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Hybride Texte in der Literatur

Hauptseminararbeit, 2007, 40 Seiten
Autor: Kristin Zettwitz
Fach: Anglistik - Literatur

Details

Kategorie: Hauptseminararbeit
Jahr: 2007
Seiten: 40
Note: 1,0
Literaturverzeichnis: ~ 28  Einträge
Sprache: Deutsch

Archivnummer: V87370
ISBN (E-Book): 978-3-638-03102-8
ISBN (Buch): 978-3-638-92860-1
Dateigröße: 327 KB

Zusammenfassung / Abstract

Diese Arbeit soll das Phänomen hybrider Texte in der Literatur untersuchen. Dazu wird sich eine umfassende Analyse von hybriden Texten in postkolonialen Kontexten an eine theoretische Eingrenzung des Begriffs anschließen. Es soll dann anhand eines konkreten literarischen Beispiels untersucht werden, inwiefern die herausgearbeiteten Beobachtungen aus einem postkolonialen Kontext auf einen allgemein literarischen übertragbar sind sowie ein Ausblick auf Überlegungen zum Übersetzen hybrider Texte gegeben werden. Bevor ich mit der Diskussion der Frage beginne, was ein hybrider Text ist, möchte ich zunächst einmal feststellen, dass der Begriff „Hybridität“ bzw. „hybrid“ eine Vielzahl von Phänomenen beschreibt, die nicht ausschließlich in geisteswissenschaftlichen Themenkomplexen angesiedelt sind, dass Definitionen des Konzepts – zumindest in geisteswissenschaftlichen Kontexten – allerdings meist ausgespart werden und dies auch bei weitreichenderen Ausführungen, in denen Hybridität eine zentrale Rolle spielt. Dies mag zum einen darauf zurückzuführen sein, dass der Begriff an sich nicht neu ist, wenngleich er auch einem anderen Wissenschaftszweig entstammt und genauer betrachtet erst ab dem 20. Jahrhundert gänzlich auf geisteswissenschaftlichem Terrain verortbar ist. [...] Zum anderen ist die Unschärfe, die den Begriff umgibt, typisch für die postmodernen Strömungen des Poststrukturalismus und der Dekonstruktion, über die er hauptsächlich in einen geisteswissenschaftlichen Nexus Eingang gefunden hat.


Textauszug (computergeneriert)

Humboldt-Universität zu Berlin

Institut für Anglistik und Amerikanistik

HS 52702 Postcolonial Translations

SS 2007

Hybride Texte in der Literatur




















Kristin Zettwitz

Französisch/ Englisch IFK



Inhaltsverzeichnis

1. Einführung in den Begriff der Hybridität 3

1.1 Grundlegende Betrachtungen zu hybriden Texten 4

1.2 Hybridität im postkolonialen Diskurs 6

2. Hybridität und Literatur 9

2.1 Postkoloniale Literatur 9

2.1.1 Mayanja: Die Merkmale des Hybriden und der ,,dritte Text" 11

2.1.2 Adejunmobi und Prasad: Übersetzung nicht nur als Metapher sondern als Strategie

18

2.2 Moderne Literatur außerhalb des postkolonialen Kontextes 27

3. Zur Übersetzung hybrider Texte 31

4. Abschlussbetrachtung 35

2


1. Einführung in den Begriff der Hybridität

[D]as Hybride ist etwas Neues, das sich aber einer einheitlichen Definition

entzieht (Zapf 2002, S. 53).

In dieser Arbeit soll das Phänomen hybrider Texte in der Literatur untersucht werden. Dazu

wird sich eine umfassende Analyse von hybriden Texten in postkolonialen Kontexten an eine

theoretische Eingrenzung des Begriffs anschließen. Es soll dann anhand eines konkreten

literarischen Beispiels untersucht werden, inwiefern die herausgearbeiteten Beobachtungen

aus einem postkolonialen Kontext auf einen allgemein literarischen übertragbar sind und ein

Ausblick auf Überlegungen zum Übersetzen hybrider Texte gegeben werden.

Bevor ich mit der Diskussion der Frage beginne, was ein hybrider Text ist, möchte ich

zunächst einmal feststellen, dass der Begriff ,,Hybridität" bzw. ,,hybrid" eine Vielzahl von

Phänomenen beschreibt, die nicht ausschließlich in geisteswissenschaftlichen

Themenkomplexen angesiedelt sind, dass Definitionen des Konzepts ­ zumindest in

geisteswissenschaftlichen Kontexten ­ allerdings meist ausgespart werden und dies auch bei

weitreichenderen Ausführungen, in denen Hybridität eine zentrale Rolle spielt.1 Dies mag

zum einen darauf zurückzuführen zu sein, dass der Begriff an sich nicht neu ist, wenngleich

er auch einem anderen Wissenschaftszweig entstammt und eigentlich erst ab dem 20.

