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Lesesozialisation in der Schule. Günstige und ungünstige Dynamiken in der Schule

Titel: Lesesozialisation in der Schule. Günstige und ungünstige Dynamiken in der Schule

Hausarbeit , 2019 , 12 Seiten

Autor:in: Jessica Jonisek (Autor:in)

Pädagogik - Leseerziehung

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit behandelt das Thema Lesesozialisation in der Schule. Sie untersucht, wie sich günstige und ungünstige Dynamiken in der Schule reproduzieren und wo Veränderungen ansetzen können. Im ersten Schritt wird die Sozialisationsinstanz näher dargestellt. Im zweiten Schritt werden die Einflussdynamiken vor dem Hintergrund der Schichtzugehörigkeit im Zusammenhang mit der Sozialisationsinstanz Schule herausgearbeitet.

Hierbei wird der prototypische Positivfall an der Mittelschicht-SchülerInnen aufgeführt und der prototypische Negativfall an den Unterschicht-SchülerInnen. Beide Handlungsmuster werden hierbei kontrastiert und unter dem vorhandenen Wissensstand die Frage herausgearbeitet, wie eine Verbindung von Leistungskriterien und Persönlichkeitsbildung zu realisieren ist.

Bei dem Thema Lesesozialisation in der Schule werden oft erst die Wirkungen und Möglichkeiten des Deutschunterrichts in Betracht gezogen, wobei die Rolle der Institution Schule als Sozialisationsinstanz vernachlässigt wird. Dabei stehen Verbesserungen hinsichtlich der Unterrichtsgestaltung klar im Vordergrund, während der institutionelle Rahmen, in dem der Unterricht stattfindet, in den Hintergrund gerät.

Es ist jedoch klar, dass die Schule als formelle Sozialisationsinstanz den sozialen Instruktionen zugeordnet wird und einen pädagogischen Auftrag hat: Die nachwachsenden Individuen der Gesellschaft werden in gezielter und kontinuierlicher Weise mit Lernanforderungen konfrontiert, damit sie sich Wissen aneignen, Kompetenzen ausbilden und Weltorientierungen erwerben. Dieser Auftrag kann jedoch nicht allein durch die didaktische Perspektive betrachtet werden, in der Ziele, Inhalte und Methoden des unterrichtlichen Lehrens im Fokus stehen. Die sozialisationstheoretische Betrachtung bekräftigt, dass die Sozialisationsinstanz Schule für die Schülerinnen und Schüler komplexe soziale Erfahrungsfelder darstellt, in denen das Lernen nicht nur die fachlichen Inhalte eingrenzt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Sozialisationsinstanz Schule

3.Teufels- und Engelskreis

3.1.Der Teufelskreis

3.2.Der Engelskreis

4.Passung als Grundlage gelingenden Unterrichts

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie sich günstige und ungünstige Dynamiken der Lesesozialisation in der Schule reproduzieren und an welchen Stellen pädagogische Veränderungen ansetzen können, um die Kluft zwischen Bildungsschichten zu überbrücken und die Lesekompetenz zu fördern.

  • Sozialisationsinstanz Schule als Rahmenbedingung
  • Differenzierung zwischen Teufelskreis und Engelskreis
  • Einfluss der Schichtzugehörigkeit auf Lesemotivation und Kompetenz
  • Bedeutung der „Passung“ zwischen Unterricht und Schülern
  • Wege zur Stärkung der Lesekompetenz durch pädagogische Maßnahmen

