allmähliche Veränderung, Ablehnung der marxistischen Klassenkampftheorie
- Gesellschaftsname wiederum nach einem Römischen Feldherrn Namens Quintus Fabius Maximus Verrucosus,der seine Gegner durch abwartende Strategien zermürbte
- Mitglieder der Gesellschaft war unter anderem der Romanschriftsteller H.G.Wells und G.B. Shaw, der den Klassiker des sozialistischen Denkens schuf: ,,Fabian Essays in Socialism", H.G.Wells wird auch in Kästners ,,Fabian" erwähnt, dessen Ansichten Fabian allerdings nicht vollständig teilt
- Kästner in der Figur des Fabians (Biographie - siehe 2.2 und 2.3) 2.1. Zeit,Orte,Personen
Zeit: - Roman spielt zu Beginn der 30er Jahre und erstreckt sich durchgängig über zwölf Tage Handlungsorte:
- größtenteils Berlin
- am Ende in seiner Heimatstadt Personen: Hauptpersonen:
- Jakob Fabian - Stephan Labude - Cornelia Battenberg
- Freund von Labude - Freund von Fabian - Freundin von Fabian
- abwartend, ruhig ,geduldig - eher drängerisch - ehrlich, sanft
- vertraut auf das Gute im - hat Angst vor Ausbeutung - will reagieren, sehr Menschen, aber nicht blind ehrgeizig Nebenpersonen:
- im Roman treten eine Vielzahl von Nebenpersonen auf, manche sogar ohne Namen oder nur mit Personenbeschreibung z.B. die Dicke, die Blonde usw.
- durch diese Vielzahl an verschiedenen Charaktern wird der Eindruck der Anonymität in der Großstadt verstärkt
Die Wichtigsten Nebenpersonen: Irene Moll (nymphomanisch, begegnet Fabian immer wieder)
Ruth Reiter (lesbische Bildhauerin, später hinter Labude her) Fräulein Kulp (sucht ständig nach Befriedigung)
Fräulein Selow (Spielgefährtin der Ruth Reiter ) Redakteur Münzer (gewissenlos) Der Erfinder (ehrlich und aufrichtig) Fabians Mutter (liebt ihren Sohn) Labudes Vater (vergnügungssüchtig)
Zacharias (will Fabian helfen, redet nur herum)
Weckerling (neidisch auf Labudes Arbeit, hinterlistig)
Wenzkat (ehm. Schulfreund von Fabian)
Markart (Produzent von Cornelia, nutzt sie aus)
2.2. Inhalt
Der Germanist und Reklamefachmann Jakob Fabian lebt in der Großstadt Berlin zu Beginn der 30er Jahre, die goldenen Zwanziger sind vorbei und er wird Zeuge des allmählichen Untergangs der Weimarer Republik. Politische Extreme bekämpfen sich gegenseitig und ständig werden neue Verbote veröffentlicht. Die Begriffe Moral und Normen haben sich gewandelt, sind gar weggefallen und Fabian der ,,Moralist" mittendrin. Doch zusammen mit seinen Freund Labude erkundet er die Stadt, vergnügt sich und hat ständig neue Liebschaften, bis er Cornelia Battenberg trifft. Mit ihr studiert er die Liebe und lernt auch deren unangenehme Seite kennen, als Cornelia mit unmoralischen Mitteln Karriere machen muß. Als dann auch noch sein Freund Labude durch verlogene Bosheit aus dem Leben scheidet und er seine Arbeit verliert hält ihn nichts mehr in Berlin. Nachdem er Labudes Todesgründe ins rechte Licht rückt, packt er nicht einmal seine Sachen und macht sich auf und davon. Seine nächste Station ist seine Heimatstadt, wo er alte Bekannte wieder trifft und feststellen muss, dass auch hier Sitte und Vernunft ihre Bedeutung verloren haben. Das wird ihm zum Verhängnis, als er unter den gaffenden Augen von Schaulustigen mutig ins Wasser springt, um einen kleinen Jungen zu retten. Der Junge konnte Schwimmen. Fabian ertrank.
