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Die Sprachen der Bettler, Gauner und Vaganten

Title: Die Sprachen der Bettler, Gauner und Vaganten

Term Paper , 2005 , 30 Pages , Grade: 2,4

Autor:in: M.A. Magister Artium Sebastian Popovic (Author)

History of Europe - Modern Times, Absolutism, Industrialization

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Summary Excerpt Details

Die dieser Arbeit vorangestellte Fragestellung soll die Zusammenhänge erläutern, inwiefern die Gaunersprachen in der Folge einer sozialen Exklusion entstanden sind.
Also wird versucht, das multifaktorale Ereignis der Gauner- und Vagantengesellschaft darzustellen, indem zuerst auf allgemeine sozialhistorische Entwicklungen eingegangen wird, die die ersten Anfänge der Devianz und der Kriminalität als „Gewerbe“ darzustellen scheinen. Im Weiteren sollen die Gauner und Vaganten als eigene Parallelgesellschaft aufgezeigt werden und ihre speziellen Umgangsformen, wie z.B. die Sprache, dargestellt werden. Die regionalen Unterschiede der einzelnen Gaunersprachen sollen miteinander verglichen und auf eventuelle Übereinstimmungen untersucht werden.
Allerdings ist das Quellenmaterial oft sehr spezifisch (wie z.B. Lerch, H.-G.: „Tschü lowi…: Das Manische in Gießen: Die Geheimsprache einer gesellschaftlichen Randgruppe, ihre Geschichte und ihre soziologischen Hintergründe“), oder historisch und politisch vorbelastet (wie z.B. Günther, L.: „Die deutsche Gaunersprache und verwandte Geheim- und Berufssprachen“), welches dazu führen wird, dass einige Beispiele dargestellt werden müssen um bestimmte Entwicklungen transparent zu machen.
Zunächst möchte ich das Thema noch ein wenig eingrenzen.
Die Gaunersprachen bzw. ihre Sprecher sind eine schwerlich einzuordnende Gruppe, da die systematischen und überregional vergleichenden Untersuchungen gerade erst am Anfang stehen. Im Weiteren sind die zusammengetragenen Fakten eher schlaglichtartig und sehr spezifisch. Daher ist der zu untersuchende Tatbestand in zwei historische Hauptepochen einzuordnen: Das Mittelalter und die Neuzeit. Hinzu kommt, dass sich diese Hausarbeit mit den Verbrechern und Schwerstverbrechern und ihren Kommunikationsformen ihrer Zeit auseinandersetzt. Also einer soziologischen Randgruppe schlechthin.

Excerpt


Gliederung

2. Einleitung

3. Sozialhistorische Entwicklungen im Mittelalter

3.1. Die mittelalterliche Stadt

3.2. Die Bauernverarmung

3.3. Soziale Exklusion im Mittelalter

3.4. Neuzeitliche Entwicklungen

4. Entstehung der Bettler Gauner und Vaganten als soziale Gruppe

4.1. Entstehung der Gaunersprachen

5. Regionale Unterschiede der Gaunersprachen

5.1. Das Rotwelsche

5.2. Das Jiddische

5.3. Das Manische oder Jenische

6. Fazit:

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Entstehung von Gaunersprachen als Folge sozialer Exklusion und stellt die Gauner- und Vagantengesellschaft als Parallelgesellschaft dar, wobei ein besonderer Fokus auf den regionalen Unterschieden der Sprachen und deren soziologischem Kontext liegt.

  • Sozialhistorische Ursprünge von Devianz und Kriminalität
  • Die Rolle sozialer Exklusion bei der Gruppenbildung
  • Vergleich regionaler Gaunersprachen (Rotwelsch, Jiddisch, Jenisch)
  • Wechselwirkung zwischen gesellschaftlicher Stigmatisierung und Sprache
  • Entwicklung von Kommunikationsformen als Überlebensstrategie

Auszug aus dem Buch

3.1. Die mittelalterliche Stadt

„Menschen, die die Natur anfangs frei geschaffen, denen das Völkerrecht das Joch der Knechtschaft auferlegt hat, sollten in den Stand der ursprünglichen Freiheit zurückversetzt werden.“3. Nimmt man diese mittelalterlichen Vorstellungen in Bezug auf die Freiheit der Untertanen an, sofern diese pauschalisierend gemeint sind, so geht man fehl. Ein Untertan konnte nur in der mittelalterlichen Stadt hoffen frei zu werden und zu bleiben, sofern er das seltene Glück hatte, dass Bürgerrecht zu erlangen.

