEIM 2001). Die übrigen Spiele waren lediglich für die Abonnenten von Kirchs Pay-TV-Sender Premiere zugänglich. In anderen Staaten Europas ist eine ähnliche Entwicklung zu beobachten. In Großbritannien beispielsweise gab es ebenfalls intensive Verhandlungen vor dem Verkauf der Übertragungsrechte für die Fußball-Weltmeisterschaft 2002 an die Fernsehsender. Die britische Regierung bestand darauf, dass alle Spiele im frei empfangbaren Fernsehen zu sehen sind. Sie berief sich damit auf ihre nationale Schutzliste, in der die Weltmeisterschaft als »Ereignis von nationaler Bedeutung« 1996 im Rundfunkgesetz verankert wurde und somit komplett von den gebührenfreien Sendern übertragen werden muss (vgl. BEBBER 2001).
[...]

Diese Diplomarbeit soll Aufschluss darüber geben, welche Aspekte der TV-Vermarktung von sportlichen Großereignissen innerhalb der europäischen Wettbewerbspolitik berücksichtigt werden müssen.

Im Vordergrund steht zunächst die Frage, welche Konflikte bei der Vermarktung von TV-Übertragungsrechten von Sportveranstaltungen im Kontext europäischer Wettbewerbspolitik entstehen. Darauf aufbauend wird erörtert, welche Aspekte bei einer einheitlichen Sport- und Wettbewerbspolitik in Europa berücksichtigt werden müssen und abschließend die Alternativen und möglichen Konsequenzen einer europäischen Lösung der Konflikte dargestellt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Rechtsgrundlagen zur Europäischen Sportpolitik

2.1 Das EU-Recht

2.2 Das EU Recht und der Sport

2.3 Das EU Recht und die Fernsehübertragungsrechte im Sport

2.3.1 Die Zentralvermarktung von Fernsehübertragungsrechten

2.3.2 Exklusivrechte

2.3.3 Europäische Sportpolitik im Bereich »Sport und Fernsehen«

2.4 Zusammenfassung

3 Besondere Merkmale der Märkte im Sport

3.1 Die gesellschaftliche Funktion des Sports

3.2 Die Organisationsstruktur des Sports

3.3 Die Kommerzialisierung des Sports

3.4 Merkmale von Sportveranstaltungen

3.4.1 Die Angebots- und Nachfragestruktur von Sportveranstaltungen

3.4.2 Einflussfaktoren der Nachfrage

3.4.2.1 Qualitative Determinanten

3.4.2.2 Ökonomische und soziodemographische Determinanten

3.4.2.3 Popularität einer Sportart

3.5 Zusammenfassung

4 Die Entwicklung des TV-Marktes in Europa

4.1 Einführung des dualen Systems

4.2 Das digitale Fernsehsystem

4.3 Die Relevanz von Sportveranstaltungen innerhalb der Entwicklung des TV-Marktes

4.4 Zusammenfassung

5 Wechselseitige Einflussnahme von Sport und Fernsehen

5.1 Die Entwicklung der Märkte für Fernsehsportrechte

5.1.1 Die Sportrechteagenturen

5.1.2 Die Auswirkungen der Entwicklung des Sportrechtemarkt auf das öffentlich-rechtliche Fernsehen

5.1.3 Auswirkungen der Entwicklung des Sportrechtemarktes auf den Sport

5.2 Die Vermarktung von Fernsehübertragungsrechten als Konfliktfeld innerhalb der Wettbewerbspolitik am Beispiel Fußball

5.2.1 Die Zentralvermarktung unter wettbewerbsrechtlichen Aspekten

5.2.1.1 Argumente für die Freistellung vom Kartellverbot

5.2.1.2 Argumente gegen eine Freistellung vom Kartellverbot

5.2.2 Die exklusive Vergabe von Fernsehrechten

5.2.2.1 Dauer und Art der Exklusivverträge

5.2.2.2 Exklusivverträge im Konflikt mit dem freien Zugang auf Information

5.3 Zusammenfassende Gegenüberstellung der positiven und negativen Auswirkungen der wirtschaftlichen Beziehung zwischen Fernsehen und Sport mit Blick auf die aktuelle Situation

6 Zusammenfassung

7 Relevante Aspekte der TV-Vermarktung von Sportveranstaltungen im Hinblick auf eine einheitliche Sport- und Wettbewerbspolitik

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die komplexen Konflikte zwischen der Vermarktung von TV-Übertragungsrechten von Sportveranstaltungen und der europäischen Wettbewerbspolitik. Dabei wird analysiert, inwieweit eine einheitliche europäische Sport- und Wettbewerbspolitik erforderlich ist und welche Lösungsansätze für die auftretenden wirtschaftlichen und rechtlichen Spannungsfelder existieren.

