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Rechtsextremismus im Jugendalter. Eine Analyse gesellschaftlicher und individueller Ursachen

Title: Rechtsextremismus im Jugendalter. Eine Analyse gesellschaftlicher und individueller Ursachen

Term Paper , 2019 , 15 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Leonore Sprenger (Author)

Sociology - Politics, Majorities, Minorities

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Rechtsextreme Ideologien und die häufig damit verbundenen kulturellen Angebote scheinen noch immer eine attraktive Wirkung auf einen beträchtlichen Teil der Jugendlichen zu haben. Die vorliegende Hausarbeit soll einen fundierten Überblick über den aktuellen Forschungsstand zu den vielschichtigen Ursachen von jugendlichem Rechtsextremismus geben. Es soll untersucht werden, warum manche Jugendlichen sich für die Ausgrenzung und Abwertung von Minderheiten motivieren lassen, während andere hierfür weniger empfänglich scheinen.

Eine Studie der Leipziger Universität zeigt 2016, dass ausländerfeindliche Überzeugungen in Deutschland nicht nur immer noch verbreitet, sondern gerade auch in der Mitte der Bevölkerung zu verzeichnen sind. Insbesondere der Hass auf bestimmte Minderheiten wie Asylsuchende sei gestiegen. Seit Beginn der Flüchtlingskrise im Jahr 2015 ist zudem immer wieder von rechtsextremen Übergriffen auf Geflüchtete berichtet worden. "Das Portal gegen Neonazis" notierte im Jahr 2016 in nur drei Monaten 271 Angriffe auf Unterkünfte für Asylsuchende und 73 tätliche Übergriffe. Statistiken zeigen, dass rechtsextreme Gruppierungen vor allem unter Jugendlichen ihren Nachwuchs ködern.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffsbestimmung

3 Erklärungsansätze rechtsextremer Orientierungen

4 Gesellschaftliche Erklärungsansätze

4.1 Die Individualisierungstheorie nach Beck

4.2 Die Ambivalenz der Moderne nach Wilhelm Heitmeyer

5 Individuelle Erklärungsansätze

5.1 Der autoritäre Charakter nach Adorno

5.2 Die Familie als wichtige Komponente

5.3 Der Einfluss des direkten sozialen Umfeldes

6 Fazit

Zielsetzung und Themenfelder

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die vielschichtigen gesellschaftlichen und individuellen Ursachen zu beleuchten, die dazu führen, dass sich Jugendliche rechtsextremen Ideologien und Gruppierungen zuwenden. Dabei wird untersucht, warum manche junge Menschen für Ausgrenzung und Abwertung von Minderheiten empfänglich sind, während andere dies ablehnen.

  • Gesellschaftlicher Wandel durch Individualisierung und Globalisierung
  • Desintegrationstheorie nach Wilhelm Heitmeyer
  • Autoritäre Persönlichkeitsstrukturen nach Adorno
  • Bedeutung von Erziehungsstilen und Bindungserfahrungen
  • Einfluss des direkten sozialen Umfelds und transgenerationale Transmission

Auszug aus dem Buch

4.2 Die Ambivalenz der Moderne nach Wilhelm Heitmeyer

Heitmeyers Erklärungsansatz zufolge basieren rechtsextreme Orientierungen auf dem sozialen Wandel in der Zeit der Individualisierung und den daraus folgenden Gefühlen von Desintegration. Er sieht die Herausforderung für Jugendliche vor allem in der Ambivalenz der neuen Lebenssituationen. Heitmeyer definiert diese Ambivalenz durch einen „Zuwachs vermehrter Handlungsmöglichkeiten auf der einen Seite und gleichzeitig einsetzende Gefährdungslagen und Risiken durch den Zwang zu einer Bewältigung von immer komplexeren Lebensaufgaben ohne Rückhalt stabiler Vergemeinschaftungsformen“ (Heitmeyer 2011, 19f). Erläutern lässt sich das an vielen Einzelheiten: Die Chancen und Optionen der Lebensplanung nehmen zu, gleichzeitig nimmt die Berechenbarkeit der Lebenswege jedoch ab. Die Entscheidungsoptionen werden vielfältiger, gleichzeitig steigt jedoch der Entscheidungszwang. Traditionelle Strukturen und Umgangsformen weichen, dadurch wächst das Bedürfnis nach Orientierung. Die Chancengleichheit nimmt zu, beispielsweise durch die Emanzipation, im selben Maße erhöht sich jedoch auch der individuelle Konkurrenzdruck (Heitmeyer 2018, 79).

