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Kitsch und Poesie im Film - Eine Annäherung

Title: Kitsch und Poesie im Film - Eine Annäherung

Master's Thesis , 2008 , 39 Pages , Grade: 2

Autor:in: Kerstin Polte (Author)

Film Science

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Summary Excerpt Details

Seit ich Filme mache, beschäftige ich mich mit der Frage wie Poesie im Film entsteht, welche Arten es gibt und warum eine ähnliche Szene in dem einen Film kitschig und in einem Anderen poetisch
erscheinen kann. Gibt es tatsächlich übereinstimmende feststellbare Merkmale, die Filme mit den
Prädikaten „poetisch“ oder „kitschig“ aufweisen, oder sind die Konnotationen dieser Begriffe rein
rezeptionell bedingte, subjektive Kategorien, die je nach Betrachter und Umstand differieren?
„Poesie ist so schwer zu verstehen, ich mag Kitsch, weil er mich von mir entführt.“
„Was ich mit Poesie verbinde ist etwas, was meine Seele, mein Herz berührt, nicht mein
logisches Denken oder meinen Verstand.“
„Für mich ist Kitsch etwas Überflüssiges, Überzeichnetes. Man will etwas mit überflüssigen
Mitteln zu etwas werden lassen, was man mit anderen Mitteln nicht konnte.“
Dies sind nur ein paar Aussagen, die ich zum Thema Kitsch und Poesie im Film in eigenen Umfragen
gesammelt habe, aber sie spiegeln die Vielfalt der Meinungen zu dem Thema gut wider. Wie so vieles
ist Poesie und Kitsch nicht absolut, sondern entsteht erst im Auge des Betrachters. Das Empfinden für
Kitsch und Poesie ist in hohem Maße individuell geprägt und durch soziale, kulturelle und zeitliche
Rahmenbedingungen beeinflusst, es sind subjektive Begrifflichkeiten, die darüber hinaus je nach
kulturellem Referenzrahmen stark in ihrer Ausprägung und Wirkung variieren können.
Zudem werden Kitsch und Poesie häufig im Diskurs über Qualitätsunterschiede in der Rezeption von
Kunstprodukten verwendet: ob ein Film als kitschig oder poetisch angesehen wird, kann also nicht in
der Herstellungsphase definitiv festgelegt werden, sondern erfordert das Einbeziehen von Werturteilen
eines breiten Publikums.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1) EINLEITUNG

2) KITSCH

a) Die Geschichte des Kitschbegriffes

b) Merkmale des Kitsches

c) Kitsch im Film

3) POESIE

a) Poesie und Poetizität

b) Poesie im Film

4) FALLSTUDIE: „Der Himmel über Berlin“ vs. „Stadt der Engel“

a) Inhalt

b) Formale Umsetzung

5) KONKLUSION

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die ästhetischen und inhaltlichen Differenzen zwischen Kitsch und Poesie im filmischen Medium. Ziel ist es, durch eine theoretische Fundierung und eine analytische Fallstudie filmische Mittel zu identifizieren, die entweder eine kitschige Wirkung erzeugen oder poetisches Potenzial entfalten.

  • Historische Diskursanalyse der Begriffe Kitsch und Poesie.
  • Produktionsästhetische Untersuchung filmischer Inszenierungsmittel.
  • Vergleichende Fallstudie der Filme „Der Himmel über Berlin“ und „Stadt der Engel“.
  • Untersuchung der Rolle von Realitätsillusion, Montage und narrativen Konventionen.

Auszug aus dem Buch

c) Kitsch im Film

„Manche Filme sind wie geschlossene Räume: es existiert zwischen den Bildern nicht die kleinste Lücke, die es erlauben würde, irgendetwas anderes zu sehen als das, was der Film zeigt. Den Augen und Gedanken ist es nicht gestattet, zu wandern. Man kann nichts von sich selber einbringen, keine Gefühle, keine Erfahrung. Man taumelt aus dem Kino, als wäre man belogen worden. Nur solche Filme, die Platz für Lücken zwischen den Bildern freilassen, erzählen eine Geschichte, das ist meine Überzeugung. Eine Geschichte wird erst im Kopf des Zuschauers zum Leben erweckt. Jene anderen Filme, diese geschlossenen Systeme, geben nur vor, eine Geschichte zu erzählen. Sie folgen dem Rezept des Geschichtenerzählens, aber ihre Zutaten haben keinen Geschmack.“9

Das Medium Film hat seit seiner Entstehung eine Sonderstellung in den Künsten. Bedingt durch seine produktionsästhetiche Komplexität und seiner technischen Besonderheiten schieden sich lange die Geister, ob Film als eine Kunstform oder als ein pures Unterhaltungsmedium anzusehen sei. Wobei an dieser Stelle der Frage, ob Kunst nicht auch unterhalten darf, keine weitere Bedeutung zugemessen wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1) EINLEITUNG: Die Autorin legt die Fragestellung dar, wie Poesie und Kitsch im Film entstehen und ob diese Kategorien rein subjektiv oder durch ästhetische Merkmale begründbar sind.

