Der Textarbeit wird vor allem im Fach Philosophie der Oberstufe eine bedeutende Rolle beigemessen, da in der Unterrichtsphase der angeleitet kontrollierten Problemlösung hauptsächlich mit philosophischen Texten gearbeitet wird. Dies erfordert von den Schülerinnen und Schülern in Hinsicht auf den Gehalt und der komplexen Fachsprache von philosophischen Texten ein gutes Texterschließungsvermögen.
Im Rahmen dieses Projektes soll beantwortet werden, ob durch den Einsatz des Texterschließungsverfahrens des Begriffsnetzes innerhalb des Praktischen Philosophieunterrichts in einer Klasse Sieben das Verständnis von philosophischen Texten gefördert wird. Hierzu wurden ein Prä- und Posttest durchgeführt, die das Textverständnis vor und nach einer dreistündigen Intervention durch ein offenes Verfahren messen.
Inhaltsverzeichnis
1. Zusammenfassung
2. Einleitung
3. Theoretischer Hintergrund
4. Forschungsdesign
4.1 Datenerhebung
4.2 Datenauswertung
4.3 Das Begriffsnetz
4.4 Prätest, Intervention und Posttest
5. Ergebnisse
6. Diskussion
7. Reflexion
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht, ob der Einsatz des Texterschließungsverfahrens "Begriffsnetz" im Praktischen Philosophieunterricht einer siebten Klasse die Fähigkeit der Schülerinnen und Schüler fördert, philosophische Texte besser zu verstehen. Die Forschungsfrage lautet: Lässt sich bei Schülerinnen und Schülern das Textverständnis von philosophischen Texten fördern, wenn das Texterschließungsverfahren des Begriffsnetzes im Praktischen Philosophieunterricht gelehrt und gelernt wird?
- Analyse der Wirksamkeit des Begriffsnetzes als Texterschließungsmethode
- Messung des Textverständnisses mittels Prä- und Posttest
- Erarbeitung von Bewertungskriterien für die qualitative Textanalyse
- Untersuchung der kognitiven Voraussetzungen für die Textarbeit in der Unterstufe
- Reflexion über die Rolle von Methodenkompetenz im Philosophieunterricht
Auszug aus dem Buch
3. Theoretischer Hintergrund
Nach Schmidt existieren drei Dimensionen von Reflexions- und Verstehensprozessen philosophischer Texte:
1. Literarizität (sprachliche Form und ästhetische Wirkung von Sprache)
2. Propositionaler Gehalt (Bezug von Lebenswelt und Theorie)
3. Philosophische Form (philosophische Begriffe, Argumentation)
Bedeutend für das vorliegende Projekt ist der dritte Aspekt, durch den sich der philosophische Text von anderen Textarten unterscheiden lässt. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass das Textverstehen von philosophischen Texten durch die Weise, wie mit philosophischen Begriffen gearbeitet wird, aber auch anhand der nachgebildeten Argumentationsstruktur gemessen werden kann. Eine ideale Methode dazu ist das Begriffsnetz, welches beiden Anforderungen gerecht wird. Zunächst aber lassen sich folgende drei Arten eines Texterschließungsverfahrens ausfindig machen:
1. Lehrersteuerung: Die Lehrkraft leitet die Schüler bei der Interpretation des Textes an und gibt Hilfestellung.
2. Eigenständige Texterschließung mit Anleitung: Die Schülerinnen und Schüler arbeiten nach einem vorgegeben Schema.
3. Eigenständige Texterschließung mit eigenem Schwerpunkt: Die Schülerinnen und Schüler dürfen sich aussuchen, welche erlernte Methode sie anwenden wollen.
Die zweite Form der Texterschließung wird bei der Intervention durch ein Begriffsnetz durchgeführt. Folgende Maßnahmen könnten sicherlich innerhalb einer solchen Intervention nützlich sein und ergänzend angewandt werden:
Zusammenfassung der Kapitel
1. Zusammenfassung: Das Kapitel erläutert das Ziel des Projekts, die Förderung des Textverständnisses durch das Begriffsnetz, und fasst die signifikante Verbesserung der Schülerleistungen nach der Intervention zusammen.