Auszug aus dem Buch

3.1.Der Teufelskreis

UnterschichtsschülerInnen orientieren sich auf der Grundlage ihrer schichtspezifischen Bildungshistorie überwiegend an der leistungsbezogenen Selektions- und Allokationsnorm. Diese Orientierung kann entweder positiv als Bildungsaufstieg oder negativ in Form von Resignation auftreten. Meist tritt jedoch der zweite Fall auf. Die Schülerinnen und Schüler kommen mit geringen Vorerfahrungen im Bereich Schriftlichkeit in die Schule und werden mit den konservativen Methoden des Schriftspracherwerbs auf der einen Seite wie z.B. dem „Fibelunterricht“ oder mit Methoden des „offenen Unterrichts“ wie zum Beispiel das „Lesen durch Schreiben“ konfrontiert, die zu den in der Familie erlernten Grundvoraussetzungen für den Schriftspracherwerb nicht passen. Die SchülerInnen empfinden das Lesen damit als anstrengende, Mühe nicht Freude bereitende Pflicht. Das Ergebnis sind Überforderung, Motivationsverlust und Misserfolgserlebnisse („Ich kann das nicht“). Die SchülerInnen lesen hauptsächlich, um eine Leistung zu erbringen und erleben einen zunehmenden Konkurrenz- und Leistungsdruck. Zudem können sie sich mit der schulischen Lektüre nicht identifizieren und wählen sie damit auch nicht als Mittel zur „Selbstverwirklichung“. Inhaltliche und persönliche Interessen werden stattdessen außerhalb der Schule verwirklicht. Die auf diese Weise selektive Ko-Konstruktion führt zu einem Teufelskreis, welches ein negatives Handlungsmuster mit sich bringt. Die SchülerInnen entwickeln eine negative Einstellung zum Lesen, was letzendlich zu einem Stagnieren von Lesekompetenz führt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Klärung des Sozialisationsbegriffs und Darstellung der zentralen Rolle der Schule bei der Entwicklung von Lesekompetenz und Lesemotivation.

2. Sozialisationsinstanz Schule: Untersuchung der Schule als formelle Instanz, die über die reine Wissensvermittlung hinaus die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder beeinflusst.

3.Teufels- und Engelskreis: Analyse der schichtspezifischen Dynamiken, bei denen SchülerInnen entweder in einem Teufelskreis aus Leistungsdruck und Entfremdung oder in einem Engelskreis aus Motivation und Selbstverwirklichung agieren.

4.Passung als Grundlage gelingenden Unterrichts: Erläuterung des Konzepts der „Passung“ (Aptitude-Treatment-Interaction) als Strategie, um den Literaturunterricht an die Bedürfnisse der Schüler anzupassen.

5. Fazit: Zusammenfassende Feststellung, dass die Schule ihrer Aufgabe zur Chancengleichheit bei der Lesesozialisation derzeit noch nicht gerecht wird und eine bessere Abstimmung zwischen Lehrangeboten und Schülern erforderlich ist.

Schlüsselwörter

Lesesozialisation, Schule, Lesekompetenz, Lesemotivation, Teufelskreis, Engelskreis, Passung, Aptitude-Treatment-Interaction, Schichtzugehörigkeit, Schriftspracherwerb, Bildungsungleichheit, Persönlichkeitsbildung, Literaturunterricht, Selektion, Allokation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Sozialisationsbedingungen von Schülern in Bezug auf ihre Lesekompetenz und untersucht, warum diese je nach sozialer Herkunft sehr unterschiedlich verlaufen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die Schule als formelle Sozialisationsinstanz, die Dynamiken der Leistungserbringung und die Bedeutung von individueller Passung im Unterricht.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Es wird untersucht, wie günstige und ungünstige Dynamiken (Engels- und Teufelskreis) in der Schule entstehen und wo Veränderungen ansetzen können, um eine erfolgreiche Lesesozialisation für alle Schüler zu gewährleisten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse bestehender sozialisationstheoretischer Konzepte und fachdidaktischer Forschungsergebnisse zu Lesesozialisation und Unterrichtsgestaltung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Schule als Sozialisationsinstanz, die Kontrastierung von Teufels- und Engelskreis sowie die Diskussion des Konzepts der Passung als Lösungsweg.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Charakteristika sind Lesesozialisation, Schichtabhängigkeit, Selektionsnormen, Persönlichkeitsbildung und die Passung zwischen Lehrkraft und Schülern.

Warum gelingt Unterschichtsschülern der Erwerb von Lesekompetenz oft schwerer?

Da ihre Vorerfahrungen oft nicht zu den schulischen Lehrmethoden passen, erleben sie das Lesen als Zwang, was zu einem Teufelskreis aus Überforderung und sinkender Motivation führt.

Was genau beschreibt der „Engelskreis“ im schulischen Kontext?

Der Engelskreis beschreibt eine positive Dynamik, in der Schüler in der Lage sind, schulische Anforderungen mit ihren eigenen Interessen zu verknüpfen, was zu gesteigerter Motivation und Kompetenz führt.

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Lesesozialisation in der Schule. Günstige und ungünstige Dynamiken in der Schule
Autor
Jessica Jonisek (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
12
Katalognummer
V1000713
ISBN (eBook)
9783346373960
ISBN (Buch)
9783346373977
Sprache
Deutsch
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jessica Jonisek (Autor:in), 2019, Lesesozialisation in der Schule. Günstige und ungünstige Dynamiken in der Schule, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1000713
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Leseprobe aus  12  Seiten
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