Im ersten Kapitel wird das Mobbing-Phänomen in der Schule näher dargestellt. Wie Mobbing in den Institutionen durchgeführt wird und welche Motive vorliegen werden beschrieben. Darauf bezogen werden Opfer- und Tätermerkmale dargestellt und im Anschluss die mit den Rollen einhergehenden Folgen beschrieben.
Der zweite Teil beschäftigt sich näher mit der Schulsozialarbeit. Nachdem die Grundlagen abgearbeitet wurden, wird im dritten Abschnitt das präventive Vorgehen gegen Mobbing in Betrachtung gezogen. Dafür wurde das Anti-Mobbing Programm von Olweus und der No Blame Approach von Robinson und Mains ausgewählt. Abschließend werden die ausgearbeiteten Ergebnisse im Fazit zusammengefasst.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1. Mobbing an Schulen
1.1 Mobbing unter Schülern
1.2 Motive
1.3 Typen von Opfer und Täter
1.4 Folgen für Opfer und Täter
2. Schulsozialarbeit
3. Prävention
3.1 Dan Olweus Anti-Mobbing-Programm
3.2 No Blame Approach
Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit befasst sich mit der Problematik von Mobbing im schulischen Kontext und untersucht, wie Schulsozialarbeiter durch präventive Ansätze und gezielte Interventionen erfolgreich gegen Mobbing vorgehen können. Das primäre Ziel ist es, die Rollen von Tätern und Opfern sowie die psychologischen und sozialen Folgen zu beleuchten und verschiedene Präventionsstrategien praxisorientiert darzustellen.
- Phänomenologie und Ursachen von Mobbing an Schulen
- Rollenprofile: Analyse von Opfer- und Tätermerkmalen
- Die Rolle der Schulsozialarbeit in der Gewaltprävention
- Evaluierung des Dan Olweus Anti-Mobbing-Programms
- Anwendung und Erfolgsfaktoren des No Blame Approach
Auszug aus dem Buch
1.1 Mobbing unter Schülern
Das Phänomen Mobbing befasst sich eindeutig mit Aggression und Gewalt (vgl. Alsaker, 2003, S. 17). Aus diesem Grund wird zunächst das Verhältnis der drei Begriffe mit Hilfe der Abbildung 1 dargestellt
Aggression ist der Oberbegriff, durch die sich die Unterkategorien Mobbing und Gewalt bilden. Aggression ist die deutliche Absicht einer anderen Person Schaden zuzufügen (vgl. Alsaker, 2003, S. 19). Durch die Schraffung zwischen Mobbing und Gewalt soll die mögliche Überlappung der Verhaltensauffälligkeiten dargestellt werden (vgl. Abbildung 1) Gewalt wird durch psychische Mittel ausgeübt, welche auch bei Mobbingsituationen greifen kann. Deutlich wird jedoch, dass ein Großteil der Mobbingfälle nicht mit Gewaltanwendungen in Zusammenhang stehen. Somit lässt sich Mobbing noch durch weitere Formen auszeichnen, die im Verlauf erwähnt werden.
Der Begriff Mobbing hat seinen Ursprung aus dem englischen „mob“ mit der Bedeutung, dass eine anonyme große Gruppe von Leuten eine andere Person quält. Der schwedische Psychologe Dan Olweus definiert Mobbing wie folgt: „Mobbing ist, wenn ein Schüler oder eine Schülein wiederholt und über eine längere Zeit negativen Handlungen eines oder mehreren anderen Schülern oder Schülerinnen ausgesetzt ist. Negative Handlungen sind insbesondere, wenn jemand absichtlich einen anderen Verletzungen oder Unannehmlichkeiten zufügt“ (Olweus, 2011, S.10). Olweus definiert drei ausschlaggebende Bestimmungsmerkmale von Mobbing. Der Wiederholungsaspekt, die Verletzungsabsicht des Täters und das Mächteungleichgewicht von Opfer und Täter. Die asymmetrischen Machtverhältnisse sind zu Gunsten der Täter und umgekehrt zu Lasten der Opfer. Da sich Täter und Opfer häufig kennen, haben Täter bessere Möglichkeiten ihr Wissen über das Opfer in Hinblick auf seine Schwächen und wertvollen Informationen anzuwenden und zu verletzen. Dabei kann der Machtvorteil des Täters auf unterschiedliche Umstände beruhen, welche psychologisch, körperlich oder sozial sein können (vgl. Schubart, 2010, S. 18).