  • Die rechtlichen Grundlagen der europäischen Sportpolitik und die Anwendung des EU-Wettbewerbsrechts auf Sportveranstaltungen.
  • Die ökonomischen Besonderheiten der Sportmärkte, insbesondere die Rolle der Zentralvermarktung und Exklusivrechte.
  • Der Einfluss der dualen Fernsehlandschaft und neuer digitaler Systeme auf den Wert von Übertragungsrechten.
  • Die Interessenkonflikte zwischen Sportverbänden, privaten Medienanbietern und öffentlich-rechtlichem Rundfunk.

Auszug aus dem Buch

3.4.1 Die Angebots- und Nachfragestruktur von Sportveranstaltungen

Eine Sportveranstaltung stellt ein inhaltlich und wirtschaftlich planmäßig vorbereitetes und durchgeführtes sportliches Ereignis dar, das zeitlich zusammenhängend und begrenzt ist und an dem mehrere Sportler bzw. Gruppen von Sportlern, Mannschaften, teilnehmen. Sportveranstaltungen finden in sehr unterschiedlichen zeitlichen und organisatorischen Strukturen statt. Innerhalb einer bestimmten Sportart können Sportveranstaltungen beispielsweise zu einer Liga oder einer Serie zusammengefasst werden. Unter einem Ligawettbewerb oder einer Meisterschaft sollen dabei alle organisierten Wettbewerbe nach festgelegten Regeln für Klub-Mannschaften verstanden werden, die über die Abfolge mehrer Spiele einen Gesamtsieger ermitteln (vgl. ENDERLE, 2000, S. 8). Serien sind zeitlich auseinander liegende Sportveranstaltungen überwiegend in den Individualsportarten, die über einen festgelegten Wertungsmodus zu einem Gesamtergebnis, etwa in Bezug auf die Position der Spieler in einer Rangliste führen. Für den Konsumenten ergibt sich durch diese Veranstaltungsstrukturen ein Zusammenhang, da auf ein bestimmtes Ereignis weitere der gleichen Art folgen (vgl. HEINEMANN 1995, S. 178; KRUSE 1991, S. 27).

In Sportveranstaltungen betätigt sich der Leistungssportler als Produzent, indem er eine sportliche Leistung produziert, während das Publikum die dargebotene Schaustellung sportlicher Wettbewerbe zur eigenen Bedürfnisbefriedigung konsumiert. Die vom Sportler erbrachte Leistung verwandelt sich in Ware und wird gegen einen äquivalenten Wert (Geld) eingetauscht. Im professionellen Sport werden insofern marktlich verwertbare Leistungen erstellt, die infolge ihres immateriellen Charakters Dienstleistungen darstellen (vgl. BENNER 1992, S. 29). Anbieter bzw. zentrale wirtschaftliche Handlungseinheit ist der Sportveranstalter. Er übernimmt die Organisation und Durchführung der Veranstaltung und trägt insofern auch das wirtschaftliche Risiko.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der TV-Vermarktung von Sportereignissen ein und verdeutlicht die wachsende wirtschaftliche Bedeutung von Übertragungsrechten und die damit verbundenen Konflikte mit der Wettbewerbspolitik.

2 Rechtsgrundlagen zur Europäischen Sportpolitik: Dieses Kapitel erläutert die rechtlichen Rahmenbedingungen der EU im Sportbereich, einschließlich der Relevanz des EU-Rechts und der Rolle von Schutzlisten zur Sicherung des freien Zugangs zu Großereignissen.

3 Besondere Merkmale der Märkte im Sport: Die ökonomischen Besonderheiten des Sportmarktes, wie die gesellschaftliche Funktion, die Organisationsstruktur und die Kommerzialisierung, werden hier analysiert, um das wirtschaftliche Handeln von Sportveranstaltern zu erklären.

4 Die Entwicklung des TV-Marktes in Europa: Hier wird der historische Wandel vom öffentlich-rechtlichen Monopol zum dualen und digitalen Fernsehsystem in Europa beschrieben, welcher den Wettbewerb um Sportrechte grundlegend verändert hat.