2.3. Zusammenhang zwischen Handlung und historischen Hintergrund
- Kästners biographische Zusammenhänge mit der Figur Fabian
- beide sind Germanisten, Wechseln den Beruf ständig und leben in Armut (Studienzeit Kästners)
- beide waren beim Militär und haben deswegen Probleme mit den Herzen
- beide haben einen besten Freund; Labude und Ohser
- beide haben den selben Bildungsweg und Bildungsstand (Gymnasium; abgebrochen; Abi; Studium)
- beide leben zur selben Zeit unter selben Bedingungen in Berlin
- Zusammenhang aus der Titel bezogenen Bedeutung
- Fabian Society und Fabian wollen Veränderung friedlich und allmählich; man beobachtet die Dinge reagiert dann darauf
- Fabian versucht wie der römische Feldherr seine Gegner durch seine ruhige und überlegene Art auszuschalten, nichts Überstürzen 3.1. Sprachliche Gestaltung
- einfache, leicht verständliche Sprache
- humorvoll, ironisch und satirisch
- gewitzt aber immer so, daß der Sachverhalt nicht verloren geht
- teilweise übertriebene (phantasievolle) Darstellung 3.2.Erzählstill zwischen Lyrik und Kinderbücher
- Kästners typische witzige und satirische Art bleibt mehr oder weniger immer gleich
- Lyrik geht konkreter und härter auf das Thema ein, da es wichtige gesellschaftliche Sachverhalte schildert und anklagt, Schuld zuweist
- Kinderbücher sind phantasievoller, da sie nicht Anklagen sollen sondern Erzählen und die Phantasie anregen
Inhalt zu Roman Fabian (in wesentlichen Zügen; 24 Kapitel)
- der Roman beginnt in einen Café namens Spaltholz und Fabian unterhält sich dort mit dem Wirt und geht anschließend in eine Art Freuden Haus
- dort lernt er Irene Moll kennen die ihn mehr oder weniger mit zu sich nach Hause schleppt um dort mit ihn ihre nymphomanischen Phantasien auszuleben
- Fabian aber lehnt dankend ab und verlässt fluchtartig das Haus nachdem er erfährt das Irenes Mann, ein Rechtsanwalt, ihn dafür sogar bezahlen würde, weil er es überhaupt nicht schafft sie zu befriedigen
- nach seiner Flucht geht er in sein Stammcafe und trifft dort den Redakteur Münzer
- mit ihm fährt er dann zu Redaktion Münzers und dort muss er mit ansehen wie verantwortungslos die Zeitung mit Unwahrheiten gefühlt wird, da man aus Zensur gründen einige Zeilen der Kaiserreden streichen muss und die Lücken wieder füllen soll
- anschließend treffen sich alle Redakteure und Fabian in einem Lokal wo sich alle kräftig betrinken um dann politische und moralische Diskussionen führen
- dabei überwiegt das Motto ,,Es ist Richtig, das Falsche zu tun" und das heißt soviel wie, lügen aber sauber bleiben, weil man sich einig ist das die Welt den Bach runtergeht
- am nächsten Morgen geht er in sein Büro und muss ein Preisausschreiben für eine Zigarettenfirma machen
- als er nach Hause kommt erhält er einen Brief von seiner Mutter die ihn schrecklich vermisst und trifft sich anschließend mit seinem Freund Stephan Labude
- mit ihm durchstreift er die Nacht und sie gehen in ein Club
- dort lernen sie zwei Frauen kennen und Fabian trifft Irene Moll wieder, die dort eine Aufstand macht und nach Männerbordelen verlangt
- die zwei Freunde verlassen den Club und werden Zeuge wie sich ein Kommunist und ein Nationalsozialist eine blutige Schießerei liefern
- Labude muss dem Nazi den Revolver abnehmen und bringt die verletzten Streithähne zusammen mit Fabian zum Krankenhaus
- anschließend gehen beide in ein Kabarett wo es sehr lustig zugeht und allerhand Witze und Sprüche gerissen werden
- am nächsten Tag geht Fabian zu Labude, der ihm von seiner verunglückten Liebe mit Leda erzählt, nachdem sie ihn betrogen hatte
- nachdem Labude sein Herz ausgeschüttelt hat gehen beide zu einer lesbischen Bildhauerin die Labude kennengelernt hatte
- dort angekommen vergnügt sich Labude mit der Fräulein Kulp in horizontaler Lage und Fabian lernt im Atelier Cornelia Battenberg kennen
- als Melmy kommt, der auch der Todeskandidat genant wird, weil ihm die Ärzte abgeschrieben haben, unterbricht Fräulein Kulp den Akt mit Labude um den alten Melmy noch einmal die Vergnügen des Lebens spüren zu lassen
