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Die Psychogenese weiblicher Homosexualität

Titel: Die Psychogenese weiblicher Homosexualität

Hausarbeit , 2021 , 13 Seiten

Autor:in: Ludwig Binder (Autor:in)

Sozialwissenschaften allgemein

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit wird der Frage nachgegangen, welche Sichtweise die Psychoanalyse auf die Entstehung und Entwicklung der weiblichen Homosexualität hat. Vertreter der Psychoanalyse nahmen im Laufe ihrer Entwicklung verschiedene Positionen zu diesem komplexen Thema ein. Da das der Rahmen der Arbeit nicht zulässt, wird in dieser Arbeit auf die Arbeiten von Freud bezüglich diese Themas eingegangen. Um Bezug zu einem zeitgenössischen Werk zu nehmen, wird auf die Arbeit von Eva Poluda-Korte (1993) eingegangen.

Freud hat Homosexualität in verschiedenen Werken angeschnitten, jedoch hat er nur in zwei Werken explizit darauf Bezug genommen. Deshalb sollen die Erkenntnisse dieser Werke dargestellt werden sowie eine Fallanalyse, in welcher speziell auf einen Fall von weiblicher Homosexualität eingegangen wird. Alleine die Tatsache, dass Homosexualität als Krankheit eingestuft wurde, zeigt dass die betroffene Gruppe von der Gesellschaft geächtet wurde. Dieses Tabu, welches auf der Homosexualität sitzt, ist für Poluda-Korte ein großer Faktor, welcher viele Frauen in ihrer homosexuellen Entwicklung beeinträchtigt. Die Psychoanalyse hat das in dem Sinne teilweise gefördert, da das Thema vergleichsweise selten behandelt wurde. Da diese Arbeit der Frage nach den Gemeinsamkeiten bzw. Unterschieden der Erkenntnisse von Freud und Poluda-Korte nachgeht, wird weiter der lesbische Komplex erläutert, welchen Einfluss das homosexuelle Tabu hat und welche Folgen das mit sich zieht. Nach der Darstellung werden die Erkenntnisse gegenübergestellt und ein Vergleich gezogen, inwiefern sich die Sichtweise auf die Homosexualität der Frauen in knapp einem halben Jahrhundert nach Freuds Tod verändert hat.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Allgemeine Pathologisierung der Homosexualität innerhalb der Psychoanalyse

2 Inversion nach Freud

2.1 Verschiedenartigkeit der Homosexualität

2.2 Fallanalyse einer weiblichen homosexuellen Patientin

3 Weiterentwicklung der weiblichen Homosexualität auf Basis der bisexuellen Anlage

3.1 Der lesbische Konflikt

3.2 Folgen des lesbischen Konflikt

4 Vergleich: Gemeinsamkeiten bzw. Unterschiede der Konzepte

5 Notwendigkeit der Thematisierung von Homosexualität

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die psychoanalytische Sichtweise auf die Entstehung und Entwicklung weiblicher Homosexualität. Dabei werden die Konzepte von Sigmund Freud und Eva Poluda-Korte gegenübergestellt, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der theoretischen Fundierung sowie die Auswirkungen gesellschaftlicher Tabus auf die Identitätsentwicklung von Frauen aufzuzeigen.

  • Historische und psychoanalytische Einordnung der weiblichen Homosexualität
  • Analyse der Theorien von Freud zur Inversion und zum Ödipuskomplex
  • Das Konzept des "Lesbischen Komplexes" nach Poluda-Korte
  • Rolle von Mutterbeziehung und gesellschaftlichem Tabu für die Persönlichkeitsentwicklung
  • Vergleichende Bewertung der Konzepte und deren heutige Relevanz

Auszug aus dem Buch

3.1 Der lesbische Konflikt

Poluda-Korte findet den von Freud entwickelten Begriff «negativer weiblicher Ödipuskomplex» nicht passend. Als Gründe für die Ablehnung des Begriffs führt sie zwei Argumente an. Einerseits suggeriert er ihrer Ansicht nach eine Bewertung, und anderseits erweckt der Begriff eine Analogie der männlichen und weiblichen Sexualentwicklung, was jedoch eine falsche Annahme wäre. Wegen diesem Umstand wendet sie sich von dem ursprünglichen Begriffs Freuds – des «negativen weiblichen Ödipuskomplex» – ab und führt den Terminus «lesbischer Komplex» ein (ebd., S. 74).

