unter Gulbuddin Hekmatyar. Auch 1994 brachen wieder Kämpfe in Afghanistan aus.
Die Bevölkerung ist nicht länger bereit, die hohen Verluste unter den eigenen Soldaten und die Engpässe in der Versorgung hinzunehmen, die durch den Krieg noch verstärkt werden. Die Führung in Moskau hingegen erweist sich als unfähig zu jeglicher Kurskorrektur und versucht nach wie vor, jede Kritik am sowjetischen System und an der Parteiführung zu unterdrücken. Der Unmut in der Bevölkerung wird dadurch noch gesteigert.
Im März 1985 wird Gorbatschow, Michail Sergejewitsch (*1931), sowjetischer Politiker, Staatspräsident der UdSSR (1988-1991). 1970 kam er in den Obersten Sowjet, 1971 ins Zentralkomitee, und 1978 wurde er Sekretär des Zentralkomitees der KPdSU. Als Protegé Jurij Andropows kam Gorbatschow 1980 als Vollmitglied ins Politbüro. Mit seinem Amtsantritt verbinden viele Bürger in der Sowjetunion große Hoffnungen. Gorbatschow will umfassende politische und gesellschaftliche Reformen durchführen. Zwei russische Vokabeln gehen in den internationalen Sprachgebrauch ein: Glasnost (= Offenheit) und Perestrojka (= Umgestaltung). Gorbatschow will in einem bestimmten Rahmen eine "offene" Gesellschaft schaffen. Das Recht auf freie Meinungsäußerung und Pressefreiheit soll gewährt werden. Die Bürger sollen mehr Mitbestimmungsrechte erhalten und die Entscheidungsprozesse in Wirtschaft und Politik besser durchschauen können. Gorbatschow will das kommunistische System nicht abschaffen, sondern es erneuern, um die Sowjetunion vordem Zusammenbruch zu bewahren.
Die sowjetische Außenpolitik bleibt von diesen Umwälzungen nicht unberührt. Gorbatschow will die Entspannung zwischen Ost und West wiederbeleben und den Westen für die Unterstützung seiner Reformen gewinnen. Das Wettrüsten mit den USA soll ein Ende finden, nicht zuletzt um den Bürgern in der UdSSR langfristig größeren Wohlstand zu sichern. Der amerikanische Präsident Ronald Reagan (*1911), 40. Präsident der Vereinigten Staaten (1981-1989) von dem die Abrüstungsinitiativen ausgegangen sind, greift die Gedanken des Generalsekretärs bereitwillig auf. Am 8. Dezember 1987 unterzeichnen die beiden Politiker in Washington den INF – Vertrag (Intermediat Rage Nuclear Force [Nukleare Mittelstreckenrackete]), der den Abbau aller Mittelstreckenraketen in Europa vorsieht. Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit soll eine ganze Waffengattung abgeschafft werden. Zugleich nehmen die USA und die UdSSR Verhandlungen über einen 50prozentigen Abbau ihrer strategischen Atomwaffen (START)[=SALT] (Strategic Arms Limitation Talks: Gespräche über die Begrenzung strategischer Waffen), im November 1969 aufgenommene bilaterale (= von zwei Seiten ausgehend) Verhandlungen zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken über die Begrenzung strategischer Nuklearwaffensysteme beider Nationen. Die Gespräche führten zum Abschluss zweier Abkommen und einigen weniger formellen Vereinbarungen. Am 26. Mai 1972 wurden der ABM-Vertrag (Anti- BallisticMissile Treaty: Antiraketen-Vertrag) und das Interimsabkommen über die Begrenzung strategischer Offensivwaffen unterzeichnet. Im September 1972 wurden die SALT-II-Gespräche aufgenommen.
( Die Vereinigten Staaten traten 1964 zum ersten Mal mit dem Vorschlag bilateraler Rüstungskontrollgespräche an die Sowjetunion heran. Zu jener Zeit hatten die Vereinigten Staaten eine klare Übermacht an Nuklearwaffen. Es gab jedoch Anzeichen, dass die Sowjetunion Waffensysteme entwickelte, die die amerikanische Vormachtstellung hätten untergraben können.)
Gorbatschow erfüllt wenig später die jahrelange Forderung des Westens, die sowjetischen Truppen aus Afghanistan zurückzuziehen. Die militärische Unterstützung der UdSSR für kommunistische Rebellenbewegungen in den Ländern Afrikas und Lateinamerikas wird drastisch reduziert oder ganz eingestellt. Gorbatschow entlässt auch die Staaten des Ostblocks aus dem "Würgegriff" der Sowjetunion. Sie sollen über ihren Weg künftig selbst bestimmen können. Dadurch werden auch die mit der Sowjetunion verbündeten Länder zu wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Reformen ermutigt.
Wir finden das Glasnost und Perestroika die russische Wirtschaft wie die Meinungsfreiheit und Pressefreiheit sehr beeinflusst hat. Im positiven Sinne.
Arbeit zitieren:
Markus Hediger, Alexander L., Timo S., 1999, Perestrojka und Glasnost, München, GRIN Verlag GmbH
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Markus Hediger hat den Text Perestrojka und Glasnost veröffentlicht
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David hat den Text Perestrojka und Glasnost kommentiert
gur
Lernt den Marxismus.
Lernt den Marxismus und stoppt endlich alles nachzubeten!
am Friday, June 02, 2000-
David
Falscher Titel.
Das Referat hat nichts mit dem Titel zu tun. Perestroika und Glasnost werden nur ganz kurz erwähnt. Es geht allgemein um die UdSSR und Gorbatschow aber nicht um die Reformen. Das Referat ist mir jetzt schon öfter untergekommen und es ärgert mich jedes mal wieder. Vielleich sollte es noch einmal überarbeitet werden bzw. der Titel geändert werden.
PS.:Was interessiert mich, dass die Informationen von Frau Vetter kommen.
am Thursday, May 23, 2002-