Um mit diesen komplexen Anforderungen umzugehen, bedarf es laut Heitmeyer einer „Ambivalenztoleranz“ sowie einer „Ambiguitätstoleranz“ (ebd., 80). Während erstere im Aushalten der aus der Individualisierung resultierenden Spannungsverhältnisse besteht, bezeichnet letztere die Fähigkeit, unklare, mehrdeutige Situationen aushalten zu können, die nicht verstehbar und in bestehende Orientierungsschemata eingeordnet werden können. Exemplarisch kann die Anwesenheit fremder Menschen im Heimatland als unberechenbar und unkontrollierbar erlebt werden. Personen mit geringer Ambiguitätstoleranz würden darauf mit vereinfachten Weltsichten und Vorurteilen reagieren, um Ordnung, Struktur und Kontrolle zurückzuerlangen. So entstehen Feindbilder, die zugleich die Funktion haben, unsicheren Menschen Kontrolle und Gruppenzugehörigkeit zu verleihen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung stellt den theoretischen Kontext des zunehmenden Rechtsextremismus dar und führt in die Problematik ein, dass rechtsextreme Ideologien trotz gesellschaftlicher Modernisierung eine hohe Attraktivität für Jugendliche behalten.

2 Begriffsbestimmung: Hier wird der Rechtsextremismus als mehrdimensionales Phänomen definiert, das Einstellungen wie Chauvinismus, Antisemitismus und eine Ablehnung demokratischer Prinzipien umfasst.

3 Erklärungsansätze rechtsextremer Orientierungen: Dieses Kapitel kategorisiert die Ursachenforschung in gesellschaftliche (Makroebene) und persönlichkeitsbezogene (Individualebene) Ansätze.

4 Gesellschaftliche Erklärungsansätze: Der Fokus liegt auf der Individualisierung nach Beck und der Desintegrationstheorie nach Heitmeyer, die den sozialen Wandel als Ursache für Kontrollverlust beschreiben.

5 Individuelle Erklärungsansätze: Hier werden psychologische Theorien behandelt, insbesondere der autoritäre Charakter nach Adorno sowie der Einfluss von familiären Bindungserfahrungen.

6 Fazit: Das Fazit fasst die verschiedenen Erklärungsmodelle zusammen und betont die Notwendigkeit interdisziplinärer Präventionsarbeit.

Schlüsselwörter

Rechtsextremismus, Jugendalter, Individualisierung, Desintegration, Ambivalenz der Moderne, Ambiguitätstoleranz, Autoritarismus, Sozialisation, Bindungstheorie, Ausländerfeindlichkeit, Prävention, Identitätsbildung, politischer Extremismus, gesellschaftlicher Wandel, Fremdenfeindlichkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Ursachen für die Attraktivität rechtsextremer Ideologien bei Jugendlichen aus einer wissenschaftlichen Perspektive.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt gesellschaftliche Transformationsprozesse, psychologische Entwicklungsphasen der Adoleszenz sowie den Einfluss von Familie und sozialem Umfeld auf politische Einstellungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu ergründen, warum manche Jugendliche für rechtsextreme Positionen empfänglich sind und welche spezifischen Mechanismen – von der Identitätskrise bis zum Kontrollverlust – hierbei eine Rolle spielen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturanalyse, die verschiedene theoretische Ansätze aus der Soziologie, Psychologie und Politikwissenschaft zusammenführt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der Makroebene (Gesellschaft, Individualisierung nach Beck, Heitmeyer) und der Mikroebene (Individuelle Sozialisation, Adornos autoritärer Charakter, Familienstrukturen).

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird vor allem durch Begriffe wie Desintegration, Ambiguitätstoleranz, Individualisierung und autoritäre Persönlichkeit geprägt.

Wie unterscheidet sich Heitmeyers Ansatz von dem der klassischen Individualisierungstheorie?

Heitmeyer erweitert die Theorie, indem er das Konzept der Desintegration einführt, um zu erklären, wie der Verlust von gesellschaftlicher Anerkennung und Kontrolle direkt zu rechtsextremen Kompensationsstrategien führt.

Welche Rolle spielt die Familie bei der Entstehung rechtsextremer Einstellungen?

Die Familie fungiert laut der Arbeit als primärer Sozialisationsort, an dem durch Erziehungsstile (strafend/autoritär) und transgenerationale Transmission von Ideologien die Anfälligkeit für autoritäre Denkmuster gelegt wird.

Warum betont die Autorin die Notwendigkeit einer interdisziplinären Zusammenarbeit?

Die Autorin stellt fest, dass die aktuellen Forschungsansätze oft beziehungslos nebeneinander stehen und eine sinnvolle Präventionsarbeit nur durch eine ganzheitliche Verknüpfung dieser Perspektiven entstehen kann.

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Details

Title
Rechtsextremismus im Jugendalter. Eine Analyse gesellschaftlicher und individueller Ursachen
College
Niederrhein University of Applied Sciences Mönchengladbach
Grade
1,7
Author
Leonore Sprenger (Author)
Publication Year
2019
Pages
15
Catalog Number
V1007142
ISBN (eBook)
9783346393982
ISBN (Book)
9783346393999
Language
German
Tags
Rechtsextremismus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Leonore Sprenger (Author), 2019, Rechtsextremismus im Jugendalter. Eine Analyse gesellschaftlicher und individueller Ursachen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1007142
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