Diese Arbeit beschäftigt sich mit digitalen Medien in der Schule. Dabei wird folgende Frage beantwortet: Wie kann Schule SchülerInnen zu GestalterInnen der digitalen Welt machen? Hierfür wird zunächst der Begriff der Medien bestimmt. Im Anschluss daran, wird erläutert, wo und durch wen Kinder mit Medien in Berührung kommen. Dabei wird vor allem das Zonenmodell Baacke betrachtet. Zudem wird der Fokus auf die Medienpädagogik und ihre Bedeutung gelegt. Um einen Eindruck in die pädagogische und didaktische Praxis zu bekommen, wird ein Beispiel gezeigt, welches an einer Schule mithilfe von Tablets durchgeführt wurde.
Die Corona-Krise hat uns fest im Griff. Kontaktbeschränkungen und Hygienevorschriften bestimmen unseren Alltag, Schulen müssen schließen, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern. Doch wie sollen SchülerInnen lernen, wenn die Schulen geschlossen haben? Die Antwort lautet mithilfe digitaler Medien. Diese bekommen, im Jahr 2020, noch einmal eine ganz neue Bedeutung für unseren Alltag. Sie dienen uns als Lernmittel, aber auch zur Kommunikation mit Lehrkräften, MitschülerInnen und Freunden.
Auch vor Corona waren Medien ein wichtiges Thema in unserer Gesellschaft. Kinder wachsen bereits wie selbstverständlich mit Medien auf. Sie kommen überall mit ihnen in Berührung. Ob Zuhause, bei Freunden oder in anderen Institutionen treffen Kinder auf digitale Medien. Dementsprechend sind Medien bereits Bestandteil der kindlichen Lebenswelt und nicht mehr von ihr zu trennen. Umso wichtiger ist es, dass Kinder den richtigen Umgang mit digitalen Medien lernen, um sie verantwortungsvoll und gewinnbringend nutzen zu können.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Begriffsbestimmung Medien
3 Berührungspunkte und Lebenswelten
3.1 Zonenmodell nach Baacke
3.2 Familie
3.3 Freunde/Peers
3.4 Kindergarten/Schule
4 Medienpädagogik
4.1 Medienpädagogische Ansätze
4.1.1 Bewahrpädagogische Konzepte
4.1.2 Reparierpädagogische Konzepte
4.1.3 Aufklärende Konzepte
4.1.4 Alltagsorientierte, reflexive Konzepte
4.1.5 Handlungsorientierte, partizipatorische Konzepte
4.2 Medienkompetenz
4.2.1 Dimension nach Baacke
4.2.2 Medienpädagogische Kompetenz
4.3 Medienerziehung
4.3.1 Formen von Medienerziehung
4.3.2 Medienerziehung in der Schule
4.4 Mediendidaktik
4.4.1 Mediendidaktische Konzepte
4.4.2 Medien in Lehr-/Lernkontexten
5 Praxisbericht: Lernvideos
5.1 Aufgabenstellung und Rahmenbedingungen
5.2 Durchführung
6 Fazit
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie Schulen Schülerinnen und Schüler dazu befähigen können, digitale Medien nicht nur passiv zu konsumieren, sondern aktiv und reflektiert als Gestalterinnen und Gestalter der digitalen Welt zu nutzen.
- Grundlagen der Medienbegriffe und Lebenswelten von Kindern (Zonenmodell nach Baacke)
- Medienpädagogische Konzepte und deren Anwendung im Bildungskontext
- Förderung von Medienkompetenz bei Kindern und pädagogischen Fachkräften
- Praktische Umsetzung digitaler Lernprojekte (Beispiel: Lernvideoproduktion)
- Reflexion über die Rolle der Lehrkräfte und notwendige Rahmenbedingungen
Auszug aus dem Buch
4.1.5 Handlungsorientierte, partizipatorische Konzepte
Das letzte Konzept nimmt das Handeln mit Medien in den Blick. Dabei geht es darum selbst aktiv zu werden und sich Medien durch Erstellung eigener Botschaften anzueignen. So lernen sie die Rahmenbedingungen und Voraussetzungen und können gleichzeitig selbstständig kreativ werden. Eine solche Auseinandersetzung mit digitalen Medien fördert einen anderen Blick auf diese Zutage. (Vgl. Süss u.a., 2013: 112.)