Jahrhundert gänzlich auf geisteswissenschaftlichem Terrain verortbar ist:

The word "hybrid" has developed from biological and botanical origins: in Latin

it meant the offspring of a tame sow and a wild boar, and hence, as the OED puts

it, "of human parents of different races, half-breed". The OED continues: "A few

examples of this word occur early in the seventeenth century; but it was scarcely

in use until the nineteenth", "hybrid" is the nineteenth century′s word. But it has

become our own again. In the nineteenth century it was used to refer to a

physiological phenomenon; in the twentieth century it has been reactivated to

describe a cultural one. [...] The word′s first philological use, to denote "a

composite word formed of elements belonging to different languages", dates

from 1862. An OED entry from 1890 makes the link between the linguistic and

racial explicit: "The Aryan languages present such indications of hybridity as

would correspond with [...] racial intermixture" (Young 1995, S. 6).2

1 So schreibt Kien Nghi Ha in seinem Buch mit dem bezeichnenden Titel ,,Der Hype um Hybridität ­ kultureller

Differenzkonsum und postmoderne Verwertungstechniken im Spätkapitalismus" (2005): ,,Kaum ein Begriff hat in jüngster

Zeit in der intellektuell-akademischen Öffentlichkeit wie in der Tagespresse für so viel Furore gesorgt und dabei soviel

Unklarheit hinterlassen. Besonders in Form des scheinbar universell ,andockbaren` Adjektivs ,hybrid` referiert er auf

diversen Themenfeldern auf sehr unterschiedliche Formen der Hybridisierung, Vermischung und (Re-)Kombinierung" (S.

12).

2 Interessanterweise wurde der Terminus zunächst zur Beschreibung eines linguistischen Phänomens verwendet und später

erst auf kulturelle Ausformungen übertragen, was bereits auf eine enge Verflechtung von Sprache bzw. Sprachverwendung

und Kultur in diesem Zusammenhang hinweist.

3


Zum anderen ist die Unschärfe, die den Begriff umgibt, typisch für die postmodernen

Strömungen des Poststrukturalismus und der Dekonstruktion, über die er hauptsächlich in

einen geistes-wissenschaftlichen Nexus Eingang gefunden hat. So bemerkt Arrojo (2003, S.

101) in Bezug auf den Begriff ,,Dekonstruktion":

Die Erkenntnis, daß das dekonstruktivistische Denken insgesamt den Glauben an

die unveränderliche Bedeutung eines Wortes oder Begriffs in Frage stellt, erklärt

die Schwierigkeit, Dekonstruktion zu definieren und ihre wesentlichen

Implikationen [...] in wenigen Sätzen zu diskutieren. Wie der Begründer der

Dekonstruktion, Jacques Derrida, erklärte, gehen ,,alle Sätze wie ,Dekonstruktion

ist x` oder ,Dekonstruktion ist nicht x` a priori an der Sache vorbei, sind

zumindest falsch", da ,,einer der wesentlichen Gedanken der Dekonstruktion [...]

gerade in der Einschränkung der Ontologie und vor allem der dritten Person

Präsens Indikativ: S ist P, besteht" (Derrida 1987 in Kamuf 1991:275).

Damit wird klar, dass eindeutige und unveränderliche Definitionen unerwünscht sind und die

bezeichnende Tatsache, dass Homi K. Bhabha, der ,,hybridity" als Schlüsselbegriff in die

postkoloniale Literatur- und Kulturtheorie eingebracht hat3, in seinem Werk auf eine

abgrenzende Diskussion des Begriffs verzichtet, mutet vor diesem Hintergrund wenig

verwunderlich an. Bevor ich versuchen werde, Bhabhas Hybriditätsbegriff zu umreißen und

einige wichtige Implikationen für die Übersetzung hybrider Texte herausstelle, möchte ich

zunächst doch ­ der dekonstruktivistischen Tradition zum Trotz ­ mögliche grundlegende

Charakteristika von Hybridität und hybriden Texten zusammentragen, die dann wiederum

durch Bhabhas Verständnis von Hybridität im postkolonialen Kontext erweitert werden

sollen.

1.1 Grundlegende Betrachtungen zu hybriden Texten

Schäffner und Adab (2001)4, die sich dem hybriden Text weniger aus einem postkolonialen,

sondern aus einem translationswissenschaftlichen Blickwinkel nähern, stellen als Merkmale

von hybriden Texten heraus, dass sie fremdartige und ungewöhnliche Elemente aufweisen,

die mit den Erwartungen an einen ,,

norm

alen" Text brechen:

A hybrid text is a text that results from a translation process. It shows features

that somehow seem "out of place"/"strange"/"unusual" for the receiving culture,

i.e., the target culture. These features, however, are not the result of a lack of

3 Vgl. Wolf (2003, S. 103); Burtscher-Bechter (2004, S. 283).

4 Schäffner und Adab beziehen sich eher auf hybride Texte in internationalen (z.B. EU-)Kontexten und im Bereich der

Werbung, allerdings wird sich das nachfolgende Konzept auch außerhalb dieses Rahmens als operabel erweisen.