- Labude, Fabian, Cornelia, Fräulein Selow und ihr Geliebte, die Bildhauerin gehen derweilen
in einen Lesbenclub, der auch Cousine genannt wird
- als Fräulein Kulp nachkommt fällt sie Ohnmächtig zusammen, da Melmy sie wieder geschlagen hatte
- Cornelia läßt sich von Fabian anschließend nach Hause bringen, der feststellt das sie im gleichen Haus wie er wohnt
- als Cornelia ihn mit in ihre Wohnung bittet, passiert was passieren muss und breite verbringen die Nacht mit einander
- am nächsten morgen wird er, nachdem er das Konzept zum Preisausschreiben fertiggemacht, hat wegen Budget- kürzung in der Werbeabteilung gefeuert
- als er Ziellos durch die Straßen läuft lernt er einen alten Erfinder kennen, der Wohnungslos ist, da seine Familie nur an seine Fabrikmaschinen Designs interessiert ist
- der Erfinder aber weigert sich weitere Arbeitsplätze mit seinen Maschinen zu vernichten und sucht Zuflucht in der Anonymität der Großstadt
- Fabian bietet ihn an zu sich zu kommen wen er mal wieder auf einem Sofa schlafen wolle
- als er nach Hause kommt wartet bereits sein Freund Labude auf ihn, der den Rest der Nacht mit der Freundin der Bildhauerin, Fräulein Selow ,verbracht hat
- kurze Zeit später nimmt der Erfinder Fabians Angebot an und schläft auf dem Sofa in Fabians Wohnung, während Jakob wieder eine befriedigende Nacht mit Cornelia verbringt
- am nächsten Tag geht Fabian zum Arbeitsamt um dort einen neuen Job zu finden, aber Ergebnislos, man schickte ihn von einer Abteilung zur anderen um am ende herauszufinden das ihm das Arbeitsamt erst in 14 Tagen arbeitslos melden könne
- als er gegen Abend nach Hause kam war bereits seine Mutter zu Besuch und sie unterhielten sich über seine Jugend und vergangene Zeiten
- am gleichen Abend noch wurde der Erfinder wieder ins Irrenhaus zurück gesteckt und Fabian verschönerte sich die Nacht mit seiner Mutter im Kino
- am nächsten Morgen durchstreift er die Berliner Straßen um seine Arbeitslosigkeit vor seiner Mutter geheim zu halten und sie nicht unnötig zu beunruhigen
- dabei trifft er Frau Moll, die inzwischen ein illegales Männerbordel eröffnet hat und damit allerhand Geld verdient
- am Nachmittag bringt Fabian seine Mutter zum Bahnhof und verabschiedet sich von ihr
- am Abend wird er von Cornelia um Geld für neue Kleidung gebeten, da sie eine Filmrolle als Hauptdarstellerin in Aussicht hat, für die sie aber erst noch beim Produzenten vorsprechen muss
- in dieser Nacht träumt Fabian allerhand verrücktes Zeug, von den Erfinder und seiner neuen
Maschine, die Menschen verschluckt und wieder neu hervorbringt, von wilden massen Exzessen, wo er auch die Lesben, Cornelia und Frau Moll wiedererkennt, die kleine Männer aus der Tüte ißt
- aber er träumt auch von einer Massenversammlung, bei der sich die Leute Gegenseitig beklauen und auf die anschließend geschossen wird, doch sie klauen auch mit einem Arm weiter
- am nächsten Tag geht Cornelia zum Vorstellungsgespräch während Fabian bei einem großen Zeitungsverlag Arbeit sucht
- er wendet sich dabei an seinem bekannten Zacharias der im Verlag arbeitet, doch der kann ihn auch nicht weiter helfen und redet nur drum rum
- als Fabian heim kommt schläft er sofort ein und erwachte erst wieder von der lauten Haustür
- vor sich fand er einem Brief von seiner Freundin Cornelia, indem stand das sie Herrn Makart, dem Produzenten eine kleine Gefälligkeit für die Rolle leisten muss
- Fabian ist wie gelähmt und läuft ziellos durch die Stadt, als er sich plötzlich in einer Demonstration der Arbeiter wiederfindet, die blutig zu ende geht
- er geht in den Nordpark und beobachtet dort das Treiben, in dem er eine neu Bekanntschaft macht
- nach wenigen Minuten befindet sich Fabian in der Wohnung der unbekannten Frau und teilt seine Menschlichen Triebe mit ihr
- am nächsten Tag trieft er sich mit Cornelia, die die Filmrolle nun hatte und Fabian unter Tränen mitteilen muss noch mehrere Gefälligkeiten für ihren Produzent zu erliegen