Problematisch an diesem Ansatz ist, dass er viel Zeit erfordert und gerade im schulischen Kontext nicht genug Raum zur Verfügung steht, um den Kindern eine so kreative und interaktive Arbeit mit Medien zu ermöglichen. (Vgl. Süss u.a., 2013: 113)
Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass jeder Ansatz durchaus berechtigt ist, aber auch Nachteile mit sich bringt. Es gibt also keinen allgemeingültigen Ansatz, es kommt dabei immer auf den Kontext an und erfordert eventuelle Anpassungen. (Vgl. Süss u.a., 2013: 118)
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung digitaler Medien in der Gesellschaft und den Schulalltag, insbesondere vor dem Hintergrund der Corona-Krise, und stellt die Forschungsfrage nach der aktiven Mitgestaltung der digitalen Welt durch Schülerinnen und Schüler.
2 Begriffsbestimmung Medien: Dieses Kapitel definiert den Medienbegriff als Vermittler von Informationen und grenzt klassische von digitalen Medien ab.
3 Berührungspunkte und Lebenswelten: Hier wird das Zonenmodell nach Baacke erläutert, um die Einflüsse von Familie, Freunden und Schule auf die Mediennutzung von Kindern zu analysieren.
4 Medienpädagogik: Dieser zentrale Teil stellt verschiedene pädagogische Ansätze, Definitionen von Medienkompetenz, Formen der Medienerziehung sowie mediendidaktische Konzepte für den Unterricht vor.
5 Praxisbericht: Lernvideos: Anhand eines konkreten Schulprojekts, in dem Schülerinnen und Schüler Lernvideos zu englischen Zeitformen erstellten, wird der Einsatz von Tablets und digitalen Werkzeugen in der Unterrichtspraxis demonstriert.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Relevanz der Medienpädagogik zusammen und betont, dass trotz struktureller Hürden in Schulen eine aktive Medienbildung unerlässlich ist, um Kinder auf ihre Zukunft vorzubereiten.
Schlüsselwörter
Digitale Medien, Medienpädagogik, Medienkompetenz, Schule, Unterricht, Zonenmodell nach Baacke, Medienerziehung, Mediendidaktik, Lernvideos, Handlungsorientierung, Partizipation, Lehrkräfte, Mediennutzung, Digitale Welt, Praxisbericht
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit thematisiert den Stellenwert digitaler Medien in der heutigen Schule und untersucht, wie Schülerinnen und Schüler durch pädagogische Ansätze zu kompetenten Gestaltern der digitalen Welt ausgebildet werden können.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themen umfassen medienpädagogische Konzepte, die Entwicklung von Medienkompetenz, die Rolle der Schule als Lebenswelt und die praktische Implementierung digitaler Projekte im Unterricht.
Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass der Wandel zur aktiven Mediennutzung in der Schule zwar herausfordernd ist, aber essenziell, um Schülern die notwendige Medienkompetenz für ihr späteres Leben zu vermitteln.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt eine theoretische Aufarbeitung der medienpädagogischen Literatur in Kombination mit einem Praxisbericht, um die Anwendbarkeit verschiedener Konzepte zu evaluieren.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Lebenswelten, eine detaillierte Auseinandersetzung mit medienpädagogischen Ansätzen und Mediendidaktik sowie eine Fallstudie über den Einsatz von Lernvideos in einem Englischkurs.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Medienkompetenz, Medienpädagogik, Handlungsorientierung, Mediendidaktik und digitale Welt.
Wie bewertet die Autorin die Rolle der Lehrkräfte in Bezug auf digitale Medien?
Lehrkräfte nehmen eine Schlüsselrolle ein; sie müssen sowohl eine eigene Medienkompetenz aufbauen als auch pädagogische Rahmenbedingungen schaffen, die den Einsatz digitaler Medien fördern statt verbieten.
Was zeigt das im Praxisbericht vorgestellte Beispiel?
Das Beispiel belegt, dass der gezielte Einsatz von Tablets für kreative Aufgaben wie die Produktion von Lernvideos die Motivation und die Kompetenzentwicklung der Schüler fördert, sofern Experten oder geschultes Personal unterstützen.
- Quote paper
- Lea Werner (Author), 2020, Digitale Medien in der Schule. Wie kann man SchülerInnen zu GestalterInnen der digitalen Welt machen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1006597