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Zusammenhang zwischen Parteistruktur und Parteizielen. Untersuchungen am Beispiel der PDS/ Die Linke

Title: Zusammenhang zwischen Parteistruktur und Parteizielen. Untersuchungen am Beispiel der PDS/ Die Linke

Term Paper , 18 Pages , Grade: 1,6

Autor:in: Theo Thiele (Author)

Politics - Political Systems - Germany

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Basis für diese Hausarbeit werden die empirischen Grundlagen von Martin Koß und Dan Hough sein, die in ihrem Beitrag „Landesparteien in vergleichender Perspektive: Die Linkspartei/PDS zwischen Regierungsverantwortung und Opposition“ das Verhältnis von Parteiführung zur Parteibasis und zu den innerparteilichen Flügeln analysiert haben. Dazu haben sie sich die politischen Ziele und die innerparteilichen Verhältnisse einzelner Landesverbände der PDS/ Linkspartei näher angesehen.

Im ersten Kapitel wird eben diese empirische Grundlage definiert und um einige Erkenntnisse oder Modelle ergänzt. Die Untersuchungen von Koß und Hough enden im Jahr 2005. Deshalb wird in diesem Beitrag untersucht, ob und wie sich die theoretischen Grundlagen von Koß und Hough auf Landtagswahlen seit 2005 anwenden lassen. Schließlich gab es seit dem besagten Jahr zwei bis drei neuerliche Landtagswahlen in den verschiedenen Bundesländern, welche die politischen Machtverhältnisse teils gravierend verändert haben. Im zweiten Kapitel wird analysiert, welche Landesverbände der Linkspartei sich gut eignen, um das Verhältnis zwischen Parteizielen und Strukturiertheit zu analysieren. Dabei werden die vier Landesverbände im Vordergrund stehen, die schon Koß und Hough erforschten, also Die Linke aus Mecklenburg- Vorpommern, Brandenburg, Sachsen und Berlin.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Faktorenanalyse nach Koß und Hough

Für die Analyse geeignete Landesverbände der Linkspartei

Landesverband Brandenburg

Potenziell analysierbare Landesverbände

Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen innerparteilichen Strukturen und Parteizielen bei der PDS/Die Linke. Dabei wird analysiert, wie sich strategische Ausrichtungen, wie etwa der Wechsel von der Oppositionsrolle hin zur Regierungsbeteiligung, anhand theoretischer Modelle von Koß und Hough erklären lassen.

  • Anwendung der Theorie von Koß und Hough auf Landtagswahlen seit 2005.
  • Differenzierung der Parteiziele in office-seeking, policy-seeking und vote-seeking.
  • Analyse von innerparteilichen Flügeln und deren Einfluss auf die Regierungsfähigkeit.
  • Detaillierte Fallstudie des Landesverbandes Brandenburg bei den Landtagswahlen 2009, 2014 und 2019.

Auszug aus dem Buch

Faktorenanalyse nach Koß und Hough

Koß und Hough analysieren in ihrem Forschungsbeitrag das Verhältnis von der Parteiführung zur Parteibasis und zu den innerparteilichen Flügeln. Die zahlreichen parteiinternen Strömungen stellen dabei eine besondere Herausforderung für die Untersuchungen dar. Die Linke, die ihr Selbstverständnis als reine Oppositionspartei schon seit längerem verloren hat, vereint besonders viele verschiedene Strömungen unter dem Dach einer Partei. Sie agiert also gezwungenermaßen immer im Spannungsfeld der Interessen der verschiedenen innerparteilichen Flügel.

Koß und Hough bedienen sich der Einteilung der verschiedenen Strömungen nach Brie. Eine etwas kompaktere und allgemeinere Einteilung der innerparteilichen Strömungen in der PDS/ Linken bieten Oppeland und Träger an. Sie fassen die unterschiedlichen Strömungen unter zwei Hauptlagern zusammen:

(1) Die Reformer: Das sind reformorientierte Mitglieder der Partei, die sich hauptsächlich im Forum Demokratischer Sozialismus und im Netzwerk Reformlinke organisieren. Ein bekanntes Gründungsmitglied ist der thüringische Ministerpräsident Bodo Ramelow. Diese Gruppierung lehnt eine Regierungsteilhabe der PDS nicht per se ab.