- Fabian geht wieder zu seiner schnellen Bekanntschaft vom gestrigen Abend, wo er sich aber den weg nach draußen freikämpfen muss als ihr Mann zurückkommt
- als er zu Hause ankommt muss er sich schnell in Labudes zweit Wohnung melden
- als er dort ankommt findet er seinen Freund tot auf, die Polizei verdächtigt die Bildhauerin und ihren lesbischen Freundeskreis, doch ein Brief den Labude hinterläßt entlastet sie und klärt den Sachverhalt auf
- Labude hatte sich mit dem Revolver, den er dem Nazi abgenommen hatte, selber erschossen, weil er erfahren hatte, das der Geheimrat der Uni seine jahrelange Arbeit an Schiller für ungenügend erklärt hatte
- das Ungenügen in der Liebe mit Leda und an seiner Lebensarbeit, das hielt Labude nicht aus und erschoß sich
- Fabian brachte die Leiche in das Haus von Stephans Eltern, wo wenige zeit später auch der Justizrat, Labudes Vater, eintrifft
- am nächsten Tag trifft sich Fabian zusammen mit Labudes Vater und Mutter beim Geheimrat, wo herauskommt, das der Geheimrat Labudes Arbeit sehr gelobt hat
- Fabian klärt das Mißverständnis auf und herauskommt, das der Gehilfe Weckerling mit Labude einen Scherz gemacht hatte, weil er auf dessen Arbeit neidisch war, daraufhin verdrischt Fabian ihn ordentlich, so daß ihn Studenten zurückhalten müssen
- nun hat Fabian alles in Berlin verloren, sein Freund, seine Freundin und sein Beruf und entschließt sich deshalb zu seiner Mutter zu fahren
- am Bahnhof Trift er wieder einmal Frau Moll, die gerade türmt, weil ihr Männerbordel aufflog
- sie bittet ihn mit ihr mit zu kommen, doch Fabian will nur noch in seine Heimatstadt
- als er dort ankommt geht er an seine alte Kaserne und seiner Schule vorbei und erinnert sich an seine Jugend
- er trifft dabei seinen alten Schuldirektor und später seinen alten Militärausbilder, den er in der Straßenbahn fürchterlich blamiert, als der ihn freundlich Begrüßen will
- als Fabian seinen alten Schulfreund Wenzkat trifft betrinkt sie sich und gehen anschließend ins illegale Bordell
- Wenzkat zahlt für seinen doppelten Trieb gleich zweimal, während Fabian gratis behandelt wird
- am nächsten Tag geht Fabian zu einen Zeitungsverlag um sich Arbeit zu suchen, wo er auch eine Chance gehabt hätte, doch er will sich nicht wie Münzer verkaufen lassen und gegen sein Gewissen arbeiten
- als er über eine Brücke geht sieht er einen Jungen der in den Fluss herunterfällt
- ohne zu zögern springt Fabian hinterher um ihn zu retten
- unter den Blicken der Gaffer schwimmt der Junge ans Ufer und Fabian ertrinkt, weil er nicht Schwimmen konnte Hinweise zur Referatsdarlegung
- RS und GR Fehler sind nicht zu 100% entfernt
- Die Punkte 3.1 und 3.2 sind teilweise unvollständig, sollten daher nochmals überarbeitet werden
- Vorgetragen werden sollte der gesamte Inhalt, 2.2. ist lediglich als Zusammenfassung für die Mitschüler gedacht
- Erreichte NP: 12 ,da 3.1. und 3.2. unvollständig
Arbeit zitieren:
Stefan Leder, 1999, Kästner, Erich - Fabian, München, GRIN Verlag GmbH
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Kästner, Erich - Fabian - Autobiographische Merkmale
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seda markhoff
es war LESSING.
tach allerseits, in fleisseiger vorbereitung auf mein tolles deutschabitur stieß ich auf dieses nette referat, habe aber einen mangel festgestellt , der sich für alle, die sich das sparen wollen dieses äusserst empfehlenswerte buch zu lesen , doch als sehr negativ entpuppen könnte, und zwar schrieb Labude an einer Abhandlung über Lessing und nicht Schiller, also achtung aufpassen: da hat sich der fehlerteufel eingeschlichen.
beste grüsse
am Thursday, January 11, 2001-
Ben
Große Hilfe.
Bin bei meiner Ausarbeitung über "Fabian" zufällig über dieses Referat gestolpert und ich muss sagen, dass mir dies sehr geholfen hat. Sehr gute Ausarbietung bei der man getrost über den Lessing-Fehler hinwegsehen kann.
MfG Ben
am Tuesday, December 07, 2004-