4


translational competence or examples of "translationese", but they are evidence

of conscious and deliberate decisions by the translator. Although the text is not

yet fully established in the target culture (because it does not conform to

established norms and conventions), a hybrid text is accepted in its target culture

because it fulfils its intended purpose in the communicative situation (at least for

a certain time) (a.a.O., S. 176).

Hervorzuheben ist zunächst einmal, dass Hybridität nicht als negativ besetztes Merkmal

herausgestellt wird, wie es bei einer misslungenen Übersetzung der Fall ist, sondern das

Einflechten von fremd und deplatziert wirkenden Elementen ist als bewusste

Übersetzungsstrategie zu bewerten. Diese Elemente, so Schäffner und Adab weiter,

entstammen der Ausgangssprache und -kultur und sind beim Übersetzungsprozess bewusst in

den Zieltext übernommen worden (vgl. a.a.O., S. 171). Damit sie als fremdartig und

unpassend wahrgenommen werden können, müssen sie gegen eine etablierte Norm

(beispielsweise in Bezug auf Lexik, Syntax oder Stil) in der Zielkultur verstoßen: ,,Hybrid

texts have features that are somehow contradictory to the norms of the target language and

culture" (a.a.O., S. 177). Gleichzeitig jedoch kann der Normenverstoß nicht so gravierend

sein, dass der hybride Text nicht mehr rezipiert werden kann und so seine kommunikative

Funktion als Text nicht mehr erfüllt. Weiterhin werden hybride Texte ausdrücklich als

Produkt eines Übersetzungsprozesses beschrieben, wobei sich m.E. die Frage stellt, ob

hiermit lediglich Übersetzung im engen Sinn der interlingualen Übersetzung, d.h. als

Übertragung eines schriftlich fixierten Textes in einer Sprache A in einen schriftlich fixierten

Text in einer Sprache B gemeint sein kann, oder ob der Übersetzungsbegriff in

postkolonialen Kontexten auch auf ,,übersetzendes Schreiben" ausgedehnt werden kann, wie

es beim Verfassen von Texten in einer Fremdsprache geschieht. Auch Snell-Hornby, die sich

die Definition von Schäffner und Adab für ihre eigenen Ausführungen zunutze macht, merkt

an, dass hier nicht von einem Übersetzungsprozess im klassischen Sinn gesprochen werden

kann, wohl aber, dass sich die herausgearbeitete Spezifik auf postkoloniale Texte übertragen

lässt (vgl. Snell-Hornby 2001, S. 208). Ich werde später, bei der Betrachtung postkolonialer

hybrider Texte, noch einmal auf diese Frage zurückkommen.

Snell-Hornby merkt an, dass sie sich auf ein Konzept hybrider Texte bezieht, das seinen

Ursprung in den Postcolonial Studies hat und sich damit zunächst auf postkoloniale Texte

bezog, die ich als Texte von Autoren bestimmen möchte, deren Realität durch den Einschnitt

der Kolonisation verändert wurde und die in der Sprache der ehemaligen Kolonialherren

schreiben (also v.a. Englisch, Französisch und Portugiesisch), wobei ich mich im Rahmen

dieser Arbeit auf die Betrachtung englischsprachige Texte beschränken werde. Dabei sind die

Autoren in einen Raum zwischen der als authentisch imaginierten indigenen Kultur und der

5


Sprachwelt und des Kulturkreises der ehemaligen Kolonisatoren situiert, weshalb die

Artikulation von diesem Zwischenraum aus eine neue Sprache oder Sprechart hervorbringt:

These postcolonial texts, frequently referred to as "hybrid" or "métissés" because

of the culturo-linguistic layering which exists within them, have succeeded in

forging a new language that defies the very notion of a "foreign" text that can be

readily translatable into another language. With this literature we can no longer

merely concern ourselves with conventional notions of linguistic equivalence, of

ideas of loss and gain which have long been a consideration in translation theory.

For these texts written by postcolonial bilingual subjects create a language "in

between" and therefore come to occupy a space "in between" (Samia Mehrez

1992, S. 21, zit. in Snell-Hornby, a.a.O., S. 208).

Bevor wir uns der Frage der Spezifik des ,,culturo-linguistic layering" und der Problematik

der Übersetzung hybrider Texte zuwenden, möchte ich noch genauer auf das Konzept der

Hybridität eingehen, wie es im Rahmen des postkolonialen Diskurses verstanden wird, dem

es in seiner heutigen Form als Sammelbegriff für ,,kulturelle Mischformen" (Wolf 2003, S.

