Diese Arbeit untersucht, welche gesundheitlichen Folgen der Konsum von Heroin bei Jugendlichen in Deutschland hat. Zudem sucht sie Ansätze und Methoden, mit welchen diesen Jugendlichen durch SozialarbeiterInnen geholfen werden kann, der Sucht zu entkommen. In "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo", eine wahre Geschichte von Christiane F., wird Drogenabhängigkeit im Jugendalter eingehend thematisiert.
Diese hatte bereits mit 14 Jahren Kontakt mit dem Rauschgift Heroin und ist bis heute, 35 Jahre später, immer noch abhängig. Doch Christiane Felscherinow ist nur eines von zahlreichen Beispielen heroinabhängiger Jugendlicher in Deutschland. In der Zeit zwischen dem 13. und 19. Lebensjahr findet die Pubertät der Jugendlichen statt. Damit können jedoch viele Probleme verbunden sein, da es in dieser speziellen Entwicklungsstufe oftmals zu Streitigkeiten mit den Erziehungsberechtigten oder lehrenden Personen kommt.
Hier steht in der Hierarchie der Interessen Jugendlicher meist der Freundeskreis an erster Stelle. Zusätzlich ist dies das Alter, indem die jungen Erwachsenen den Reiz verspüren, unbekanntes Terrain zu betreten und Dinge auszuprobieren. Jedoch ist Heroin mit einem extrem hohen Suchtfaktor gezeichnet, was dazu führen kann, dass die Konsumenten bereits nach der ersten Einnahme ein Verlangen nach dem Rauschgift verspüren.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Das Rauschgift Heroin
3. Gesundheitliche Schäden
3.1 Physische Beeinträchtigungen
3.2 Psychische Beeinträchtigungen
4. Suchtbehandlungsmethoden der Sozialen Arbeit
4.1 Medikamentenfreie Behandlung
4.2 Medikamentöse Behandlung
4.2.1 Entgiftung
4.2.2 Substitutionsbehandlung
4.2.3 Die Heroingestützte Behandlung Opiatabhängiger
4.3 Methoden der Sozialen Arbeit
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Studienarbeit untersucht die gesundheitlichen Folgen von Heroinkonsum bei Jugendlichen in Deutschland und analysiert verschiedene Ansätze der Sozialen Arbeit, um den Betroffenen bei der Bewältigung ihrer Sucht zu helfen.
- Physische Auswirkungen des Heroinkonsums auf den jugendlichen Organismus
- Psychische Beeinträchtigungen und langfristige Folgen der Abhängigkeit
- Methoden der medikamentenfreien und medikamentösen Suchtbehandlung
- Rolle der Sozialen Arbeit bei der psychosozialen Unterstützung und Rückfallintervention
- Bedeutung von Präventionsmaßnahmen und niedrigschwelligen Angeboten wie Fixerstuben
Auszug aus dem Buch
Physische Beeinträchtigungen
Bei dem Konsum von Heroin sind die somatischen Folgen schwerwiegend. Vor allem beim Injizieren der Droge können durch unsteriles Spritzenbesteck chronische Krankheiten, wie das Humane Immundefizienz Virus (HIV) und das erworbene Immundefektsyndrom (AIDS) auftreten. Nach den Erkenntnissen von FARKE et al. (2003, S. 52-64) hingegen, treten nur Hepatitis A, B, C, D, E und G als Infektionskrankheiten auf. Dies wird in der Regel im Alter von 15 bis 29 Jahren übertragen und ist ebenfalls eine Gefahr für den Verbraucher. Eine weitere Krankheit durch einen Infekt ist die Tuberkulose, wobei die Ansteckungsgefahr bei bereits HIV-Infizierten hierbei um ein vielfaches höher ist.
Auch Hauterkrankungen, sogenannte Dermatosen, können bei Konsumenten auftreten. Vor allem Spritzabszesse und Venenentzündungen in den Einstichbereichen kommen dann zum Vorschein, aber auch Kratz- und Brandwunden zeichnen sich auf der Haut wieder. Folglich kommt es bis zu den Symptomen einer Neurodermitis.
