INHALTSVERZEICHNIS
1. Sport als Marketingplattform Seite
1.1. Die gesellschaftliche Bedeutung des Sports Seite 28
1.2. Der Stellenwert des Sports im Marketing
und seine Aufgabe Seite 29
1.2.1. Marketing im Sport Seite 29
1.2.2. Marketing im Sport Seite 32
1.3. Das Produkt ´Sport´ Seite 34
2
1. Sport als Marketingplattform
Neben der Professionalisierung ist auch die Kommerzialisierung im Sport in den letzten beiden Jahrzehnten immer weiter vorangeschritten. Der Sport wurde mehr und mehr durch eine Unterhaltungsorientierung 1 geprägt und ist so zu einem Bestandteil der modernen Dienstleistungsgesellschaft geworden. Viele Sportvereine haben in den letzten Jahren „den Wandel von der Solidargemeinschaft hin zu einem Unternehmen der
Sportunterhaltungsstrategie“ 2 durchlebt und so ist die Nutzung von Sport als Element der Marketingkommunikation selbstverständlich geworden.
1.1. Die gesellschaftliche Bedeutung des Sports
Welch gesellschaftliche Bedeutung und welch wichtige Rolle Sport im Allgemeinen in Deutschland einnimmt, verdeutlichen die folgenden Zahlen:
• Das gesamte Sportpotenzial in Deutschland (alle Personen, die oft, gelegentlich und/oder sporadisch Sport treiben) beziffert sich nach Angaben von Marktforschern auf ca. 57 Mio. Deutsche. 3
• Es gibt hierzulande ca. 90.000 organisierte Sportvereine, welche eine Mitgliederzahl von rund 29 Mio. Menschen verzeichnen können. 4
• Der jährliche Wert aller sportbezogenen Waren und Dienstleistungen betrug in den letzten Jahren zwischen 28-32 Milliarden Euro (1,5 % des Bruttoinlandproduktes) und somit hat sich der Sportmarkt zu einem volkswirtschaftlich sehr wichtigen und solide wachsenden Wirtschaftssektor entwickelt.
Diese Zahlen erklären, wieso kein im Leistungsport tätiger Verein, Verband oder Sportler die neuen Marketingkomponenten mehr vernachlässigen darf.
1 Erläuterung: besonders bei großen Sportevents wie den Olympischen Spielen, Fußball-WM und EM,
Tour de France, Formel 1, etc.
2 Zitat: Schewe, Gerhard & Rohlmann, Peter: Sportmarketing, 2005, S. V
3 Vgl: www.bitkom.org/files/documents/BITKOM_Studie_MMTS_Kurzfassung_30-01-07.pdf, 2007
4 Vgl: http://bagfa.de/fileadmin/Materialien/bilder/workshop2c_Spangenberg_org._Sport.pdf, 2006
3
Sportliche Großveranstaltungen, wie die Tour de France, die Formel 1, die Fußball-WM und -EM haben nahezu einen Bekanntheitsgrad von 100% erreicht und „haben sich zu feststehenden Begriffen für Spannung,
Unterhaltung und sportliche Höchstleistungen entwickelt“ 5 . Erreicht werden in der heutigen Zeit nicht mehr nur die Zuschauer, welche live vor Ort dabei sind, sondern durch die mediale Übertragung mittels TV, Internet, Hörfunk und Print können Sportinteressierte nahezu auf der ganzen Welt erreicht werden. Die Medien spielen innerhalb des Entwicklung des Sport-Marketings eine wichtige Rolle: sie vermitteln Informationen, welche Einfluss auf Entscheidungen in Wirtschaft und Finanzmärkten haben, sie transportieren Werbebotschaften und sie bieten die Grundlage für die wachsende Popularität von Sportlern und Vereinen durch die permanente Medienpräsenz. 6 Dieses Beziehungsgeflecht der drei Institutionen Sport - Medien - Wirtschaft wird auch ´Magisches Dreieck´ genannt.
Heutzutage ist - basierend auf dem ´magischen Dreieck´ - das systematische und alle Maßnahmen 7 integrierende Sportmarketing nicht mehr wegzudenken. „Dabei werden aus Fans Kunden, aus Sponsoren Geschäftspartner und aus neuen Klubaktivitäten Geschäftsmodelle.“ 8
1.2. Der Stellenwert des Sports im Marketing und seine Aufgabe
Mit der fortschreitenden Integration des Sports in die
Dienstleistungsgesellschaft hat sich zwangsläufig auch die ökonomische Perspektive des Sports geändert. Das Wesentliche des Sportmarketing besteht darin, den Sport als Schnittstelle zwischen dem Unternehmen und seinen Zielgruppen einzusetzen. Dabei arbeitet der Sport mit den bereits ausführlich beschriebenen Grundlagen des allgemeinen Marketings und der allgemeinen Betriebswirtschaftslehre, wobei diese auf die jeweiligen Sportorganisationen übertragen und angepasst werden.
5 Zitat: Hermanns, Arnold & Riedmüller, Florian: Management-Handbuch Sport-Marketing, 2001, S.6
6 Vgl. Hermanns, Arnold & Riedmüller, Florian: Management-Handbuch Sport-Marketing, 2001, S. 561 ff.
7 Erläuterung: Unter ´allen Maßnahmen´ seien besonders Sportsponsoring, Netzwerkbildungen, innovative
Wettbewerbsstrategien und Merchandising hervorgehoben.
8 Zitat: Schewe, Gerhard & Rohlmann, Peter: Sportmarketing, 2005, S. 7
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Arbeit zitieren:
Rene Domke, 2008, Sport als Marketingplattform, München, GRIN Verlag GmbH
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