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Reproduktionsarbeit in der (Corona-)Krise. Lohn für Hausarbeit oder Care Revolution?

Zwei marxistisch-feministische Lösungsansätze

Title: Reproduktionsarbeit in der (Corona-)Krise. Lohn für Hausarbeit  oder Care Revolution?

Term Paper , 2021 , 15 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anonym (Author)

Sociology - Work, Education, Organisation

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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit stellt die beiden marxistisch-feministischen Ansätze Winkers und Federicis gegenüber. Sie macht deutlich, dass die Corona-Krise die von den Autorinnen bereits vor der Pandemie beschriebenen Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern verschärft. Daher sollen die Lösungsansätze "Lohn für Hausarbeit" und "Care Revolution" auf die im Corona-Lockdown verschärfte Krise der Hausarbeit angewendet werden.

Die Corona-Krise wirft einige Herausforderungen auf. Kita- und Schulschließungen verlagern beispielsweise die Kinderbetreuung ganzheitlich zurück in die häusliche Sphäre, was vor allem Mütter trifft. Bereits in den 70er Jahren berichtet die marxistisch-feministische Autorin Silvia Federici von der Ungerechtigkeit, dass Frauen erwartungsgemäß unvergütete Hausarbeit übernehmen, während der Mann Lohnarbeit verrichtet. Sie fordert als Ausgleich dieser Ungleichheit einen "Lohn für Hausarbeit".

Gabriele Winker greift die selbe Problematik im 21ten Jahrhundert auf. Mittlerweile wird auch die weibliche Arbeitskraft auf dem Markt verkauft. Haus- und Sorgearbeit wird von Frauen nebenbei erledigt. Die daraus resultierende Doppelbelastung aus Erwerbs- und Reproduktionsarbeit soll durch eine "Care-Revolution" überwunden werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Reproduktionsarbeit in der Krise

2.1 Die Bedeutung von Reproduktionsarbeit im Kapitalismus

2.2 Die gesellschaftliche Abwertung der Reproduktionsarbeit

2.3 Die Krise sozialer Reproduktion

3. Zwei feministische Lösungsansätze

3.1 Lohn für Hausarbeit

3.2 Care-Revolution

4. Relevanz der Lösungsansätze während der Coronakrise

4.1 Entlohnte Hausarbeit zur Entlastung der Homeoffice-Situation

4.2 Care Revolution in der Pandemie

5. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die strukturelle Bedeutung von unbezahlter Reproduktionsarbeit im Kapitalismus sowie deren gesellschaftliche Abwertung, insbesondere vor dem Hintergrund der durch die Coronakrise verschärften Doppelbelastung von Frauen. Das primäre Ziel ist es, die marxistisch-feministischen Lösungsansätze von Silvia Federici („Lohn für Hausarbeit“) und Gabriele Winker („Care-Revolution“) einander gegenüberzustellen und deren Relevanz für die aktuelle Pandemiesituation zu bewerten.

  • Strukturelle Verflechtung von Produktion und Reproduktion im Kapitalismus
  • Analyse der Krisen sozialer Reproduktion im Neoliberalismus
  • Gegenüberstellung der Konzepte „Lohn für Hausarbeit“ und „Care-Revolution“
  • Auswirkungen des Corona-Lockdowns auf die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung
  • Politische Möglichkeiten zur Aufwertung von Sorgearbeit

Auszug aus dem Buch

2.1 Die Bedeutung von Reproduktionsarbeit im Kapitalismus

Silvia Federici und Gabriele Winker stützen sich in ihren Werken auf die Wirtschaftstheorie von Karl Marx. Nach diesem erfolgt wirtschaftliches Wachstum durch Akkumulation (lat. accumulare „anhäufen“) von Kapital. Der im Betrieb erwirtschaftete Mehrwert der Ware, die Differenz aus Produktionskosten und Verkaufspreis, wird in die erneute Produktion investiert, was den Umsatz steigert. Das Kapital kann so kontinuierlich angehäuft werden (Artus u. a. 2014, 145–46).