Den Anfang der sexuellen Entwicklung beim Mädchen kennzeichnet die präödipale Beziehung zur Mutter. Dabei knüpft Poluda-Korte an das Konzept von Chodorow (1978) an, welches sie als «matrisexuell» bezeichnet. Hier "existiert eine konkrete, oral konditionierte Intimbeziehung zwischen Mutter und Kind, [die] als eine Spielart des Verkehrs von Form und Inhalt" (ebd., S. 84) erachtet werden kann. Dabei macht sich das Kind zur verschlingenden Form des Inhalts, der Mutter. Weiter muss das Kind eine Enttäuschung in seiner Beziehung zur Mutter akzeptieren, „daß «das» Liebespaar nicht länger Mutter und Kind sondern Vater und Mutter ist“ (ebd., S. 78). Für das Mädchen kommt aber, im Unterschied zum Jungen, noch das homosexuelle Tabu hinzu, denn es bricht die „heterosexuelle Verkehrsordnung“ (ebd.), wenn ihre Libido auf die Mutter gerichtet ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Allgemeine Pathologisierung der Homosexualität innerhalb der Psychoanalyse: Einführung in die historische Entwicklung der psychoanalytischen Sicht auf Homosexualität und Darlegung der zentralen Fragestellung der Arbeit.

2 Inversion nach Freud: Untersuchung von Freuds Theorien zur Inversion, differenziert nach Typen, sowie Analyse einer spezifischen Fallstudie einer weiblichen Patientin.

3 Weiterentwicklung der weiblichen Homosexualität auf Basis der bisexuellen Anlage: Darstellung der moderneren psychoanalytischen Ansätze nach Poluda-Korte, insbesondere des Begriffs des Lesbischen Komplexes.

4 Vergleich: Gemeinsamkeiten bzw. Unterschiede der Konzepte: Gegenüberstellung der Theorien von Freud und Poluda-Korte, wobei der Einfluss gesellschaftlicher Tabus als zentraler Unterschied identifiziert wird.

5 Notwendigkeit der Thematisierung von Homosexualität: Abschließende Reflexion über die anhaltende Relevanz des Themas und die Diskriminierung von Betroffenen im gesellschaftlichen Kontext.

Schlüsselwörter

Psychoanalyse, Weibliche Homosexualität, Sigmund Freud, Eva Poluda-Korte, Inversion, Lesbischer Komplex, Mutterbeziehung, Bisexualität, Objektwahl, Ödipuskomplex, Homosexualitätstabu, Psychogenese, Identitätsentwicklung, Triebtheorie, Pathologisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Abschlussarbeit?

Die Arbeit analysiert die psychoanalytische Betrachtung der weiblichen Homosexualität und vergleicht die Konzepte von Sigmund Freud mit denen von Eva Poluda-Korte.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Genese weiblicher Homosexualität, die Rolle der Mutterbeziehung, der Einfluss des gesellschaftlichen Tabus und die Entwicklung der weiblichen Identität.

Was ist die Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit geht der Frage nach, welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den Darstellungen von Freud und Poluda-Korte hinsichtlich der weiblichen Homosexualität existieren.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine literaturtheoretische Analyse, die psychoanalytische Texte und Fallbeispiele gegenüberstellt und interpretiert.

Was steht im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Ausarbeitung der Inversionskonzepte nach Freud und die Weiterentwicklung durch den Lesbischen Komplex nach Poluda-Korte.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit maßgeblich?

Neben der Psychoanalyse sind dies insbesondere der Lesbische Komplex, die bisexuelle Anlage, das homosexuelle Tabu und die psychosexuelle Entwicklung.

Warum wird der "negative weibliche Ödipuskomplex" kritisiert?

Poluda-Korte lehnt diesen Begriff ab, da er eine falsche Analogie zur männlichen Entwicklung suggeriert und eine negative Bewertung impliziert.

Welche Rolle spielt die Mutterbeziehung bei der Entwicklung?

Die Mutterbeziehung gilt bei beiden Autoren als entscheidend, wobei insbesondere die Enttäuschung in der präödipalen Phase für die Entstehung des Lesbischen Komplexes zentral ist.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Psychogenese weiblicher Homosexualität
Autor
Ludwig Binder (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
13
Katalognummer
V1040056
ISBN (eBook)
9783346457165
ISBN (Buch)
9783346457172
Sprache
Deutsch
Schlagworte
psychogenese homosexualität
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ludwig Binder (Autor:in), 2021, Die Psychogenese weiblicher Homosexualität, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1040056
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Leseprobe aus  13  Seiten
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