5 Wechselseitige Einflussnahme von Sport und Fernsehen: Dieses Kapitel analysiert die Dynamik und die wechselseitige Abhängigkeit zwischen Sport und Medien, sowie die daraus resultierenden Konflikte bei der Zentralvermarktung und exklusiven Rechtevergabe.

6 Zusammenfassung: Die Kernaussagen der Untersuchung werden zusammengefasst, wobei insbesondere die Problematik der Zentralvermarktung und die Notwendigkeit des freien Zugangs zu Informationen im Vordergrund stehen.

7 Relevante Aspekte der TV-Vermarktung von Sportveranstaltungen im Hinblick auf eine einheitliche Sport- und Wettbewerbspolitik: Der abschließende Teil reflektiert die zukünftigen Anforderungen an eine europäische Sport- und Wettbewerbspolitik und bewertet mögliche Lösungswege wie Selbstregulierung oder rechtliche Anpassungen.

Schlüsselwörter

TV-Vermarktung, Sportveranstaltungen, Europäische Wettbewerbspolitik, Zentralvermarktung, Exklusivrechte, Sportrechteagenturen, Fußball, Fernsehen, duales System, Pay-TV, Kartellrecht, Sportmanagement, Medialisierung, Zuschauerinteressen, freier Zugang.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Vermarktung von TV-Übertragungsrechten im professionellen Sport und deren Verflechtung mit den rechtlichen und wettbewerbspolitischen Rahmenbedingungen der Europäischen Union.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen umfassen die rechtlichen Grundlagen der EU-Sportpolitik, die ökonomischen Besonderheiten von Sportmärkten, die Entwicklung des dualen europäischen Fernsehmarktes sowie die Konfliktfelder bei der Zentralvermarktung von Sportrechten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel besteht darin aufzuzeigen, welche wettbewerbsrechtlichen Konflikte bei der Vermarktung von Sportrechten entstehen und welche Aspekte für eine einheitliche, europäische Sport- und Wettbewerbspolitik künftig berücksichtigt werden sollten.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Es handelt sich um eine strukturierte Analyse und Auswertung existierender sportökonomischer, sportrechtlicher und medienwissenschaftlicher Literatur, Dokumente der Europäischen Kommission und relevanter Rechtsprechung.

Welche Aspekte stehen im Hauptteil der Arbeit im Fokus?

Im Hauptteil liegt der Fokus auf der wirtschaftlichen und wechselseitigen Abhängigkeit zwischen Sport und Fernsehen, der Entwicklung der Sportrechtemärkte sowie den kartellrechtlichen Auseinandersetzungen um die Zentralvermarktung und Exklusivrechte bei Sportgroßereignissen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Schlüsselwörter sind unter anderem TV-Vermarktung, Europäische Wettbewerbspolitik, Zentralvermarktung, Exklusivrechte, Kartellrecht, Pay-TV und der Schutz sportlicher Strukturen.

Welche Bedeutung hat das "magische Dreieck" für den Sport?

Das "magische Dreieck" beschreibt das Interdependenzverhältnis von Sport, Medien und Wirtschaft, in dem der Sport durch Medienfinanzierung professioneller wird, gleichzeitig aber in Abhängigkeit von den TV-Sendeanstalten und Sponsoren gerät.

Warum ist das Kartellrecht für Sportverbände ein so kritisches Thema?

Das Kartellrecht ist kritisch, weil Sportverbände bei der Zentralvermarktung als Angebotsmonopolisten agieren. Dies kollidiert mit dem wettbewerbsrechtlichen Verbot der Marktabschottung, weshalb Verbände wie die UEFA oder der DFB eine Freistellung beantragen müssen.

Ende der Leseprobe aus 115 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Vermarktung der TV-Übertragungsrechte im Kontext europäischer Wettbewerbspolitik
Hochschule
Deutsche Sporthochschule Köln  (Institut für Freizeitwissenschaften)
Note
1,7
Autor
Andrea Mersch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2002
Seiten
115
Katalognummer
V11250
ISBN (eBook)
9783638174596
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sportrechte Zentralvermarktung Exklusivvermarktung Sportpolitik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Andrea Mersch (Autor:in), 2002, Vermarktung der TV-Übertragungsrechte im Kontext europäischer Wettbewerbspolitik, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/11250
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  115  Seiten
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