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Die Einleitung verdeutlicht die Relevanz des Themas anhand eines Fallbeispiels und stellt die Forschungsfrage nach den Präventionsmöglichkeiten für Schulsozialarbeiter.
1. Mobbing an Schulen: Dieses Kapitel definiert das Phänomen Mobbing, erläutert Motive sowie Täter- und Opferrollen und beschreibt die massiven gesundheitlichen und sozialen Folgen für alle Beteiligten.
2. Schulsozialarbeit: Hier wird der gesetzliche und professionelle Rahmen der Schulsozialarbeit als Unterstützungssystem im Schulalltag dargelegt.
3. Prävention: In diesem Abschnitt werden mit dem Dan Olweus Anti-Mobbing-Programm und dem No Blame Approach zwei zentrale Präventionsmethoden detailliert analysiert und evaluiert.
Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass sowohl die direkte Konfrontation als auch langfristige Strategien notwendig sind, um Mobbing an Schulen nachhaltig zu reduzieren.
Schlüsselwörter
Mobbing, Schule, Schulsozialarbeit, Prävention, Intervention, Dan Olweus, No Blame Approach, Aggression, Gewalt, Opfer, Täter, Schüler, Sozialpädagogik, Schulklima, Konfliktlösung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Problematik des Mobbings an Schulen und untersucht, welche Möglichkeiten der Schulsozialarbeit bestehen, um präventiv oder intervenierend gegen dieses Phänomen vorzugehen.
Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt?
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Mobbing, der Analyse von Täter- und Opferrollen, der Rolle der Schulsozialarbeit sowie dem Vergleich zweier bekannter Präventionsprogramme.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Schulsozialarbeiter Mobbing systematisch angehen können, um eine sicherere Lernumwelt für alle Schüler zu schaffen.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender wissenschaftlicher Konzepte, Studien und theoretischer Grundlagen zum Thema Mobbing und Prävention.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Aufarbeitung des Mobbing-Phänomens, die Rolle der Schulsozialarbeit und die detaillierte Vorstellung und Bewertung des Olweus-Programms sowie des No Blame Approach.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Mobbing, Prävention, Schulsozialarbeit, Täter-Opfer-Dynamik, Interventionsmethoden und Schulklima.
Was unterscheidet das Olweus-Programm vom No Blame Approach?
Während das Olweus-Programm systemisch auf der Makroebene ansetzt und Klassenregeln sowie langfristige Strukturen fokussiert, setzt der No Blame Approach auf einen lösungsorientierten Ansatz ohne direkte Schuldzuweisung und Bestrafung.
Können auch verfestigte Mobbing-Fälle erfolgreich behandelt werden?
Ja, die Auswertungen in der Arbeit zeigen, dass sowohl das Olweus-Programm als auch der No Blame Approach in der Lage sind, auch bei verfestigten Mobbing-Strukturen erfolgreiche Interventionen zu leisten.
Warum ist die Kooperation mit Lehrkräften so wichtig?
Da Sozialarbeiter und Lehrkräfte unterschiedliche Bereiche des Schulalltags beobachten, ist eine enge Zusammenarbeit entscheidend, um Mobbingsituationen frühzeitig zu erkennen und effektiv zu intervenieren.
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- Rümeysa Köse (Author), 2020, Mobbing an Schulen und Präventionsmöglichkeiten der Schulsozialarbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1066522