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Kritische Betrachtung von Gary S. Beckers "Crime and Punishment: An Economic Approach"

Titel: Kritische Betrachtung von Gary S. Beckers "Crime and Punishment: An Economic Approach"

Seminararbeit , 2008 , 23 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Sebastian Schuster (Autor:in)

VWL - Sonstiges

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Bei der hier angefertigten Arbeit handelt es sich um eine Abhandlung über den Aufsatz: Crime and Punishment: An Economic Approach, von Gary S. Becker. Der Text wird zusammenfassend dargestellt und abschließend einer kritischen Würdigung unterzogen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. GARY S. BECKER

3. KRIMINALITÄT

3.1 KOSTEN DER KRIMINALITÄT

3.2 DAS MODELL

3.2.1 Kriminalitätskosten

3.2.2 Angebotsfunktion der Verbrecher

3.2.3 Kosten für Verfolgung und Verurteilung

3.3 OPTIMALITÄTSBEDINGUNGEN

4. BESTRAFUNG

4.1 DER PREIS FÜR VERBRECHEN

4.2 OPTIMALITÄTSBEDINGUNGEN

4.3 ARGUMENTE FÜR UND GEGEN GELDSTRAFEN

5. ANWENDUNGEN

6. FAZIT

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die theoretischen Ansätze von Gary S. Becker in seinem wegweisenden Aufsatz „Crime and Punishment: An Economic Approach“ darzulegen und kritisch zu erörtern, um Kriminalität als rationales ökonomisches Handlungsfeld zu analysieren.

  • Biografische Einordnung des Wirkens von Nobelpreisträger Gary S. Becker
  • Ökonomische Modellierung von Kriminalität mittels Kosten-Nutzen-Abwägung
  • Analyse der optimalen Strafzumessung und Verfolgungswahrscheinlichkeiten
  • Diskussion der Effizienz und moralischen Aspekte von Geldstrafen
  • Übertragung der Theorie auf moderne Anwendungsfelder wie Wirtschaftskriminalität

Auszug aus dem Buch

3.2.2 Angebotsfunktion der Verbrecher

Es gibt eine Vielzahl von möglichen Einflussfaktoren auf die Kriminalität, so werden zum Beispiel das soziale Umfeld, der Nettoverdienst, die ethnische Herkunft oder auch der Medienkonsum zur Erklärung des Verlaufs von kriminellen Karrieren herangezogen. Vernachlässigt man diese eher tiefgründigen Einflüsse und betrachtet die Wahrscheinlichkeit, mit der ein Mensch zum Verbrecher wird, so kann man feststellen, dass zwei Variablen verbleiben, die starken Einfluss auf die Wahrscheinlichkeit der möglichen kriminellen Handlung haben. Dies ist zum einen die Wahrscheinlichkeit, mit der ein Verbrecher gefasst, überführt und verurteilt wird, zum anderen die Härte der Bestrafung, die den Verbrecher nach der Verurteilung trifft.

Der Ansatz, der zur Angebotsfunktion an Verstößen führt, ist also eine einfache Nutzenabwägung der potentiellen Verbrecher. Übersteigt der Nutzen, den eine kriminelle Handlung mit sich bringt, den Nutzen aus alternativer Verwendung der zur Verfügung stehenden Zeit und anderer Ressourcen in legalen Tätigkeiten, dann wird ein Verbrechen begangen. Oj ist hierbei die Zahl der Verstöße, die ein Individuum j begeht, dabei ist Oj abhängig von pj, der Wahrscheinlichkeit verurteilt zu werden, fj, der Höhe bzw. Härte der Strafe und uj, einer Restvariable, die entgangenes Einkommen, generelle Bereitschaft, ein Verbrechen zu begehen und alle übrigen Einflüsse beinhaltet. Es ergibt sich also die Angebotsfunktion für Verbrechen: Oj = Oj (pj, fj, uj).