2) KITSCH: Dieses Kapitel behandelt die historische Entwicklung des Kitschbegriffs, diskutiert dessen Merkmale und untersucht die Spezifik von Kitsch als Produkt der Kulturindustrie im Film.

3) POESIE: Es wird die begriffliche Herkunft der Poesie sowie die Theorie der „Poetizität“ und des Verfremdungseffekts analysiert, um zu definieren, wie Poesie im Medium Film erzeugt werden kann.

4) FALLSTUDIE: „Der Himmel über Berlin“ vs. „Stadt der Engel“: Anhand dieser beiden Filme werden inhaltliche und formale Unterschiede in der Umsetzung desselben Stoffes analysiert, um kitschige versus poetische Inszenierungsweisen gegenüberzustellen.

5) KONKLUSION: Die Arbeit schließt mit einer Synthese, in der festgestellt wird, dass Kitsch durch Redundanz und Erklärbarkeit wirkt, während Poesie durch Lücken und Brüche eine aktive, subjektive Rezeption ermöglicht.

Schlüsselwörter

Kitsch, Poesie, Filmästhetik, Rezeptionsästhetik, Verfremdungseffekt, Wim Wenders, Der Himmel über Berlin, Stadt der Engel, Inszenierung, Filmtheorie, Kulturindustrie, Narrationsstruktur, Emotionalität, Realitätsillusion, Poetizität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen Kitsch und Poesie im Film und analysiert, welche filmischen Mittel den Zuschauer entweder in eine konsumorientierte, kitschige Erfahrung führen oder ihm eine poetische, aktive Teilhabe ermöglichen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die begriffsgeschichtliche Herleitung von Kitsch und Poesie, die produktionsästhetischen Bedingungen des Kinos und die Analyse von Inszenierungstechniken, die entweder zur Überdeutlichkeit (Kitsch) oder zur Vieldeutigkeit (Poesie) beitragen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, herauszuarbeiten, welche ästhetischen Merkmale Filme als „kitschig“ oder „poetisch“ ausweisen und wie Regisseure durch den Umgang mit filmischen Mitteln den Rezeptionsprozess steuern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin kombiniert eine theoretische Diskursanalyse der Begriffe mit einer produktionsästhetischen Untersuchung und einer vergleichenden Fallstudie zweier Filme (Remake und Original).

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Abschnitte zu Kitsch und Poesie sowie eine detaillierte Gegenüberstellung der Filme „Der Himmel über Berlin“ und „Stadt der Engel“ hinsichtlich Inhalt und formaler Umsetzung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Filmästhetik, Verfremdungseffekt, Rezeptionsästhetik, Narrationsstruktur und die Rolle der Realitätsillusion.

Warum wird „Stadt der Engel“ als klassisches Melodrama bezeichnet?

Der Film reduziert die komplexe, epische Struktur von Wenders’ „Der Himmel über Berlin“ auf eine klassische Liebesgeschichte, die auf dramatische Konflikte, klare Charakterzuordnungen und ein funktionalisiertes Happy End setzt.

Wie unterscheidet sich Wenders’ Umgang mit der Zeit von dem des Remakes?

Während Wenders die Zeit als vielschichtiges, gleichzeitiges Gemälde durch den Engelsblick inszeniert, nutzt „Stadt der Engel“ eine lineare, dramatisch strukturierte Zeitlichkeit, die direkt auf eine klimaktische Steigerung hinausläuft.

Welche Rolle spielen „Lücken“ im Kontext poetischer Filme?

Lücken im narrativen und visuellen Gefüge sind für die Autorin essenziell, da sie dem Zuschauer Raum für eigene Projektionen und Interpretationen lassen, anstatt den Sinn durch überdeutliche Symbole vorzugeben.

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Details

Title
Kitsch und Poesie im Film - Eine Annäherung
Grade
2
Author
Kerstin Polte (Author)
Publication Year
2008
Pages
39
Catalog Number
V112395
ISBN (eBook)
9783640119783
ISBN (Book)
9783640119974
Language
German
Tags
Kitsch Poesie Film Eine Annäherung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kerstin Polte (Author), 2008, Kitsch und Poesie im Film - Eine Annäherung, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/112395
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