Die vorliegende Hausarbeit befasst sich mit dem Thema der Medialisierung in den Schulen. Dabei konzentriert sie sich inhaltlich besonders auf den Mathematikunterricht.
Das Thema Medien ist in der aktuellen Gesellschaft ein sehr wichtiges Thema. Da die Welt in einem stetigen Entwicklungsdrang steht, ist eine zukünftige Abwesenheit von Medien nicht vorstellbar. Lediglich in den letzten 50 Jahren hat sich die Medienwelt immens verändert. Die bis dato vorhanden Medien haben sich weiterentwickelt und es gab eine Großzahl neuer Entwicklungen, u.a. die Kommerzialisierung des Internets, welche auch die Schule nicht unberührt gelassen haben. Grade diese haben sich allerdings nicht komplett digitalisiert. Warum dies der Fall ist, wird in der Hausarbeit kurz angerissen. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt jedoch darin, wie man Medien im Mathematikunterricht gut und sinnvoll nutzen kann, um allen Schüler*innen ein möglichst großes Verständnis zu vermitteln. Die Einbettung von Medien in den Mathematikunterricht ist nicht so einfach, wie in anderen Fächern, deshalb wird sich gerade mit diesem Fach beschäftigt. Vor allem wird hier auf die didaktischen Probleme im Mathematikunterricht eingegangen und wie diese unter Nutzung von Medien zu lösen sind. Außerdem wird besprochen, inwiefern der Einsatz von Medien Menschen mit Lernbehinderungen helfen kann. Um einen kurzen Überblick über die vorliegende Arbeit zu leisten wird nun eine kurze Gliederung gegeben.
Als Erstes wird der Begriff der Medien geklärt und eine Arbeitsdefinition von Medien gegeben. In Bezug darauf, handelt der nächste Abschnitt über das Thema Medien in der Schule, insbesondere wird darauf eingegangen, welche Medien in den Schulen präsent sind, wieso so wenige Schulen digitalisiert sind und welche Chancen, Risiken und Folgen eine Digitalisierung mit sich führt. Als Nächstes werden die Konsequenzen für die Lehrkräfte besprochen. Besonders wird hier der Blick auf die Ausbildung neuer Lehrkräfte und Weiterbildung bereits unterrichtender Lehrkräfte, in Bezug auf die Mediennutzung, gelegt. Als vorletztes werden die zu meisternden Herausforderungen der Mathematikdidaktik erläutert. Zuletzt folgen ein Fazit und die Beantwortung der anfangs gestellten Frage.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Was sind Medien?
3. Medien in der Schule
3.1 Welche Medien sind in Schulen vorhanden?
3.2 Woran liegt es, dass die Schulen nicht ausreichend ausgestattet sind?
3.3 Chancen, Risiken & Folgen der Einführung von Medien in den Unterricht
4. Was bedeutet das für (angehende) Lehrer*innen?
5. Mediennutzung im Mathematikunterricht
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Herausforderungen der Digitalisierung im schulischen Kontext mit einem besonderen Fokus auf den Mathematikunterricht, um zu ergründen, wie digitale Medien dort sinnvoll zur Förderung des Verständnisses eingesetzt werden können.
- Stellenwert und Definition von Medien in der modernen Gesellschaft
- Aktueller Stand der digitalen Infrastruktur an Schulen
- Didaktische Chancen und Risiken des Medieneinsatzes
- Medienkompetenzanforderungen an angehende und praktizierende Lehrkräfte
- Spezifische Einsatzmöglichkeiten digitaler Werkzeuge im Fach Mathematik
Auszug aus dem Buch
Mediennutzung im Mathematikunterricht
Im folgenden Abschnitt wird auf die Mediennutzung im Fach Mathematik eingegangen. Hierbei wird sowohl auf problematische Stellen in der Mathematik eingegangen, sowie beispielhaft eine mögliche Nutzung von Medien im Mathematikunterricht gegeben.
