Inhaltsverzeichnis
Vorwort 3
1 Analyse des didaktischen Bedingungsfeldes 3
2 Fachwissenschaftliche Analyse 4
3 Fachdidaktische Analyse 5
4 Methodische
Uberlegungen 6
4.1 Erste Unterrichtsstunde 6
4.2 Zweite Unterrichtsstunde 7
5 Stundenentw urfe 9
5.1 Entwurf f ur die erste Unterrichtsstunde 9
5.2 Entwurf f ur die zweite Unterrichtsstunde 10
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Vorwort
Die Gliederung der einzelnen Punkte innerhalb dieser Arbeit richtet sich nach dem Vorschlag von Adam und Lachmann 1 .
Bei der Darstellung der beiden Unterrichtsstunden gehe ich von der geplanten Fassung aus. Da die Probleme, die sich w¨ ahrend der ersten Stunde ergaben, wichtig sind f¨ ur das Verst¨ andnis der Gestaltung der zweiten Einheit, werde ich in einem eigenen Absatz kurz darauf eingehen.
1 Analyse des didaktischen Bedingungsfeldes
Die Schule, an der das Praktikum im WS 97/98 gehalten wurde, war das Marie-Therese-Gymnasium, das einzige st¨ adtische Gymnasium in Erlangen. Die Sch¨ uler setzten sich ¨ uberwiegend aus Kindern mittelst¨ andisch gepr¨ agter
Elternh¨ auser der Stadt und des s¨ ud-¨ ostlichen angrenzenden Landkreises zusammen, wobei die Schule einen Teil ihres Einzuggebietes in den letzten Jahren durch die Gr¨ undung eines Gymnasiums in Spardorf verloren hat.
Die Praktikumsklasse, die zun¨ achst aus f¨ unf Jungen und neun M¨ adchen be-stand, war eine siebte Klasse. Im Verlauf des Dezembers stieß ein weiterer Sch¨ uler hinzu, der sich wegen schulischer Probleme hatte zur¨ uckversetzen lassen. Nach den Zwischenzeugnissen Ende Februar kam noch eine weitere Sch¨ ulerin in die Klasse, so daß sich die Gruppe f¨ ur den Religionsunterricht schließlich auf 16 Sch¨ uler erweiterte.
Da alle Sch¨ uler zu derselben Klasse geh¨ orten, kannten sie sich bereits aus den ubrigen Unterrichtsf¨ achern. F¨ ur den Religionsunterricht stellten die Sch¨ uler je¨
desmal eine eigene Sitzordnung her. Direkt vor dem Lehrerpult steht zun¨ achst eine lange Reihe, an deren rechter H¨ alfte (vom Pult aus gesehen) die gesamten Jungen der Klasse saßen. Dahinter befanden sich jeweils links und rechts zwei weitere kurze Bankreihen, an denen nochmals kleinere M¨ adchengruppen saßen. Bedingt durch diese breite ” Frontstellung“ ergaben sich gewisse Probleme, die ” Schallmauer“ , die sich durch die vorderste Gruppe manchmal ergab, zu durchdringen und auch die hinteren Reihen zu erreichen.
Die Atmosph¨ are innerhalb der Klasse kann als sehr gut und ¨ außerst angenehm bezeichnet werden. Kleinere Unruhen, die sich unter anderem durch die Ver¨ anderungen in der Sitzordnung nach dem Hinzukommen des neuen Sch¨ ulers ergaben, ließen sich ohne gr¨ oßere Probleme in den Griff bekommen. Aus diesem Grund wurden ¨ Uberlegungen in der Praktikumsgruppe, die Sitzordnung zu ver¨ andern, letztendlich nicht in die Tat umgesetzt.
1 Adam/Lachmann (Hrsg.): Religionsp¨ adagogisches Kompendium, S. 150-157[?]
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Die große Bereitwilligkeit der Sch¨ uler zur Mitarbeit erleichterte den Unterricht als Praktikant — sowohl die lebhafteren als auch die eher ruhigen Sch¨ uler ließen sich ohne allzu große Anstrengung in die Unterrichtsarbeit integrieren. Interessanterweise war die Existenz von ungetauften Sch¨ ulern aus dem Unterrichtsverlauf heraus nicht erkennbar, da diese nicht durch augenscheinliches Desinteresse o. ¨ a. auffielen. Die teilweise doch sehr unterschiedliche religi¨ ose Sozialisation der einzelnen Sch¨ uler hingegen war in den Unterrichtsbeitr¨ agen wiederzufinden, wobei aber allen Sch¨ ulern ein insgesamt reges Interesse bescheinigt werden kann.
Wechselnde Unterrichtsformen stellten f¨ ur sie kein Problem dar; erstaunlich war das mehrheitlich große Interesse an Bibelarbeit und selbst das Singen von Liedern fand nach eine gewissen Anlaufsphase großen Anklang.
In der Entwicklung der einzelnen Sch¨ uler waren, wie f¨ ur diese Jahrgangsstufe nicht anders zu erwarten, durchaus Unterschiede erkennbar. W¨ ahrend ein Teil, besonders die M¨ adchen, bereits deutlich pubertierte, war der andere Teil noch deutlich kindhafter in seinem Verhalten und Erscheinen. Der mit der Pubert¨ at beginnende Abl¨ osungsprozeß vom Elternhaus, stand, wenn er ¨ uberhaupt schon
begonnen hatte, noch in den Anf¨ angen. Kritische Anfragen an Stoff und Inhalt des Religionsunterrichts gehen vermutlich noch auf den Hintergrund des jeweiligen Elternhauses zur¨ uck. 2
Die zwei Unterrichtsstunden wurden Anfang Februar 1998 an zwei direkt auf-einander folgenden Tagen gehalten.
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stunden war der Themenbereich 6 ”
der Verst¨ andnis daf¨ ur wecken soll, was es heißt, als Christ mit menschlicher Not umzugehen. 4 In den zwei hier vorzustellenden Unterrichtsstunden ging es speziell um N¨ achstenliebe im Alltag.
2 Fachwissenschaftliche Analyse
N¨ achstenliebe ist, aus christlicher Sicht, die Umsetzung der Liebe Gottes zu den Menschen unter den Menschen. Durch den Tod Christi f¨ ur uns am Kreuz sind wir befreit, uns unter dem Einsatz all unserer Kr¨ afte um eine Besserung des Verh¨ altnisses der Menschen untereinander und eine Besserung der Umst¨ ande unter denen wir Leben zu bem¨ uhen. 5 Durch uns wirkt Gottes Liebe auf dieser Welt und an uns liegt es, so dem Reich Gottes den Weg zu bahnen. 6 Allerdings k¨ onnen weder christliche Dogmatik noch christliche Ethik die Umsetzung der N¨ achstenliebe wirklich inhaltlich entfalten, da es nicht um einzelne Werke
2 vgl. Fraas: Religiosit¨ at des Menschen, S. 252f.[?]
3 zun¨ achst eine 5. Stunde, am n¨ achsten Tag eine 2.
4 KWMBI I So.-Nr. 1/1992, S. 16
5 vgl. Joest: Dogmatik, Bd. 2, S. 473 [?]
6 vgl. Evangelischer Erwachsenenkatechismus, S. 551ff.[?]
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Arbeit zitieren:
Dr. Christoph Lange, 2000, Nächstenliebe im Alltag, München, GRIN Verlag GmbH
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