Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Fehler 4
2.1 Fehlerdefinition 4
2.2 Fehlerursachen 6
2.3 Fehlerklassifikation 7
3. Fehlerkorrektur 8
3.1 Mündliche Fehlerkorrektur 8
3.2 Schriftliche Fehlerkorrektur 10
3.3 Angewandte Fehlerkorrektur 11
4. Fazit 12
Literaturverzeichnis 14
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1. Einleitung
Eine fremde Sprache zum Beispiel aus persönlichen oder beruflichen Gründen zu erlernen, stellt oft eine große Herausforderung dar.
Dabei muss sich der Lernende meist nicht nur mit Vokabeln und einer anderen Grammatik, sondern häufig auch mit einem völlig neuen Schriftsystem, einem grundlegend unterschiedlichen Kulturverständnis und zunächst rätselhaften Redewendungen und Bräuchen auseinandersetzen.
Dieser Prozess nimmt in vielen Fällen mehrere Jahre in Anspruch, in denen ein konsequentes Lernen stets erforderlich ist. Um dennoch möglichst schnell und sicher die Zielsprache zu erlernen, bedarf es von Anfang an einer kontinuierlichen Pädagogik. Für viele Menschen wird sowohl im Ausland als auch hierzulande Deutsch als Fremdsprache angeboten.
Nicht anders als bei allen anderen zu erlernenden Sprachen werden von den Lernenden auch im Deutschen während der Erfassungs- und Vertiefungsprozesse viele Fehler gemacht, die es vom Lehrenden unentwegt zu identifizieren, verstehen, vermeiden und zu umgehen gilt. Dabei ist aber einiges zu beachten, um den Schüler in seinem Selbstwertgefühl zu stärken und für weitere Lernphasen nicht zu entmutigen.
Die vorliegende Arbeit wird sich deshalb mit der umfangreichen Thematik ´Fehler und Fehlerkorrektur´ befassen.
Dabei sollen in im ersten Abschnitt zunächst die Grundlagen zur Fehlerdefinition und den Fehlerursachen sowie der daraus resultierenden Fehlerklassifikation nachvollziehbar erläutert werden. Im zweiten Abschnitt der Arbeit geht es darum, die unterschiedlichen Anforderungen der mündlichen und der schriftlichen Fehlerkorrektur herauszuarbeiten und deren jeweilige Besonderheiten, auch in der Unterrichtsdidaktik, ausgiebig darzustellen. Der darauf folgende Teil der Ausarbeitung wird schließlich einen Schwerpunkt auf die praktische, tatsächlich in Unterricht angewandte Fehlerkorrektur legen.
Dies soll dazu dienen, verwendbare und vor allem nützliche Tipps für die durchgeführten Korrekturmaßnahmen in allen Bereichen vorzuschlagen und somit Optimierungspotential für die Arbeit des Lehrenden aufzuzeigen, um Fehlentscheidungen in diesem Zusammenhang zu vermeiden. Die Schlussbetrachtung wird zusammenfassend aus den vorhergehenden Erörterungen ein Fazit ziehen und zur Abrundung der vorliegenden Arbeit Vor- und Nachteile der mündlichen und schriftlichen Fehlerkorrektur aufdecken.
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2. Fehler
Der nun folgende Gliederungspunkt wird sich in drei Abschnitten eingehend mit der hinreichenden Definition des Fehlers, möglichen Ursachen von Fehlern bei Lernenden und Klassifikationsvorschlägen auseinandersetzten.
2.1 Fehlerdefinition
Fehler sind etwas ganz Natürliches und können überall und in jeden Lebensbereich auftreten. Um aber dennoch eine gültige und diese Tatsache vollkommen entsprechende Begriffsbestimmung zu finden, hat sich folgende Definition durchgesetzt: Ein Fehler ist etwas, was gegen etwas verstößt oder von etwas abweicht, was in der jeweiligen Situation vom Empfänger oder der Norm als richtig empfunden wird. 1 Dieser doch auf den ersten Blick ein wenig befremdlichen Erklärung muss jedoch klar zugestimmt werden, da das anscheinend zu oft benutzte Wort ´etwas´ lediglich Synonym für die jeweilige Vergleichsgröße ist, deren Abweichung den Fehler letztendlich eindeutig bestimmt. Unabhängig davon unterliegt ein Fehler häufig auch der Relativität und somit zugleich der jeweiligen Situation und dem Beurteiler. 2
Für den Leser sicherlich besser nachvollziehbar ist die Definition eines Sprachfehlers, um die sich während der theoretischen Auseinandersetzungen mit dem Begriff ab circa 1960 viele Wissenschaftler bemüht haben.