Zu Marx‘ Zeit blieb kaum Zeit für Reproduktionsarbeit, da sowohl Frauen als auch Kinder in der Fabrik arbeiten mussten. Federici argumentiert, dass der Wandel von der Leicht- zur Schwerindustrie eine intensivere Reproduktionsarbeit nötig machte. Denn schwere körperliche Arbeit in der Kohle- und Stahlindustrie erfordert ausgeruhte Arbeiter. Produktivität ist nun wichtiger als bloße Arbeitszeit. Zugleich ermöglichen Lohnsteigerungen und soziale Gesetzgebungen eine Senkung der Zahl weiblicher Beschäftigter, die sich nun der Haus- und Sorgearbeit widmen können (Federici 2020, 29–32). Ab diesem Zeitpunkt beschreibt die Italienerin die Hausarbeit als die „tragenden Säulen der kapitalistischen Produktion“. Die Frauen müssen nämlich sicherstellen, dass der Lohnverdiener erholt genug ist, um produktiv arbeiten zu können. Kochen, Putzen, Einkaufen und sogar Sexualität treibt den Akkumulationsprozess des Kapitals also indirekt voran.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Doppelbelastung von Frauen im Kontext der Coronakrise ein und stellt die theoretischen Ansätze von Federici und Winker zur Debatte.

2. Reproduktionsarbeit in der Krise: Dieses Kapitel definiert Reproduktionsarbeit und untersucht ihre Rolle im kapitalistischen System sowie die Entstehung der Krise sozialer Reproduktion durch neoliberale Entwicklungen.

3. Zwei feministische Lösungsansätze: Das Kapitel vergleicht die Konzepte „Lohn für Hausarbeit“ von Silvia Federici und die „Care-Revolution“ von Gabriele Winker als Strategien zur gesellschaftlichen Aufwertung von Sorgearbeit.

4. Relevanz der Lösungsansätze während der Coronakrise: Hier wird diskutiert, wie die beiden Lösungsansätze konkret zur Entlastung in der pandemiebedingten Homeoffice-Situation beitragen können.

5. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Relevanz der vorgestellten Ansätze zusammen und betont die Notwendigkeit, das Thema der Doppelbelastung auch über die Pandemie hinaus weiter zu verfolgen.

Schlüsselwörter

Reproduktionsarbeit, Kapitalismus, Care-Revolution, Lohn für Hausarbeit, Coronakrise, Doppelbelastung, Silvia Federici, Gabriele Winker, Geschlechterrollen, Arbeitskraftmanagerin, soziale Reproduktion, Care-Sektor, Erwerbsarbeit, Neoliberalismus, Akkumulationsprozess.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit analysiert die unbezahlte Haus- und Sorgearbeit im Kapitalismus und diskutiert Ansätze zu deren Anerkennung, besonders unter den erschwerten Bedingungen der Covid-19-Pandemie.

Welche Themenfelder stehen dabei im Mittelpunkt?

Zentrale Themen sind die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung, der Zusammenhang zwischen Profitmaximierung und Reproduktion sowie die politische Aufwertung von Sorgearbeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Konzepte von Silvia Federici und Gabriele Winker vorzustellen und deren Wirksamkeit bei der Bewältigung der aktuellen „Krise sozialer Reproduktion“ zu prüfen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse marxistisch-feministischer Schriften, die mit aktuellen empirischen Befunden zur Situation in der Coronakrise verknüpft werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Reproduktionsarbeit, die Vorstellung der beiden Lösungsansätze und deren Anwendung auf die Herausforderungen der Pandemie.

Welche Begriffe charakterisieren diese Arbeit am besten?

Zu den prägenden Begriffen gehören Reproduktionsarbeit, Care-Revolution, Lohn für Hausarbeit und die ökonomische Doppelbelastung der Frau.

Warum spielt die Coronakrise eine so zentrale Rolle für die Argumentation?

Die Krise fungiert als Katalysator, da sie die unsichtbare Reproduktionsarbeit durch die Schließung von Kitas und Schulen in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt und die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern verschärft hat.

Wie unterscheidet sich der Ansatz der Care-Revolution von der Forderung nach Lohn für Hausarbeit?

Während Federici vor allem auf eine direkte finanzielle Anerkennung und symbolische Aufwertung der Arbeit zielt, fokussiert Winker auf eine umfassende politische Umgestaltung hin zu einer „Sorgeökonomie“ mit existenzielle Absicherung und ausgebauten öffentlichen Diensten.

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Details

Title
Reproduktionsarbeit in der (Corona-)Krise. Lohn für Hausarbeit oder Care Revolution?
Subtitle
Zwei marxistisch-feministische Lösungsansätze
College
LMU Munich  (Institut für Soziologie)
Course
Theorie der Arbeit
Grade
1,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2021
Pages
15
Catalog Number
V1025834
ISBN (eBook)
9783346425553
ISBN (Book)
9783346425560
Language
German
Tags
Arbeit Reproduktionsarbeit Feminismus Frauen Männer Krise Corona Corona-Krise Doppelbelastung Federici Winker Marxismus marxistisch-feministisch
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2021, Reproduktionsarbeit in der (Corona-)Krise. Lohn für Hausarbeit oder Care Revolution?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1025834
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