„Das freiheitliche Gepräge der mittelalterlichen Stadt haben moderne Historiker in der Formulierung „Stadtluft macht frei“ auf den Punkt gebracht. Im Mittelalter wurde dieser Sachverhalt mit „frei nach Jahr und Tag“ umschrieben oder in Merksätze wie: „Stadt bedeutet Freiheit der Bürger“ (civitas autem dicitur civium libertas) gefasst.“4. Sogar Max Weber konstatierte, dass der mittelalterliche Mensch ein homo oeconomicus gewesen sei, wohingegen der antike Bürger ein homo politicus gewesen sein sollte. Nach Weber hat demzufolge eine Entwicklung nicht nur der Interessen sondern auch der Betätigungsfelder stattgefunden. Diese Sachverhalte spiegeln allerdings nur die Lebenswelten der Bürger wieder nicht die der unfreien Bauern oder derjenigen, die von der bürgerlichen Gesellschaft ausgeschlossen wurden.

Zusammenfassung der Kapitel

2. Einleitung: Diese Einleitung umreißt die Fragestellung nach dem Zusammenhang zwischen Gaunersprachen und sozialer Exklusion sowie den methodischen Rahmen der Arbeit.

3. Sozialhistorische Entwicklungen im Mittelalter: Das Kapitel analysiert die rechtlichen und sozialen Strukturen der mittelalterlichen Stadt, insbesondere die Bedeutung des Bürgerrechts und den Prozess der Exklusion.

4. Entstehung der Bettler Gauner und Vaganten als soziale Gruppe: Hier wird die Gruppenbildung durch gesellschaftliche Stereotypisierung sowie die Rolle des „Liber vagatorum“ und die Entstehung der Gaunersprachen beleuchtet.

5. Regionale Unterschiede der Gaunersprachen: Das Kapitel untersucht die verschiedenen Dialekte wie Rotwelsch, Jiddisch und Jenisch und deren soziologische Einflüsse.

6. Fazit:: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht die Rolle der sozialen Ausgrenzung als treibende Kraft für die Entwicklung von Geheimsprachen.

Schlüsselwörter

Gaunersprachen, Rotwelsch, Soziale Exklusion, Mittelalter, Devianz, Vaganten, Stigmatisierung, Jiddisch, Jenisch, Kriminalitätsgeschichte, Parallelgesellschaft, Marginalisierung, Sprachwissenschaft, Soziolekt, Stadtgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der historischen Entwicklung von Gaunersprachen und deren Rolle als Kommunikationsmittel innerhalb soziologischer Randgruppen im Mittelalter und der Neuzeit.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen soziale Exklusion, Kriminalisierung von Randgruppen, die Entstehung von Parallelgesellschaften und die sprachwissenschaftliche Untersuchung von Geheimsprachen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen sozialer Exklusion und der Entstehung von Gaunersprachen zu erläutern und zu untersuchen, wie diese Sprachen zur Identitätsbildung der jeweiligen Randgruppen beitrugen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine sozialhistorische Analyse, wobei zeitgenössische Quellen und moderne historische Literatur verwendet werden, um die Lebenswelten der Unterschichten zu rekonstruieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die soziologischen Entwicklungen im Mittelalter, die Entstehung der Bettler-, Gauner- und Vagantengruppen, die Analyse verschiedener Gaunersprachen sowie deren regionale Besonderheiten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Gaunersprachen, Exklusion, Rotwelsch, Marginalisierung, Devianz und die soziologische Schichtung der Stadtgesellschaft.

Welche Rolle spielt die Stadtmauer in dieser Untersuchung?

Die Stadtmauer wird als ein Symbol für den rechtlichen und administrativen Ausschluss von „Vaganten“ und anderen Personenkreisen gewertet, die nicht zum rechtschaffenen Bürgertum zählten.

Warum wird das „Liber vagatorum“ als Quelle angeführt?

Das „Liber vagatorum“ wird als ein zentrales zeitgenössisches Dokument genannt, das eine frühe Form der Stereotypisierung von Bettlern und Gaunern sowie ein Lexikon der rotwelschen Sprache beinhaltet.

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Details

Title
Die Sprachen der Bettler, Gauner und Vaganten
College
Justus-Liebig-University Giessen  (Historisches Institut)
Grade
2,4
Author
M.A. Magister Artium Sebastian Popovic (Author)
Publication Year
2005
Pages
30
Catalog Number
V111667
ISBN (eBook)
9783640097500
ISBN (Book)
9783640123513
Language
German
Tags
Sprachen Bettler Gauner Vaganten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M.A. Magister Artium Sebastian Popovic (Author), 2005, Die Sprachen der Bettler, Gauner und Vaganten, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/111667
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