Opiate sind stark atemdepressiv. Das bedeutet, dass es während des Rausches zu starker Atemnot kommen kann, auch Asthma- Erkrankungen sind gerade bei Verbrauchern die das Heroin rauchen oder inhalieren, vorzufinden. Das Herz wird durch den Gebrauch des Rauschmittels stark belastet, Blutdruckschwankungen lassen es aus seinem monotonen Takt kommen und bewirken Herzklappenentzündungen, die sogenannte Endokarditis. Die Abhängigen leiden oft an Verstopfung und Übelkeit, was speziell bei Erstkonsumenten auftritt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Problematik des Heroinkonsums bei Jugendlichen anhand des Beispiels Christiane F. und führt in die Relevanz der Drogenaffinitätsstudie ein.
2. Das Rauschgift Heroin: Dieses Kapitel beschreibt die Geschichte des Schlafmohns, die historische Verwendung von Heroin sowie die modernen Konsumformen und das Suchtpotenzial der Droge.
3. Gesundheitliche Schäden: Hier werden die schwerwiegenden somatischen und psychischen Folgen des Konsums für den wachsenden Organismus detailliert dargelegt.
4. Suchtbehandlungsmethoden der Sozialen Arbeit: Das Kapitel vergleicht verschiedene Therapieansätze wie Entgiftung und Substitution und erläutert die spezifischen Unterstützungsaufgaben der Sozialarbeiter.
5. Fazit: Das Fazit fasst die gesundheitlichen Risiken zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit von präventiven Maßnahmen und psychologischem Beistand.
Schlüsselwörter
Heroin, Jugendliche, Suchtbehandlung, Soziale Arbeit, Drogenkonsum, Suchtprävention, Substitution, Entgiftung, Gesundheitsschäden, psychosoziale Begleitung, Opiatabhängigkeit, Rückfallintervention, Fixerstuben, Abhängigkeitspotenzial, Pubertät
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den gesundheitlichen Auswirkungen von Heroinkonsum bei Jugendlichen in Deutschland sowie den Möglichkeiten der Sozialen Arbeit, diesen Menschen bei der Entwöhnung zu helfen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die körperlichen und psychischen Langzeitfolgen des Heroingebrauchs, verschiedene medizinische und sozialpädagogische Behandlungsansätze sowie die Bedeutung der Prävention.
Welches Ziel verfolgt die Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie schwerwiegend die gesundheitlichen Folgen für Jugendliche sind und welche therapeutischen und beratenden Strategien Sozialarbeiter einsetzen können, um den Ausstieg aus der Sucht zu begleiten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse wissenschaftlicher Fachquellen, medizinischer Erkenntnisse und empirischer Drogenstudien.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Rauschgifts Heroin, die Analyse der physischen und psychischen Schäden sowie eine detaillierte Erörterung von Behandlungsmethoden wie der medikamentenfreien Therapie, Substitution und der heroingestützten Behandlung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Heroinabhängigkeit, Jugendliche, Soziale Arbeit, Suchtprävention und Therapieformen geprägt.
Warum ist die Soziale Arbeit bei der Therapie so wichtig?
Sozialarbeiter leisten nicht nur psychosozialen Beistand, sondern unterstützen die Jugendlichen bei der Stabilisierung ihrer Lebensverhältnisse, der Tagesstrukturierung und der Perspektiventwicklung, was die Erfolgsquote von Therapien deutlich erhöht.
Welchen Stellenwert nimmt die Prävention ein?
Die Prävention wird als essenziell erachtet, um durch Suchtseminare und Aufklärung in Schulen oder Jugendhäusern bereits im Vorfeld eine Abhängigkeit zu verhindern.
- Quote paper
- Laura Schäfer (Author), 2014, Konsum von Heroin bei Jugendlichen in Deutschland. Suchtbehandlungsmethoden der Sozialen Arbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1023861