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Zur Shop-Startseite › Politik - Region: Russland

Frozen Conflicts. Von ihrer Entstehung bis zur Eskalation

Das Beispiel Georgien

Titel: Frozen Conflicts. Von ihrer Entstehung bis zur Eskalation

Seminararbeit , 2019 , 19 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Politik - Region: Russland

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit geht der Frage nach, wie sogenannte "Frozen Conflicts" entstehen und schließlich wieder ‚auftauen‘, also eskalieren können. Hierfür wird als Beispiel die ehemalige Sowjetrepublik Georgien gewählt, welche mit Südossetien und Abchasien gleich zwei Gebiete im Land hat, die eine eigene staatliche Souveränität anstreben.

Der Zerfall der Sowjetunion, der zwischen den Jahren 1990 und 1991 stattfand, stellt eine Zäsur für die internationalen Beziehungen dar. So veränderte das Ende der Bipolarität das globale Machtgefüge, wodurch sich vor allem die Situation in der osteuropäischen Region weitreichend umstrukturierte. Der Zerfall der Sowjetunion hinterließ ein Vakuum der Macht im postsowjetischen Raum, was eine Vielzahl von Konflikten und Unabhängigkeitsbestrebungen zur Folge hatte.

Diese entstanden durch den Prozess des "state buildings" in einem ethnisch sehr heterogenen Gebiet, wo verschiedene Völker für die eigene staatliche Souveränität kämpften. Einige dieser Auseinandersetzungen sind bis heute nicht gelöst, weswegen sie als Frozen Conflicts, beziehungsweise verschleppte oder ungelöste Konflikte bezeichnet werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definitionen

2.1 Frozen Conflicts

2.2 Eskalation

3. Anwendung der Definition auf die Frozen Conflicts in Georgien

3.1 Die Entstehung des eingefrorenen Konflikts in Abchasien

3.2 Der eingefrorene Konflikt in Südossetien

4. Die erneute Eskalation von Frozen Conflicts

4.1 Allgemeine Gründe für eine Eskalation von eingefrorenen Konflikten

4.2 Übertragung auf das Beispiel Georgien

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entstehungsmechanismen sowie das Eskalationspotenzial sogenannter "Frozen Conflicts" (eingefrorener Konflikte) im postsowjetischen Raum. Anhand der Fallbeispiele Abchasien und Südossetien in Georgien wird analysiert, warum militärische Auseinandersetzungen nach einem Waffenstillstand verharren, welche Faktoren diesen Status Quo stabilisieren und unter welchen Bedingungen diese Konflikte erneut in eine offene, militärische Konfrontation münden können.

  • Definition und Charakteristika von Frozen Conflicts
  • Theoretische Grundlagen der Konflikteskalation nach Clausewitz
  • Analyse der Konfliktursachen in Abchasien und Südossetien
  • Auswirkungen politischer Machtwechsel und demographischer Verschiebungen
  • Rolle externer Akteure, insbesondere Russlands, bei der Eskalation

Auszug aus dem Buch

2.1 Frozen Conflicts

Um zu klären, wie ein verschleppter Konflikt eskalieren kann, muss dieser zunächst definiert werden, beziehungsweise soll die Frage beantwortet werden, wodurch militärische Auseinandersetzungen erstarren, da eine Intensivierung der Situation mit einer Variation der nachfolgend beschriebenen einfrierenden Faktoren einhergeht.

Wie bereits erwähnt, entstanden während und unmittelbar nach dem Zerfall der Sowjetunion mehrere Kriege im postsowjetischen Raum. Zu diesen zählen unter anderem die 1990 ausgebrochenen Kämpfe in Südossetien und Bergkarabach, außerdem kam es 1992 ebenfalls zu militärischen Kampfhandlungen in Abchasien und Transnistrien. Die genannten militärischen Konfrontationen werden aufgrund von mehreren gemeinsamen Faktoren, welche im Folgenden aufgezählt werden, als Frozen Conflicts bezeichnet. Jedoch ist hier anzumerken, dass der Zustand ungelöster Konflikte eigentlich kein genuin postsowjetisches Phänomen ist, jedoch wird der Begriff meistens nur auf Entwicklungen in dieser Region angewendet (vgl. Bebler 2015: 10 f.).

