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Die Relevanz der Post-mortem-Fotografie für die Soziologie des Sterbens. Interview mit einem Totenfotograf

Title: Die Relevanz der Post-mortem-Fotografie für die Soziologie des Sterbens. Interview mit einem Totenfotograf

Term Paper (Advanced seminar) , 2021 , 17 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Bogdan-Constantin Cristescu (Author)

Sociology - Medicine and Health

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Diese Hausarbeit thematisiert die Relevanz der Post-mortem-Fotografie für die Soziologie des Sterbens. Die meisten schrecken vor der Vorstellung, Tote zu fotografieren, zurück und sprechen dieses sensible Thema ungern an. Dies zeigt auch, wie ein Großteil unserer Gesellschaft noch heutzutage so wenig wie möglich in Kontakt mit dem Tod treten möchte. Der Tod wird noch tabuisiert und bewegt sich innerhalb von starren Glaubensnormen und veralteten Vorstellungen.

Diejenigen, die sich auf Post-Mortem-Fotografie spezialisiert haben, zeigen Verständnis gegenüber dem Tod. Dieses Verständnis wird im späteren Verlauf dieser Arbeit mithilfe eines Interviews mit Martin Kreuels gezeigt. Folglich werden im zweiten Punkt dieser Hausarbeit Tod, Totenfotografie und ihr sozialer Gebrauch näher beschrieben und der aktuelle Forschungsstand wird vorgestellt. Darauf-folgend wird die Grounded Theory Methodology als empirische Methode zur qualitativen Forschung dargestellt und es wird versucht, mithilfe dieser Methode in Zusammenhang mit dem Interview, eine Analyse von Post-Mortem-Fotografie heutzutage zu erstellen. Letztendlich werden die Ergebnisse zusammengetragen und es wird darüber diskutiert, welches Ausmaß Totenfotografie hat, inwiefern die Gesellschaft einen Einfluss darauf hat und welche Entwicklungstendenz sie zeigt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischer Hintergrund und Forschungsstand

3. Untersuchungsdesign: Die Grounded Theory Methodology

3.1 Datenauswertung

4. Untersuchungsergebnisse

5. Fazit

6. Quellenverzeichnis und Anhang

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung der Post-mortem-Fotografie als Instrument der Trauerbewältigung und analysiert die gesellschaftliche Tabuisierung des Todes. Ziel ist es, mithilfe eines Experteninterviews mit dem Totenfotografen Dr. Martin Kreuels aufzuzeigen, inwieweit die Fotografie einen Beitrag zur Auseinandersetzung mit Sterblichkeit leisten kann.

  • Soziologische Perspektiven auf den Tod und Sterbeprozesse
  • Geschichte und Entwicklung der Post-mortem-Fotografie
  • Methodische Anwendung der Grounded Theory in der qualitativen Sozialforschung
  • Die Rolle des Totenfotografen als Begleiter im Trauerprozess
  • Gesellschaftlicher Wandel im Umgang mit Bestattungskultur und Trauerarbeit

Auszug aus dem Buch

3.1 Datenauswertung

Dr. Martin Kreuels arbeitet in Münster als freiberuflicher Biologe und Verstorbenen-, Kranken- und Behindertenfotograf. Fotografieren war schon im Kindesalter ein Traum von ihm. Post-Mortem-Fotografie war lange Zeit ein wichtiger Aspekt seines Lebens. Heute ist es ein Faktor, der nicht mehr im Vordergrund steht. Wie in der Einleitung bereits erwähnt, gehört Dr. Kreuels zu denjenigen, die verstanden haben, dass der Tod genauso zum Leben gehört und nicht vergessen werden sollte.

„Dr. K.: Fotografie ist für mich ein sehr wichtiger Aspekt dahingehend, weil, wie soll ich sagen, Trauerarbeit ist ein Zeitfaktor, der sich nach der Beerdigung anschließt, der unter Umständen auch Jahre andauern kann. Totenfotografie kann, muss nicht, aber kann eine Möglichkeit sein, mit der eigenen Trauer zu arbeiten. […]“

Er beschreibt Fotografie, besonders Totenfotografie, als eine mögliche Methode der Trauerbewältigung. Sowohl für die Angehörigen eines Verstorbenen als auch für sich selbst. Im nächsten Zitat erklärt er auch, was der ausschlaggebende Moment für ihn war, Totenfotografie zu einem wesentlichen Aspekt seines Lebens zu machen. Es war der Tod seiner eigenen Frau.

„Dr. K.: […] Der ausschlaggebende Punkt war, als meine Frau 2009 gestorben ist. Mein damals sechsjähriger Sohn, am Morgen nach dem meine Frau gestorben war, sie ist zu Hause gestorben und mein Sohn kam ins Wohnzimmer wo meine Frau noch aufgebahrt lag, und er mit seiner Kamera, seine Kinderkamera Fotos machte und wieder weggelegt hat.

