Diese Arbeit analysiert aus neorealistischer Sicht Japans Motive während des Pazifikkriegs und behandelt die Frage, wie es soweit kommen konnte, dass Japan so an ihrem Traum eines Imperiums festhielt, dass sie Pearl Harbor in Zeiten des Friedens angriffen.
Diese Arbeit ist wie folgt gegliedert: Das erste Kapitel beschäftigt sich mit der Einführung in die Staatstheorie des Neorealismus. Hierbei wird sowohl auf die Kernaussage des Neorealismus sowie auf wichtige Vertreter dieser Theorie genauer eingegangen. Im darauffolgenden Kapitel wird sich mit dem historischen Hintergrund des Angriffs auf Pearl Harbor beschäftigt und der historische Kontext dieses Ereignisses erläutert. Im letzten Kapitel der Seminararbeit wird Japans Verhalten analysiert und mit den voran geführten Kapiteln verbunden, um die Problemfrage zu beantworten.
Inhaltsübersicht
1. Einleitung zur Seminararbeit
2. Einführung in den Neorealismus
2.1 Kernaussage des Neorealismus
2.2 Wichtige Vertreter des Neorealismus
3. Geschichtlicher Hintergrund
3.1 Was war der Angriff auf Pearl Habor?
3.2 Wer war an dem Angriff auf Pearl Habor beteiligt?
3.3 Die globale Situation vor dem Angriff auf Pearl Habor
3.4 Mögliche globale Folgen des Angriffs auf Pearl Habor
4. Analyse von Japans Verhalten
4.1 Was waren Japans Ziele/ Hintergründe für den Angriff auf Pearl Habor?
4.2 Warum hat Japan Pearl Habor angegriffen?
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert die Motive Japans für den Überraschungsangriff auf Pearl Harbor aus der theoretischen Perspektive des Neorealismus. Ziel ist es, das scheinbar irrationale Verhalten Japans im Kontext des Strebens nach Sicherheit und Überleben innerhalb eines anarchischen internationalen Systems zu erklären.
- Grundlagen der Theorie des Neorealismus
- Geschichtlicher Kontext und Ablauf des Angriffs auf Pearl Harbor
- Strukturelle Zwänge und Anarchie im internationalen System
- Das Sicherheitsdilemma zwischen Japan und den USA
- Analyse der japanischen Entscheidungsprozesse und Expansionsziele
Auszug aus dem Buch
2.1 Kernaussage des Neorealismus
„Theorien sind Geschichten, darüber wie die Welt funktioniert.“ (Theiner 2017) Alle Theorien in den internationalen Beziehungen (IB) haben also ein primäres Ziel, sie analysieren das Verhalten von Staaten. Eine der wichtigsten und auch einflussreichsten Theorien in der IB ist der sogenannte Neorealismus. Der Neorealismus ist wie viele andere Theorien ein Produkt seiner Zeit, also geprägt vom Weltbild seiner Entstehungszeit. Der uns bekannte Neorealismus entstand im Jahre 1945 in Amerika als Nachfolger des Klassischen Realismus.
Der Klassische-Realismus ist in gewisser Weise eine Antwort auf die Denkweise des Idealismus (vgl. Theiner 2017). Denn „während die idealistische Denkweise danach fragte, wie die internationale Politik beschaffen sein sollte (Zukunftsorientiert), analysiert die realistische Denkschule die internationale Politik so, wie sie beschaffen ist (Gegenwartsorientiert).“ (Knogl 2004: 2) Obwohl sowohl der Klassische- als auch der Neorealismus auf einem pessimistischen Weltbild aufbauen, sind die Ziele welche Staaten laut den beiden Theorien anstreben deutlich differenzierbar (vgl. Knogl 2004: 4). Im Klassischen-Realismus ist die absolute Macht das primäre Ziel welches Staaten anstreben. Im Neorealismus hingegen ist Macht nicht mehr das angestrebte Ziel, sondern nur ein Mittel zum Zweck, um die Sicherheit des eigenen Staates gewährleisten zu können. Überleben und die Garantie auf Sicherheit, ist demnach das oberste Ziel welches Staaten nach der Denkweise des Neorealismus anstreben. Der Neorealismus orientiert sich hierbei an der Wirtschaftstheorie. Das heißt
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung zur Seminararbeit: Die Einleitung umreißt die Problemstellung des japanischen Imperialismus und führt in den qualitativen Forschungsansatz mittels neorealistischer Theorie ein.
2. Einführung in den Neorealismus: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen, insbesondere die Kernaussagen des Neorealismus sowie die Bedeutung der Akteure wie Kenneth N. Waltz.
3. Geschichtlicher Hintergrund: Hier wird der historische Ablauf des Angriffs, die Akteure sowie die globale Situation und die anschließenden weltpolitischen Folgen dargestellt.
4. Analyse von Japans Verhalten: Das Abschlusskapitel verknüpft die theoretischen Annahmen mit den historischen Ereignissen, um Japans Handeln als Reaktion auf ein Sicherheitsdilemma zu deuten.
Schlüsselwörter
Neorealismus, Pearl Harbor, Japan, Internationale Beziehungen, Anarchie, Sicherheitsdilemma, Machtgleichgewicht, Imperialismus, Pazifikkrieg, US-Pazifikflotte, Isoroku Yamamoto, Großasiatische Wohlstandszone, Staatenverhalten, Sicherheit, Weltpolitik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Seminararbeit untersucht die Beweggründe Japans für den Angriff auf Pearl Harbor im Dezember 1941 aus der theoretischen Sicht des Neorealismus.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit behandelt die Theorie des Neorealismus, den historischen Kontext des Pazifikkrieges, die zwischenstaatlichen Spannungen zwischen den USA und Japan sowie das Konzept der nationalen Sicherheit.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, zu erklären, warum Japan Pearl Harbor trotz der Risiken angriff und wie dieses Verhalten durch die neorealistische Theorie rationalisierbar ist.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird ein qualitativer Forschungsansatz gewählt, bei dem die Theorie der internationalen Beziehungen (Neorealismus) auf ein historisches Fallbeispiel angewendet wird.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst die Grundlagen des Neorealismus dargelegt, gefolgt von einer historischen Einordnung des Angriffs und der Analyse der japanischen Beweggründe unter Einbeziehung des Sicherheitsdilemmas.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Neorealismus, Anarchie, Sicherheitsdilemma, Machtgleichgewicht und imperiale Expansionsziele.
Warum konnte Japan die USA in Pearl Harbor so stark überrumpeln?
Die USA hielten einen Angriff auf die Philippinen für wahrscheinlicher, wodurch die Verteidigung in Pearl Harbor unvorbereitet war. Zudem wird spekuliert, inwieweit politische Interessen eine Rolle spielten.
War der Angriff aus Sicht des Neorealismus rational?
Ja, aus neorealistischer Perspektive wird der Angriff als Versuch gewertet, das Sicherheitsdilemma aufzulösen, indem die Macht des Kontrahenten (USA) geschwächt werden sollte, um das eigene Überleben zu sichern.
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- Anonym (Author), 2021, Japans Traum von Imperialismus. Die Motive Japans für den Angriff auf Pearl Harbor zu Zeiten des Friedens anhand des Neorealismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1060826