Ziel der Arbeit ist es, dem Leser die Bedeutung der Verschmelzung und Wichtigkeit beider Disziplinen, der Sozialwissenschaften und der Werbewirtschaft, in Bezug auf den Erfolg des Absatzes näher zu bringen. In einem ersten Schritt soll aufgezeigt werden, wie Einstellungen von Menschen definiert werden, wie sie aus dem Gleichgewicht gebracht werden können und wie sich Einstellungen darauffolgend ändern.
Darauffolgend wird der Begriff Werbung definiert, in einen geschichtlichen Zusammenhang gebracht und zwei Absatzfördernde Werbestrategien vorgestellt. Das Konzept der Bedeutung der Herkunft ist eine Methode das Produkt zu vermarkten. Die
Strategie des Bonus ist eine erweiterte Maßnahme, die Anreize durch Zusatznutzen schaffen.
Aufbauend auf beide Theorie Elemente, wird der Erfolg der Werbung der Eigenmarke ,,Rewe Regional‘‘ des Lebensmitteleinzelhändlers Rewe auf Werbestrategien und Einstellungsänderung analysiert und evaluiert. Anschließend wird ein Fazit gezogen wie entscheidend die Verschmelzung der Elemente für den Absatz ist, sowie ein szenischer Zukunftsausblick.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielstellung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Einstellung
2.1.1 Definition
2.1.2 Theorie der Kognitiven Dissonanz
2.2 Werbung
2.2.1 Entwicklung
2.2.2 Werbestrategien
2.2.2.1 Heritage
2.2.2.2 Bonusprogramme
2.2.2.2.1 Bonusdimensionen
2.2.2.2.2 Oversufficient-Justification-Effekt
3 Analyse der Werbung der Marke ,,Rewe Regional‘‘
3.1 Grundlagen
3.2 Heritage
3.3 Bonusprogramm Payback
3.4 Sozialpsychologische Betrachtung
4 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die psychologischen und betriebswirtschaftlichen Zusammenhänge von Werbung und deren Einfluss auf die Einstellungsänderung von Konsumenten, wobei insbesondere die Wirksamkeit von Herkunftskommunikation und Bonusprogrammen am Beispiel der Eigenmarke "Rewe Regional" analysiert wird.
- Grundlagen der Einstellungsbildung und kognitive Dissonanztheorie
- Entwicklung und Funktionen moderner Werbestrategien
- Die Bedeutung von Heritage-Marketing für die Markenidentität
- Einfluss von Bonusprogrammen und psychologische Effekte (Overjustification)
- Fallanalyse der Werbekampagne von "Rewe Regional"
Auszug aus dem Buch
2.1.2 Theorie der Kognitiven Dissonanz
Der Mensch strebt ein stabiles und positives Selbstkonzept aufrechtzuerhalten. Festinger beschreibt den Idealzustand als innere Konsistenz zwischen dem Glauben und Wissen eines Menschen und seinem Verhalten. Die Evaluierung findet durch Kognitionen statt. Kognitionen werden als das Wissen und die Gedanken einer Person über sich selbst und seine Umwelt definiert. Gedanken über sein Verhalten, äußern sich ebenfalls als Kognitionen.
Kann die Konsistenz nicht aufrechterhalten werden, empfindet die Personen ein Unbehagen, einen unangenehmen psychischen Spannungszustand. Fachsprachlich wird von einer Inkonsistenz oder auch einer Dissonanz gesprochen, was vergleichbar mit einer Frustration oder das Gefühl eines Ungleichgewichts ist. Dies passiert, wenn zwei kognitive Elemente, die in einem relevanten Zusammenhang stehen, nicht miteinander korrespondieren. Die Bewertung ist dabei individuell und steht in Abhängigkeit von dem gelernten einer Person und seinen Werten, was als angemessen angenommen wird.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problemstellung des Käufermarktes ein und definiert die Zielsetzung, die Bedeutung von Sozialwissenschaften und Werbewirtschaft zu verknüpfen.
2 Theoretische Grundlagen: Hier werden die sozialpsychologischen Konzepte der Einstellungsbildung, der kognitiven Dissonanz sowie die betriebswirtschaftlichen Grundlagen der Werbung und spezifische Strategien erläutert.
3 Analyse der Werbung der Marke ,,Rewe Regional‘‘: Das Kapitel wendet die theoretischen Erkenntnisse auf das Praxisbeispiel der Eigenmarke von Rewe an, unterteilt in die Aspekte Heritage und Bonusprogramme.
4 Fazit: Das Fazit fasst die wachsende Bedeutung gezielter Werbestrategien in Zeiten der Informationsüberflutung zusammen und gibt einen Ausblick auf die Zukunft der personalisierten Werbung.
Schlüsselwörter
Werbung, Einstellungsänderung, Kognitive Dissonanz, Rewe Regional, Heritage, Bonusprogramme, Kundenbindung, Konsumentenverhalten, Marketingstrategie, Sozialpsychologie, Markenidentität, Kaufverhalten, Absatzförderung, Regionalität, Unternehmenskommunikation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert, wie Unternehmen durch gezielte Werbemaßnahmen die Einstellungen von Konsumenten beeinflussen können, um den Absatz zu steigern.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Verknüpfung von sozialpsychologischen Theorien mit betriebswirtschaftlichen Werbestrategien, insbesondere im Lebensmitteleinzelhandel.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es aufzuzeigen, wie psychologische Konzepte bei der Gestaltung von Werbekonzepten helfen können, um Produkte erfolgreich im Käufermarkt zu positionieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie der praktischen Analyse und Evaluation der "Rewe Regional"-Kampagne.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen zur Einstellung und Werbung sowie die detaillierte Analyse der Marke "Rewe Regional" hinsichtlich Herkunft (Heritage) und Bonus-Kooperationen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Einstellungsänderung, kognitive Dissonanz, Heritage-Marketing, Bonusprogramme und Kundenbindung.
Warum ist das "Heritage"-Konzept für Rewe so wichtig?
Es dient als Alleinstellungsmerkmal, um sich durch die Herkunft der Lebensmittel und die Geschichte der Erzeuger vom Wettbewerb abzugrenzen.
Welche Rolle spielt das Bonusprogramm "Payback" bei der Einstellungsänderung?
Es dient eher der kurzfristigen Kaufanreizung; für eine nachhaltige Einstellungsänderung sind laut Arbeit eher internale Ursachenzuschreibungen notwendig.
Was besagt der "Oversufficient-Justification-Effekt" in diesem Kontext?
Er beschreibt, dass die Motivation für den Kauf sinken kann, wenn ein Bonus wegfällt, da der Bonus nur eine externe Begründung für das Verhalten darstellt.
- Quote paper
- Jule Prescher (Author), 2020, Einstellungsänderung durch Werbung. Grundlagen, Theorie der Kognitiven Dissonanz und Oversufficient-Justification-Effekt, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1023872