Das Unterrichtsfach Mathematik unterliegt im Unterrichten zweierlei Herausforderungen bzw. Problemlagen. „Besondere Herausforderungen für die Mathematikdidaktik liegen einerseits darin, Mathematik weniger als oberflächliche Einübung in bestimmte Regeln und Prozeduren zu vermitteln, sondern ein echtes Verständnis der dahinterliegenden Logik zu fördern. Eine zweite Herausforderung besteht darin, Mathematik nicht mehr nur abstrakt zu unterrichten, sondern mit situierten Beispielen die Fähigkeit für mathematische Problemlösen im Alltag und den Transfer in neue Anwendungssituationen zu fördern.“ (Petko, 2014, S.123)
Die erste Herausforderung der Mathematikdidaktik liegt darin, die Lernenden weg vom stumpfen Auswendiglernen von Formeln und Abläufen zu bekommen und sie in Richtung des Verstehens dieser Formeln und Abläufe zu bewegen. Diese Wichtigkeit lässt sich an einem Beispiel zeigen. Der Satz des Pythagoras wird in der Regel in der neunten Klasse unterrichtet. Nach dem Satz des Pythagoras gilt: a2+b2=c2 wobei a und b die Katheten (kurze Seiten) und c die Hypotenuse (längst Seite) eines rechtwinkligen Dreiecks sind. Wenn die Schüler*innen nur „a2+b2=c2“ auswendig lernen und die Logik hinter Pythagoras Satz, nur anwendbar in rechtwinkligen Dreiecken, nicht können bearbeiten sie Aufgaben, in denen kein rechtwinkliges Dreieck gegeben ist möglicherweise trotzdem mit dem Satz des Pythagoras. Wohingegen die Schüler*innen, welche die Logik hinter diesem Satz verstanden haben verstehen und bemerken, dass es sich dabei nicht um ein rechtwinkliges Dreieck handelt und die Aufgaben anders lösen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Medialisierung an Schulen ein und benennt den Fokus auf den sinnvollen Einsatz von Medien im Mathematikunterricht zur Steigerung des Lernverständnisses.
2. Was sind Medien?: Es wird eine Arbeitsdefinition von Medien als kognitive und kommunikative Werkzeuge erarbeitet und eine Differenzierung zwischen traditionellen und digitalen Medien vorgenommen.
3. Medien in der Schule: Das Kapitel analysiert den aktuellen Stand der Schulausstattung, die finanziellen und strukturellen Hürden der Digitalisierung sowie die pädagogischen Vor- und Nachteile.
4. Was bedeutet das für (angehende) Lehrer*innen?: Hier werden die notwendigen Medienkompetenzen für Lehrkräfte beleuchtet und die Bedeutung von Aus- und Weiterbildung im Hinblick auf technologisch-pädagogisches Wissen hervorgehoben.
5. Mediennutzung im Mathematikunterricht: Der Abschnitt diskutiert didaktische Herausforderungen der Mathematikdidaktik und zeigt auf, wie durch Apps und Computer das Verständnis für logische Zusammenhänge gefördert werden kann.
6. Fazit: Die Arbeit fasst zusammen, dass Medien ein unverzichtbarer Teil der modernen Bildung sind, sofern Lehrkräfte entsprechend geschult werden und die Technik gezielt zur Visualisierung und Differenzierung genutzt wird.
Schlüsselwörter
Digitalisierung, Medienkompetenz, Mathematikunterricht, Mediendidaktik, Schulentwicklung, E-Learning, Tablet-Einsatz, Lehrkräftebildung, Unterrichtsmedien, Visualisierung, Lernbehinderungen, Informatik, Softskills, Medienintegration, Schulinfrastruktur.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Hausarbeit untersucht die Rolle und den Nutzen digitaler Medien im schulischen Alltag, mit einem speziellen Schwerpunkt darauf, wie diese im Mathematikunterricht sinnvoll und verständnisfördernd eingesetzt werden können.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zentrale Themen sind die Definition von Medien, die Analyse der digitalen Ausstattung an Schulen, die Chancen und Risiken für Schüler sowie die notwendige Medienkompetenz und Ausbildung von Lehrkräften.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, Strategien zu erarbeiten, wie digitale Medien genutzt werden können, um den Mathematikunterricht lebendiger zu gestalten, abstraktes Verständnis zu fördern und individuelle Lernbedürfnisse zu berücksichtigen.
Welche wissenschaftliche Perspektive wird eingenommen?
Die Arbeit basiert auf fachdidaktischen Konzepten, Studien zur Mediennutzung (wie ICILS) sowie Theorien zur professionellen Kompetenz von Lehrkräften, wie etwa dem Modell von Koehler und Mishra.
Was steht im Hauptteil der Arbeit im Mittelpunkt?
Der Hauptteil beleuchtet die Kluft zwischen dem Potential digitaler Medien und der realen Schulausstattung sowie die konkrete didaktische Einbettung von digitalen Werkzeugen in den Mathematikunterricht.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Medienkompetenz, digitale Transformation, fachdidaktische Herausforderungen, Schulentwicklung und computerbasierte Lernumgebungen definiert.
Wie trägt der Medieneinsatz zur Inklusion bei?
Digitale Medien ermöglichen eine visuelle Aufbereitung komplexer Sachverhalte, was insbesondere Lernenden mit Einschränkungen oder Dyskalkulie dabei helfen kann, mathematische Konzepte besser zu erschließen.
Warum ist der Einsatz von Apps im Mathematikunterricht vorteilhaft?
Apps erlauben eine interaktive und flexible Visualisierung mathematischer Probleme, fördern die Motivation durch Lernspiele und ermöglichen eine individuelle Nachbereitung des Unterrichtsstoffes auch außerhalb des Klassenzimmers.
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- Anonym (Author), 2019, Digitalisierte Schulen. Wie kann man Medien sinnvoll im Mathematikunterricht nutzen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1118745