Die Frage, die gestellt wird, ist, inwiefern die Vollkostenrechnung als Informationsmedium als Entscheidungsgrundlage herangezogen wird.
Die Arbeit soll in sechs Kapitel aufgeteilt sein, von denen sich die ersten beiden mit der Problemstellung und den theoretischen Grundlagen befassen. Im dritten Kapitel wird ausführlich auf die Vollkostenrechnung eingegangen. Im vierten Kapitel werden die Kritikpunkte der Vollkostenrechnung erläutert und im darauffolgendem Kapitel werden mögliche Gegenmaßnahmen besprochen. Das letzte Kapitel fasst alles zusammen.
Relevante Informationen bilden die Basis für unternehmerische Entscheidungen, die gefällt werden. In einem Unternehmen liegen deshalb verschiedene Informationsbedarfe vor, die gedeckt werden müssen. Es gibt interne und externe Informationsbedarfe. Einer davon ist das Rechnungswesen, welche eine unternehmensinterne Informationsfunktion hat, aber neben dieser auch anderen Funktionen aufweist. Aus dieser Quelle können beispielsweise Informationen für die Kostenrechnung herangezogen werden. Ein System der Kostenrechnung stellt die Vollkostenrechnung (kurz VKR) dar. Die VKR spielt im Unternehmen eine wichtige und zentrale Rolle. Das Rechnungswesen eines Unternehmens gliedert sich im Allgemeinen in zwei Rechnungskreise, die Finanzbuchhaltung und die Kosten- und Leistungsrechnung. Für die Finanzbuchhaltung, die auch als externes Rechnungswesen bezeichnet wird, gelten viele gesetzliche Vorschriften wie z.B. Form und Aufbewahrungsfristen (HGB) oder wie z.B. Warenbestände zu bewerten sind (Steuerrecht). Dies geschieht vor allem im Hinblick auf den in Deutschland üblichen Gläubigerschutz.
Die Kosten- und Leistungsrechnung (kurz KLR), die auch internes Rechnungswesen genannt wird, ist im Gegensatz dazu formfrei und kein gesetzlicher Bestandteil, für Betriebe aber dennoch unerlässlich, z.B. zur Kontrolle der Kosten und Leistungen, zur Analyse der Situation des Unternehmens und als Hilfsmittel des Controllings. Zudem wird sie als Kontrollinstrument für den Erreichungsgrad der Unternehmensziele verwendet.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Grober Aufbau der Hausarbeit
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Kosten
2.2 Internes und externes Rechnungswesen
2.3 Prinzipien der Kostenerfassung und -verrechnung
2.4 Systeme der Kosten- und Leistungsrechnung
2.4.1 Ist-Kostenrechnung, Normalkostenrechnung und Plankostenrechnung
2.4.2 Der Begriff Vollkostenrechnung und Teilkostenrechnung
3 Unterteilung der Vollkostenrechnung
3.1 Kostenartenrechnung
3.2 Kostenstellenrechnung
3.3 Kostenträgerrechnung
4 Kritik und Notwendigkeit von der Vollkostenrechnung
5 Mögliche Gegenmaßnahmen
6 Zusammenfassung/Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle der Vollkostenrechnung als Informationsmedium für unternehmerische Entscheidungen. Dabei wird analysiert, inwieweit dieses Instrument trotz seiner methodischen Grenzen als zuverlässige Entscheidungsgrundlage im Unternehmen dienen kann.
- Grundlagen der Kosten- und Leistungsrechnung
- Struktur der Vollkostenrechnung (Kostenarten-, Kostenstellen- und Kostenträgerrechnung)
- Kritische Analyse der Aussagegrenzen der Vollkostenrechnung
- Optimierungsmöglichkeiten und Gegenmaßnahmen bei Kostenabweichungen
- Einsatzmöglichkeiten im Kontext der Preispolitik
Auszug aus dem Buch
3.2 Kostenstellenrechnung
In der Kostenstellenrechnung wird sich die Frage gestellt, wo die Kosten anfallen? Für die Beantwortung der Frage werden nur die Gemeinkosten herangezogen, die Einzelkosten werden nur als Informationsplattform genutzt, rechentechnisch haben sie keine Relevanz. In der nächsten Abbildung werden die Schritte der KSR graphisch dargestellt.