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Diese Einleitung stellt das Ziel der Arbeit vor, die Intention und Vorgehensweise von Gary S. Beckers ökonomischem Ansatz zu Kriminalität und Bestrafung zu erläutern.

2. GARY S. BECKER: Dieses Kapitel bietet einen biografischen Abriss über den Nobelpreisträger und erklärt den Ursprung seines Interesses an der ökonomischen Analyse sozialer Phänomene.

3. KRIMINALITÄT: Hier werden die Kosten von Kriminalität analysiert sowie das ökonomische Modell entwickelt, welches Schadensfunktionen und Angebotsfaktoren von Straftaten vereint.

4. BESTRAFUNG: Dieses Kapitel diskutiert die optimale Bestrafung durch Haft oder Geldstrafen unter Berücksichtigung ökonomischer Effizienzkriterien und moralischer Erwägungen.

5. ANWENDUNGEN: Hier werden Beckers Ergebnisse auf praktische Bereiche wie die Belohnung von Wohltätern, Kartellbildungen und aktuelle Fälle der Wirtschaftskriminalität übertragen.

6. FAZIT: Das Fazit resümiert die theoretischen Erkenntnisse und würdigt den Beitrag Beckers zur Etablierung kriminalökonomischer Analysen in der Wissenschaft.

Schlüsselwörter

Kriminalökonomie, Gary S. Becker, Strafmaß, Verurteilungswahrscheinlichkeit, Kosten-Nutzen-Analyse, Geldstrafe, Wohlfahrtsökonomik, Wirtschaftskriminalität, Optimalitätsbedingung, rationales Verhalten, Abschreckungseffekt, soziale Kosten, illegale Aktivitäten, ökonomisches Modell, Rechtsprechung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert Kriminalität aus einer ökonomischen Perspektive, basierend auf dem Modell von Gary S. Becker, und betrachtet Verbrechen als rationales, kostengesteuertes Verhalten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit fokussiert sich auf die ökonomische Herangehensweise an Kriminalität, die Bestimmung optimaler Strafen, die Kosten der Strafverfolgung sowie die Vor- und Nachteile von Geldstrafen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Erörterung und Präsentation der ökonomischen Theorie zur Kriminalität und Bestrafung, um zu verstehen, wie politische Maßnahmen die Anzahl an Straftaten effizient beeinflussen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es wird ein modelltheoretischer Ansatz aus der Wohlfahrtsökonomik genutzt, der mathematische Funktionen für Kosten, Nutzen und Schadensvermeidung verwendet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung des Grundmodells, die Ableitung von Optimalitätsbedingungen, die Diskussion von Bestrafungsarten und die Anwendung auf reale Phänomene.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Kriminalökonomie, Strafmaß, rationales Verhalten, Geldstrafe und Optimalitätsbedingungen.

Warum gelten laut Becker Geldstrafen als effizienteste Strafform?

Geldstrafen werden als Transferzahlungen an die Gesellschaft betrachtet, die im Gegensatz zu Gefängnisstrafen keine zusätzlichen Kosten für den Unterhalt von Gefangenen verursachen.

Wie lässt sich die Theorie auf Steuerhinterziehung anwenden?

Steuerhinterziehung gilt als hochgradig rational kalkuliertes Handeln, bei dem der Täter das Entdeckungsrisiko gegen die Höhe der potenziellen Strafe und den erhofften finanziellen Gewinn abwägt.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Kritische Betrachtung von Gary S. Beckers "Crime and Punishment: An Economic Approach"
Hochschule
Georg-August-Universität Göttingen
Note
2,0
Autor
Sebastian Schuster (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
23
Katalognummer
V111696
ISBN (eBook)
9783640097777
ISBN (Buch)
9783640121854
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kritische Betrachtung Gary Beckers Crime Punishment Economic Approach Nobelpreis
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sebastian Schuster (Autor:in), 2008, Kritische Betrachtung von Gary S. Beckers "Crime and Punishment: An Economic Approach", München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/111696
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Leseprobe aus  23  Seiten
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