Das war glaube ich der ausschlaggebende Moment, mich mit der Todesfotografie auseinander zu setzen, weil ich gesehen habe, wie die Kinder anschließend mit den Bildern arbeiten. Ich glaube das war der zündende Punkt.“

Der Verlust seiner Ehefrau und die Handlungen seines Sohnes motivierten Dr. Kreuels dazu, sich auf Post-Mortem-Fotografie zu fokussieren. All dies ist entstanden aus der Ambivalenz und Autonomie der Trauer.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Rolle der Fotografie im Leben und stellt die Post-mortem-Fotografie als Instrument für den würdevollen Umgang mit dem Tod vor.

2. Theoretischer Hintergrund und Forschungsstand: Dieses Kapitel diskutiert die soziologische Vernachlässigung des Todes und bezieht sich auf Durkheim sowie zeitgenössische Theoretiker, um die Tabuisierung des Sterbens zu verdeutlichen.

3. Untersuchungsdesign: Die Grounded Theory Methodology: Hier wird die Wahl der Grounded Theory als methodisches Vorgehen begründet, um qualitative Daten in einen theoretischen Kontext zu setzen.

3.1 Datenauswertung: Dieser Unterpunkt analysiert das Experteninterview mit Dr. Martin Kreuels und dessen persönliche sowie professionelle Beweggründe für die Tätigkeit als Totenfotograf.

4. Untersuchungsergebnisse: Das Kapitel reflektiert die Diskrepanzen zwischen theoretischen Modellen und empirischen Befunden aus den vorangegangenen Kapiteln.

5. Fazit: Das Fazit fasst den Wandel der Bestattungskultur zusammen und betont die wachsende Bedeutung alternativer Trauerwege durch die Fotokunst.

6. Quellenverzeichnis und Anhang: Dieser Abschnitt enthält die wissenschaftlichen Referenzen sowie das vollständige Transkript des Interviews.

Schlüsselwörter

Post-mortem-Fotografie, Totenfotografie, Soziologie des Sterbens, Trauerarbeit, Grounded Theory, Thanatosoziologie, Bestattungskultur, Todesrituale, Qualitative Forschung, Sterbebegleitung, Tabuisierung, Individuelle Trauer, Dr. Martin Kreuels, Soziale Phänomene, Bildkultur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beleuchtet die soziologische Bedeutung der Post-mortem-Fotografie und ihren Nutzen als Mittel zur Trauerbewältigung in einer Gesellschaft, die den Tod weitgehend tabuisiert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Thanatosoziologie, die Theorieentwicklung zum Thema Tod, die Methodik der Grounded Theory sowie die praktische Arbeit eines Totenfotografen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, zu analysieren, welchen Stellenwert die Fotografie Verstorbener im heutigen Trauerprozess einnimmt und wie diese Praxis zur Enttabuisierung des Todes beitragen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf die Grounded Theory Methodology, um durch ein Experteninterview qualitative Daten zu erheben und diese schrittweise zu abstrahieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung des Forschungsstands, die Darstellung des methodischen Vorgehens und die inhaltliche Auswertung eines Interviews mit einem praktizierenden Totenfotografen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Post-mortem-Fotografie, Trauerarbeit, Thanatosoziologie, Grounded Theory und der gesellschaftliche Wandel der Bestattungskultur.

Warum spielt die Kamera eine besondere Rolle für den Fotografen?

Dr. Kreuels betont, dass die Kamera als notwendiges Instrument fungiert, um die nötige professionelle Distanz zwischen dem Fotografen und dem Verstorbenen zu wahren.

Wie verändern sich die Bestattungsriten laut der Arbeit?

Die Arbeit legt dar, dass Rituale zunehmend individualisiert werden und der Fokus sich verstärkt vom reinen Tod hin zum Leben und der persönlichen Erinnerung verschiebt.

Wie steht die Gesellschaft laut Dr. Kreuels aktuell zum Tod?

Er beobachtet zwar eine langsame Öffnung der Menschen gegenüber dem Thema, stellt jedoch fest, dass die grundsätzliche Tendenz der Verdrängung in der Gesellschaft nach wie vor dominiert.

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Details

Title
Die Relevanz der Post-mortem-Fotografie für die Soziologie des Sterbens. Interview mit einem Totenfotograf
College
University of Passau
Grade
1,7
Author
Bogdan-Constantin Cristescu (Author)
Publication Year
2021
Pages
17
Catalog Number
V1021573
ISBN (eBook)
9783346431424
ISBN (Book)
9783346431431
Language
German
Tags
relevanz post-mortem-fotografie soziologie sterbens interview totenfotograf
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bogdan-Constantin Cristescu (Author), 2021, Die Relevanz der Post-mortem-Fotografie für die Soziologie des Sterbens. Interview mit einem Totenfotograf, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1021573
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