Die geplante Forschungsarbeit konzentriert sich auf das Thema Islam und Identität sowie die Auswirkungen des Lebens bezugnehmend auf die Identitätsbildung von Muslimen in Großbritannien sowie deren Erfahrungen mit Rassismus und Ausgrenzung. Das Thema ist für mich von Interesse, weil ich selbst Muslimin bin und am Ende meines Bachelorstudiums ein Auslandssemester in England absolviert habe. In dieser Zeit konnte ich Personen kennenlernen, die sich mit dem gesellschaftlichen Defizit identifiziert haben. Eine weltweite Diskriminierung von Muslimen sowie die mittelbare Diskriminierung von Menschen die dem Islam zugehören, ist in der heutigen Zeit stärker verbreitet denn je.
Die starke Verbreitung dieses Radikalismus könnte durch die Wahl von Donald Trump oder auch durch den im Jahr 2018 beschlossenen Brexit verstärkt worden sein. Der offizielle Ursprung des aufgezeigten gesellschaftlichen Zustandes ist jedoch auf 9/11, die Terroranschläge in den USA am 11. September 2001, zurückzuführen. Genannte Ereignisse sind für mich Gründe, dieses Thema zu behandeln, da sich die radikale Gruppierung von Muslimfeindlichkeit mittlerweile in die Mehrheitsmeinung geschlichen hat. In Großbritannien tut sich vor allem die rechts-extreme "English Defence League" mit islamfeindlichen Internet-Kampagnen hervor.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Forschungsproblem und Forschungsgegenstand
3. Forschungsthema
4. Aktueller Stand der Forschung
5. Methode und Arbeitsplan
5.1 Methode
5.2 Vorläufige Gliederung
5.3 Arbeits- und Zeitplan
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Forschungsarbeit ist die Untersuchung der Islamfeindlichkeit im Alltag muslimischer Frauen in Großbritannien sowie deren Auswirkungen auf die individuelle Identitätsbildung. Die Arbeit verfolgt das Ziel, durch eine interpretative Herangehensweise die subjektiven Erfahrungen und die Bedeutung von Diskriminierungserfahrungen für die betroffenen Frauen im heutigen britischen Kontext zu verstehen.
- Identitätsbildung von muslimischen Frauen im Kontext des Multikulturalismus.
- Einfluss gesellschaftlicher Ausgrenzung und Islamfeindlichkeit auf den Alltag.
- Die Rolle der Gemeinschaft (Community) und familiärer Prägungen.
- Verwendung qualitativer Methoden wie halbstrukturierte Interviews und Online-Daten.
Auszug aus dem Buch
2. Forschungsproblem und Forschungsgegenstand
Die geplante Forschungsarbeit konzentriert sich auf das Thema Islam und Identität sowie die Auswirkungen des Lebens bezugnehmend auf die Identitätsbildung von Muslimen in Großbritannien sowie deren Erfahrungen mit Rassismus und Ausgrenzung. Das Thema ist für mich von Interesse, weil ich selbst Muslimin bin und am Ende meines Bachelorstudiums ein Auslandssemester in England absolviert habe. In dieser Zeit konnte ich Personen kennenlernen, die sich mit dem gesellschaftlichen Defizit identifiziert haben. Eine weltweite Diskriminierung von Muslimen sowie die mittelbare Diskriminierung von Menschen die dem Islam zugehören, ist in der heutigen Zeit stärker verbreitet denn je. Die starke Verbreitung dieses Radikalismus könnte durch die Wahl von Donald Trump oder auch durch den im Jahr 2018 beschlossenen Brexit verstärkt worden sein. Der offizielle Ursprung des aufgezeigten gesellschaftlichen Zustandes ist jedoch auf 9/11, die Terroranschläge in den USA am 11. September 2001, zurückzuführen. Genannte Ereignisse sind für mich Gründe, dieses Thema zu behandeln, da sich die radikale Gruppierung von Muslimfeindlichkeit mittlerweile in die Mehrheitsmeinung geschlichen hat. In Großbritannien tut sich vor allem die rechts-extreme "English Defence League" mit islamfeindlichen Internet-Kampagnen hervor.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Vorstellung des Forschungsvorhabens im Kontext der universitären Vorlesung und Definition der Zielsetzung sowie der Relevanz des Themas.
2. Forschungsproblem und Forschungsgegenstand: Darstellung der persönlichen Motivation und des gesellschaftlichen Kontextes, in dem muslimische Frauen in Großbritannien Diskriminierung und Islamfeindlichkeit erfahren.
3. Forschungsthema: Präzisierung der Hauptforschungsfrage bezüglich der Betroffenheit von Islamfeindlichkeit im Alltag und der Identitätsbildung muslimischer Frauen.
4. Aktueller Stand der Forschung: Überblick über die existierende Literatur zu Identität, Menschenrechten und Gemeinschaft sowie deren Einordnung in den theoretischen Diskurs.
5. Methode und Arbeitsplan: Beschreibung des interpretativen Forschungsansatzes unter Einbeziehung von Konstruktivismus und halbstrukturierten Interviews sowie Detaillierung des zeitlichen Ablaufs.
6. Fazit: Zusammenfassende Einschätzung der gewählten Methodik und Erwartungshaltung hinsichtlich der Gewinnung neuer Erkenntnisse über die Lebensrealitäten britischer Musliminnen.
Schlüsselwörter
Islam, Identität, Großbritannien, muslimische Frauen, Islamfeindlichkeit, Diskriminierung, Multikulturalismus, qualitative Sozialforschung, Konstruktivismus, halbstrukturierte Interviews, Alltagserfahrungen, soziale Identität, Gemeinschaft, Integration, Gesellschaft.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Forschungsarbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Identitätsbildung von muslimischen Frauen in Großbritannien vor dem Hintergrund zunehmender Islamfeindlichkeit und gesellschaftlicher Ausgrenzung.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Arbeit behandelt Identitätskonzepte, das Zusammenleben verschiedener Kulturen im britischen Kontext, Diskriminierungserfahrungen sowie die Dynamik von Gemeinschaft und persönlicher Lebensrealität.
Was ist die zentrale Forschungsfrage?
Die zentrale Frage lautet: Wie sind britische Frauen von Islamfeindlichkeit in ihrem alltäglichen Leben in Großbritannien betroffen?
Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?
Es wird eine interpretative Herangehensweise gewählt, die auf qualitativen Daten basiert. Dazu gehören Online-Fragebögen und halbstrukturierte Interviews, die nach der Methode von Mayring ausgewertet werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (Konstruktivismus), die Analyse des Forschungsstands, die empirische Untersuchung mittels Interviews und die Zusammenführung der gewonnenen Erkenntnisse.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit beschreiben?
Wesentliche Begriffe sind Islam, Identität, Großbritannien, Diskriminierung, qualitative Forschung und das Konzept des Multikulturalismus.
Warum ist das 9/11-Ereignis für die Forschung relevant?
Die Autorin sieht darin den offiziellen Ursprung des aktuellen gesellschaftlichen Zustandes und der zugenommenen Muslimfeindlichkeit, die bis heute nachwirkt.
Welche Rolle spielt die Englische Schule in der methodischen Analyse?
Die Englische Schule dient als theoretische Ergänzung zum Konstruktivismus, um zu verstehen, wie Ideen, Werte und Normen das Verhalten der Gesellschaft prägen.
- Quote paper
- Sila-Melek Kocyigit (Author), 2021, Islam und Identität. Die Auswirkungen des Lebens auf die Identitätsbildung von muslimischen Frauen in Großbritannien, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1024026