Jede Kostenstelle erstellt Leistungen, die Kosten verursachen. Die KSR bildet in erster Linie ein Austausch der Leistungen zwischen den Kostenstellen ab. Sie ist ein wichtiges Bindeglied zwischen der KAR und KTR, da sie die sekundären Kosten für innenbetriebliche Leistungen ermittelt, die im Unternehmen von anderen Kostenstellen empfangen werden und genutzt werden. (Reim,2020, S.21) Der Rechnungszweck der KSR ist in erster Linie die Dokumentation, Planung und Kontrolle der Wirtschaftlichkeit in Kostenstellen. Neben diesen Zweck erfüllt die KSR die Steigerung von Kostenbewusstsein, die Verrechnung oder Umlagerung der GK auf die Kostenträger und zuletzt die Bewertung von selbst erstellten materiellen und immateriellen Leistungen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein, beschreibt die Problemstellung hinsichtlich des Informationsbedarfs in Unternehmen und skizziert den Aufbau der Arbeit.
2 Theoretische Grundlagen: Hier werden die zentralen Begrifflichkeiten wie Kosten, der Unterschied zwischen internem und externem Rechnungswesen sowie die verschiedenen Systeme der Kosten- und Leistungsrechnung definiert.
3 Unterteilung der Vollkostenrechnung: Das Kapitel erläutert die drei wesentlichen Säulen der Vollkostenrechnung: die Kostenarten-, Kostenstellen- und Kostenträgerrechnung.
4 Kritik und Notwendigkeit von der Vollkostenrechnung: Hier werden die methodischen Einschränkungen und Risiken der Vollkostenrechnung thematisiert sowie deren fortdauernde Relevanz für die langfristige Kostenkontrolle dargelegt.
5 Mögliche Gegenmaßnahmen: In diesem Kapitel werden Ansätze wie die Anpassung von Zuschlagssätzen oder die detaillierte Erfassung von Sondereinzelkosten diskutiert, um die Genauigkeit der Kostenrechnung zu erhöhen.
6 Zusammenfassung/Fazit: Das Fazit resümiert, dass die Vollkostenrechnung alleine nicht als Entscheidungsmedium ausreicht, sondern in Kombination mit anderen Quellen genutzt werden muss.
Schlüsselwörter
Vollkostenrechnung, Kosten- und Leistungsrechnung, Kostenartenrechnung, Kostenstellenrechnung, Kostenträgerrechnung, Gemeinkosten, Einzelkosten, Kalkulation, Zuschlagssatz, Preispolitik, Unternehmenskontrolle, Kostenabweichung, Deckungsbeitragsrechnung, Betriebsergebnis, Informationsmedium.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Systematik, Funktionsweise und die kritischen Grenzen der Vollkostenrechnung als Instrument des betrieblichen Rechnungswesens.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die Unterteilung in Kostenarten-, Kostenstellen- und Kostenträgerrechnung sowie die Analyse der Aussagegrenzen für Entscheidungsprozesse.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es zu klären, inwiefern die Vollkostenrechnung als verlässliche Informationsgrundlage für unternehmerische Entscheidungen herangezogen werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der systematischen theoretischen Einordnung sowie kritischen Bewertung bestehender Konzepte der Kostenrechnung.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Basis, die detaillierte Beschreibung der drei Stufen der Vollkostenrechnung sowie die kritische Reflexion und Maßnahmen zur Optimierung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Vollkostenrechnung, Gemeinkostenmanagement, Kalkulation, Kostenkontrolle und betriebswirtschaftliche Entscheidungsfindung charakterisiert.
Warum sind die Grenzen der Vollkostenrechnung so wichtig?
Die Kenntnis der Grenzen ist essentiell, um Fehlentscheidungen zu vermeiden, da die Vollkostenrechnung etwa keine direkte Information über kurzfristige Preisuntergrenzen liefert.
Wie kann man die Genauigkeit der Vollkostenrechnung verbessern?
Optimierungsmöglichkeiten liegen beispielsweise in der Anpassung von Zuschlagssätzen an den Beschäftigungsgrad oder der zusätzlichen Erfassung von Sondereinzelkosten.
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- Anonym (Author), 2021, Bestandteile, Funktionsweise und Grenzen einer Vollkostenrechnung im Unternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1023685