So ist ein Sprachfehler im Laufe der Forschungen unter anderem definiert worden als:
N eine Abweichung vom Sprachsystem
N eine Abweichung von der in der jeweiligen Sprache geltenden linguistischen Norm N ein Verstoß gegen Sprache und Handlung der jeweiligen Sprachgemeinschaft N das, was der Kommunikationspartner und /oder der Muttersprachler nicht versteht N ein Verstoß gegen die geltenden Normen in Grammatiken und Lehrwerken N eine der Situation völlig unangemessene Sprachweise. 3
1 Vgl. Kleppin, K. (2003), S. 14 ff.
2 Vgl. Hüllen, W./ Jung, L. (1976), S. 145.
3 Vgl. Kleppin, K. (2003), S. 19 f.
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Sprachfehler unterliegen demzufolge auch verschieden Kriterien, deren Erfüllung eine typische Charakteristik für das eindeutige Vorhandensein darstellt. Wie so oft, gibt es auch hier verschiedene Ansätze, die Kriterien zu bestimmen. Im Sinne der Aktualität der vorliegenden Literatur beschränkt sich die Verfasserin hier auf die Erläuterung der fünf wesentlichsten Kriterien Korrektheit, Verständlichkeit, Situationsangemessenheit, Unterrichtsbedingtheit und Flexibilität/Lernbezogenheit. 4
Korrektheit bezieht sich auf die bereits im vorherigen Text erwähnte Stimmigkeit hinsichtlich der geltenden linguistischen Norm und Grammatik der Zielsprache sowie allen anderen niedergeschriebenen Regelwerken und geltenden Begebenheiten einer Sprachgemeinschaft. Das Kriterium der Verständlichkeit zielt darauf ab, dass das Gesprochene oder Geschriebene von Empfänger auch eindeutig zugeordnet, also tatsächlich verstanden wird. Dabei ergeben sich hier wesentliche Unterschiede in der Kommunikation zwischen Personen, die beide die Zielsprache als Fremdsprache lernen und der zwischen einem Fremd- und einem Muttersprachler. So ist oft gegeben, dass in der Kommunikation zwischen Fremdsprachlern vereinfachte Strukturen und falsche Grammatik vom Gegenüber nicht als Fehler erkannt und gegebenenfalls verbessert werden. 5
Situationsangemessenheit beschreibt ein Fehlerkriterium, das sich auf die sprachlichen Sitten und Gebräuche der Zielsprache bezieht. Probleme dieser Art ergeben sich beispielsweise bei dem Gebrauch unsittlicher Wörter in einem Kompliment.
Mit der Unterrichtsbedingtheit wird ein sehr subjektives Kriterium beschrieben. Hier geht es um die Einhaltung der Normen und Regelmäßigkeiten, die für den jeweiligen Lehrenden als richtig angesehen werden. 6
Zwar gibt es in der Grammatik sicherlich wenige Individualisierungsmöglichkeiten, im persönlichen Ausdruck der Lernenden dafür aber umso mehr. So kann es zum Beispiel durch einen Lehrerwechsel dazu kommen, dass erlernte Strukturen und Ausdrucksmöglichkeiten als fehlerhaft und korrekturwürdig angesehen werden.
Unter dem Begriff Flexibilität und Lernbezogenheit wird die Einordnung des jeweiligen Sprachfehlers in das aktuelle Unterrichtsgeschehen verstanden. Je nach der momentan behandelten Sprachstruktur sind einige Fehler mehr, andere dafür weniger relevant für die Unterrichtziele. Im Allgemeinen richtet sich dieses Fehlerkriterium zusätzlich nach den Determinanten des Korrektheitskriteriums aus den vorgehenden Erläuterungen. 7
4 Vgl. Kleppin, K. (2003), S. 20 ff.
5 Vgl. Fiedler, R. (2006), S. 1.
6 Vgl. Kleppin, K. (2003), S. 21.
7 Ebenda, S. 22.
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Arbeit zitieren:
Diana Marossek, 2007, Fehler und Fehlerkorrektur im Prozess des Spracherwerbs, München, GRIN Verlag GmbH
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Einbetten
DOI
Deutsch - Deutsch als Fremdsprache / Zweitsprache
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