Ein auszumachendes Merkmal von eingefrorenen Konflikten ist, dass es sich bei der ursprünglichen militärischen Auseinandersetzung um einen Sezessionskrieg handelt. Also einen innerstaatlichen Territorialkonflikt, bei dem sich die Sezessionisten ihrer Unabhängigkeit vom Mutterstaat erkämpfen wollen, mit dem Ziel, einen eigenen souveränen Staat zu bilden (vgl. Meister 2016). Des Weiteren werden diese Konflikte nur unzureichend durch einen Waffenstillstand eingedämmt und nicht durch ein vollumfängliches Friedensabkommen gelöst. So befinden sich beide Akteure in einem schwebenden Zustand, in dem kein dauerhafter Frieden in Sicht ist. In dem unklaren Konfliktzustand stehen sich nun der Mutterstaat und die sezessionistische Region gegenüber, wobei letztere, außer der internationalen Anerkennung, die wesentlichen Merkmale von Staatlichkeit entwickelt hat. Es haben sich somit de-facto Staaten gebildet, welche weiterhin im Konflikt mit dem Zentralstaat stehen. Die Intensität der Konfrontation ist jedoch nach dem Waffenstillstand lediglich auf einem niedrigen Niveau (vgl. Bebler 2015: 10 ff.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Zerfall der Sowjetunion als Ausgangspunkt für die Entstehung eingefrorener Konflikte und führt in die georgische Problematik mit Südossetien und Abchasien ein.

2. Definitionen: In diesem Kapitel werden die theoretischen Begrifflichkeiten von "Frozen Conflicts" und "Eskalation" im Kontext der Arbeit definiert und erläutert.

3. Anwendung der Definition auf die Frozen Conflicts in Georgien: Die erarbeiteten Merkmale werden hier konkret auf die Entstehungsgeschichte der Konflikte in Abchasien und Südossetien angewendet.

4. Die erneute Eskalation von Frozen Conflicts: Dieses Kapitel untersucht die allgemeinen Bedingungen für ein "Auftauen" dieser Konflikte und überträgt diese auf die Ereignisse in Georgien bis zum Krieg 2008.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass eingefrorene Konflikte aufgrund instabiler Faktoren keine dauerhafte Stabilität bieten und durch politische Fehlentscheidungen oder externe Einflussnahme jederzeit eskalieren können.

Schlüsselwörter

Frozen Conflicts, Georgien, Abchasien, Südossetien, Eskalation, postsowjetischer Raum, Sezessionskrieg, Russland, Mächtegleichgewicht, Waffenstillstand, Machtwechsel, Saakaschwili, Konfliktforschung, Außenpolitik, Staatlichkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entstehung und der Eskalationsdynamik von sogenannten "eingefrorenen Konflikten" (Frozen Conflicts) im postsowjetischen Raum unter besonderer Berücksichtigung Georgiens.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Definition von Konfliktstagnation, die Rolle des Mächtegleichgewichts, gesellschaftliche Zerwürfnisse sowie den Einfluss regionaler Mächte wie Russland.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu ergründen, warum und unter welchen Umständen vermeintlich stabilisierte, eingefrorene Konflikte wieder eskalieren und in eine offene militärische Konfrontation umschlagen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen analytischen Ansatz, bei dem theoretische Konzepte (u.a. von Clausewitz) auf empirische Fallbeispiele (Abchasien, Südossetien) angewendet werden, um Kausalketten der Eskalation nachzuvollziehen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsbestimmung, die Analyse der spezifischen georgischen Konfliktgebiete und die Untersuchung der Dynamiken, die zum Ausbruch des Georgienkriegs 2008 führten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören Frozen Conflicts, Sezessionskrieg, Eskalationsspirale, geopolitische Interessen Russlands und die Auswirkungen innenpolitischer Machtwechsel.

Welche Rolle spielt die "Rosenrevolution" für die Eskalation?

Die Rosenrevolution wird als entscheidender Katalysator identifiziert, der durch einen Machtwechsel, gesteigerte Rüstungsausgaben und eine stärkere Westorientierung die Konfliktstabilität in Georgien maßgeblich beeinflusste.

Warum wird der Begriff "eingefroren" laut Autor als irreführend bezeichnet?

Der Autor argumentiert, dass der Begriff eine statische Situation suggeriert, während es sich tatsächlich um dynamische Prozesse handelt, die jederzeit aufgrund instabiler Parameter umschlagen können.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Frozen Conflicts. Von ihrer Entstehung bis zur Eskalation
Untertitel
Das Beispiel Georgien
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg  (Politikwissenschaft)
Veranstaltung
Russlands Außenpolitik unter Wladimir Wladimirowitsch Putin
Note
1,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
19
Katalognummer
V1000219
ISBN (eBook)
9783346388483
ISBN (Buch)
9783346388490
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Russland Sowjetunion Außenpolitik Georgien Frozen Conflicts Osteuropa Konflikt Eskalation
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2019, Frozen Conflicts. Von ihrer Entstehung bis zur Eskalation, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1000219
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Leseprobe aus  19  Seiten
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