(2) Die Orthodoxen: Dieses Lager schließt eine Vielzahl von Strömungen und Foren ein, die sich weiter links vom Zentrum sehen als die Reformer. Die Mitglieder sind zu großen Teilen Fundamentaloppositionelle, die jede Beteiligung an einer Regierung ablehnen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Vorstellung der Forschungsbasis durch die Arbeiten von Koß und Hough sowie Erläuterung des Fokus auf den brandenburgischen Landesverband.

Faktorenanalyse nach Koß und Hough: Definition der theoretischen Zieldimensionen (office-, policy-, vote- und identity-seeking) und Erläuterung innerparteilicher Strömungsmodelle.

Für die Analyse geeignete Landesverbände der Linkspartei: Begründung für die Auswahl der untersuchten Landesverbände basierend auf deren historischer Relevanz für das Parteimodell.

Landesverband Brandenburg: Detaillierte chronologische Untersuchung der Parteientwicklung und Regierungsbeteiligungen in Brandenburg zwischen 2009 und 2019.

Potenziell analysierbare Landesverbände: Kurzer Ausblick auf andere Bundesländer wie Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen zur Übertragbarkeit der Modelle.

Fazit: Zusammenfassende Einschätzung der Anwendbarkeit des theoretischen Modells auf aktuelle parteipolitische Entwicklungen der Linken.

Schlüsselwörter

Die Linke, PDS, Koß und Hough, Parteistruktur, Parteiziele, Landesverband Brandenburg, Koalitionsbildung, office-seeking, policy-seeking, vote-seeking, Regierungsbeteiligung, innerparteiliche Flügel, Landtagswahlen, Politische Strategie, Opposition.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Verhältnis zwischen Parteistrukturen und den politischen Zielen der Partei Die Linke, unter Verwendung empirischer Grundlagen von Koß und Hough.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Der Fokus liegt auf der internen Willensbildung, der Rolle der Landesverbände und den verschiedenen Ausprägungen von Regierungs- oder Oppositionsstrategien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu prüfen, ob die theoretischen Modelle von Koß und Hough (bis 2005) auch auf die parteipolitische Entwicklung und die Landtagswahlen der Jahre 2009 bis 2019 anwendbar sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine politikwissenschaftliche Faktorenanalyse, die auf den Modellen von Koß, Hough sowie Panebianco basiert, um Parteiverhalten zu rekonstruieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil konzentriert sich auf eine detaillierte Fallstudie des Landesverbandes Brandenburg, inklusive der Analyse innerparteilicher Führungswechsel und Koalitionsentscheidungen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind office-seeking, policy-seeking, Parteistruktur, Regierungsbeteiligung sowie die innerparteiliche Zerrissenheit der Linken.

Warum wurde explizit der Landesverband Brandenburg gewählt?

Brandenburg dient als exemplarisches Beispiel, da hier eine besonders deutliche Entwicklung vom Oppositions- zum office-seeking-Verhalten stattfand.

Welche Rolle spielt die AfD laut der Arbeit?

Die Arbeit identifiziert die AfD als externen Schockfaktor, der der Linken den Status als Protestpartei streitig gemacht und dadurch strategische Umorientierungen erzwungen hat.

Was bedeutet "Amalgamierung" im Kontext der Arbeit?

Es beschreibt einen Führungswechsel, bei dem sich Flügelverhältnisse graduell verschieben, ohne dass ein vollständiger Austausch der politischen Identität stattfindet.

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Details

Title
Zusammenhang zwischen Parteistruktur und Parteizielen. Untersuchungen am Beispiel der PDS/ Die Linke
Grade
1,6
Author
Theo Thiele (Author)
Pages
18
Catalog Number
V1040133
ISBN (eBook)
9783346458612
ISBN (Book)
9783346458629
Language
German
Tags
zusammenhang parteistruktur parteizielen untersuchungen beispiel pds/ linke
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Theo Thiele (Author), Zusammenhang zwischen Parteistruktur und Parteizielen. Untersuchungen am Beispiel der PDS/ Die Linke, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1040133
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