2. Einleitung: Hier wird die Relevanz der Texterschließung für das Fach Praktische Philosophie dargelegt und die Forschungsfrage in den Kontext des Kernlehrplans und der didaktischen Notwendigkeiten gestellt.
3. Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel fundiert das Projekt wissenschaftlich durch die Definition von Verstehensprozessen bei philosophischen Texten und die theoretische Einbettung der Methode des Begriffsnetzes.
4. Forschungsdesign: Hier wird der methodische Aufbau der Studie beschrieben, inklusive der Datenerhebung durch Prä- und Posttests sowie der eigens entwickelten Bewertungsmatrize.
5. Ergebnisse: Die Ergebnisse werden quantitativ und qualitativ präsentiert, wobei der deutliche Anstieg des Textverständnisses durch den Vergleich der Leistungen im Prä- und Posttest belegt wird.
6. Diskussion: Das Kapitel bewertet den Erfolg der Intervention kritisch, reflektiert organisatorische Einschränkungen und diskutiert die Bedeutung von Motivation und Autonomie für den Lernerfolg.
7. Reflexion: Der Autor reflektiert das Studienprojekt aus Sicht der eigenen Professionalisierung und zieht Schlüsse für die zukünftige Gestaltung von Texterschließungsverfahren im Lehrberuf.
Schlüsselwörter
Texterschließung, Praktische Philosophie, Begriffsnetz, Textverständnis, Methodenkompetenz, Philosophieunterricht, Lernprogression, Qualitative Inhaltsanalyse, Schüleraktivierung, Didaktik, Reflexionsprozesse, Unterrichtsforschung, Kompetenzorientierung, Interventionsstudie, Begriffliche Struktur.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht den gezielten Einsatz der Methode "Begriffsnetz", um Schülern der siebten Klasse dabei zu helfen, philosophische Texte besser zu erschließen und zu verstehen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Didaktik der Texterschließung, die Förderung von Methodenkompetenz im Praktischen Philosophieunterricht und die empirische Messung von Textverständnisstufen.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, nachzuweisen, ob das Erlernen des Begriffsnetzes die Fähigkeit der Schüler verbessert, komplexe philosophische Inhalte strukturiert zu erfassen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wurde ein empirischer Ansatz mit Prä- und Posttests gewählt, ergänzt durch eine qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring zur Auswertung der Schülerarbeiten.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil deckt den theoretischen Hintergrund zur Textrezeption, das Forschungsdesign, die Durchführung der Intervention und die detaillierte Auswertung der Ergebnisse ab.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Schlagworte sind Begriffsnetz, Textverständnis, Texterschließung, Praktische Philosophie und Methodenkompetenz.
Wie wurde das Textverständnis konkret gemessen?
Es wurde eine eigens entwickelte Bewertungsmatrize genutzt, die philosophische Kriterien wie Argumentation und begriffliche Struktur in vier (bzw. fünf) Stufen des Textverständnisses einordnet.
Welche Rolle spielt der Kernlehrplan NRW?
Der Kernlehrplan bildet die Grundlage für die Forderung nach Methodenkompetenz und dient als Legitimation für das Einüben von Texterschließungsverfahren bereits in der Unterstufe.
Warum wurde das Begriffsnetz als Methode ausgewählt?
Die Wahl fiel auf das Begriffsnetz, da es durch seine visuelle Komponente sehr gut für unterschiedliche Lerntypen und DaZ-Lerner geeignet ist, um komplexe Zusammenhänge analytisch abzubilden.
Welche Schlussfolgerung zieht der Autor für seinen zukünftigen Lehrberuf?
Der Autor sieht in der Methodenvermittlung eine Schlüsselkompetenz und plant, in zukünftigen Unterrichtseinheiten noch kleinschrittiger und schülerorientierter mit verschiedenen Texterschließungsmethoden zu arbeiten.
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- Anonym (Author), 2018, Texterschließungsverfahren im Praktischen Philosophieunterricht in der Klasse 7 Gymnasium. Fördert die Methode des Begriffsnetzes das Verständnis von philosophischen Texten?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1032990