103) entstammt. Dort nimmt es den Status eines Schlüsselbegriffs ein, wobei die zahlreichen

Veröffentlichungen und Diskussionen um den Themenkomplex Hybridität zeigen, dass der

Begriff seine Vielschichtigkeit und damit auch seine Aktualität bis heute nicht eingebüßt hat.

1.2 Hybridität im postkolonialen Diskurs

One of the most widely employed and most disputed terms in post-colonial

theory, hybridity commonly refers to the creation of new transcultural forms

within the contact zone produced by colonization. [...] Hybridization takes many

forms: linguistic, cultural, political, racial, etc. (Ashcroft, Griffiths und Tiffin

2000, S. 118).

Wie eingangs bemerkt ist die Frage ,,Was ist Hybridität?" aufgrund der Affinität des

Konzepts zu poststrukturalistischem Denken nicht in wenigen Sätzen beantwortbar. Vielmehr

finden sich einzelne Aussagen zu Hybridität und dessen Implikationen ­ der

dekonstruktivistischen Ablehnung der Vorstellung eines Zentrums oder Hierarchie und eines

unveränderlichen Bedeutungskerns von Realität bzw. sprachlichen Zeichen entsprechend ­

an zahlreichen und scheinbar unsystematisch auftauchenden Einzelstellen in Bhabhas

Hauptwerk ,,The Location of Culture" (1994). Der Ort des Entstehens von Hybridität ist der

sogenannte ,,dritte Raum" (,,third space"), ein Zwischenraum bzw. ,,space in-between", in

welchem unterschiedliche Positionierungen und Ausformungen von Realität bzw. Kultur

miteinander in Bezug treten und durch ständiges Neuverhandeln etwas Neues/Drittes

6


schaffen, das sich nicht in seine ursprünglichen Bestandteile aufgliedern lässt und doch kein

homogenes Amalgam bildet5:

But for me the importance of hybridity is not to be able to trace original moments

from which the third emerges, rather hybridity to me is the "third space" which

enables other positions to emerge (Bhabha in Rutherford 1990, S. 211).

Durch ein unablässiges Neuverhandeln kommt es niemals zu einer Konsolidierung der

Positionierungen in dieser ,,new area of negotiation of meaning and representation" (ebd.),

was für den grundsätzlich unabgeschlossenen und offenen Charakter von

Bedeutungszuschreibung bzw. letztendlich auch Realität und Identität spricht. Bhabhas

Hauptaugenmerk liegt dabei ­ aufgrund der Verortung des Diskurses im postkolonialen

Kontext ­ auf den Prozessen, die zur wechselseitigen Konstituierung von Kulturen im

Kontakt miteinander führen, wobei

die mit Uneinheitlichkeit, Unvollständigkeit, Unabgeschlossenheit und einem

fragmentarischen Charakter in Verbindung gebrachte

Hybriditä

t von Identitäten

oder auch Kulturen von postkolonialen TheoretikerInnen positiv bewertet und

den binären Oppositionen und Dichotomien, auf welchen die Gegensatzpaare

Kolonisator/Kolonisierter, Ost/West, Orient/Okzident, Selbst/Anderer beruhen,

als Alternative entgegengestellt wird (Burtscher-Bechter 2004, S. 284).

Bhabhas Ansatz ist als Gegendiskurs zum imperialistisch-hegemonialen Machtdiskurs der

Kolonisation zu bewerten und weist damit eine politische Dimension auf, wie es für

Theoriebildung in postkolonialen Kontexten charakteristisch ist. Vor diesem Hintergrund ist

auch der Aspekt der Mimikry zu bewerten, den Bhabha als Versuch der Nachahmung von

Seiten des kolonisierten Subjekts versteht, jedoch als

gescheiterten Versuch

, da Mimikry ­

aufgrund der Beschaffenheit des dominanten Diskurses, der den Kolonisierten als den

Anderen des Kolonisators festschreibt ­ nur zum Teil gelingen kann und immer auch Spuren

des Fremden/Anderen beinhaltet.6 Durch die Präsenz des kolonialen Anderen, der im

Versuch der Mimikry die Merkmale des Hybriden angenommen hat, wird jedoch der

dominante koloniale Diskurs selbst unterminiert, indem Hybridität dessen Ambivalenz

5 Vgl. Burtscher-Bechter (2004, S. 284); Wolf (2003, S. 103); Bhabha (1994, S. 38). Bhabha baut sein Hybriditätskonzept

auf Michael Bachtins literaturwissenschaftliche Überlegungen zur ,,Dialogizität" von Romanen auf, wie im Folgenden

deutlich werden soll: ,,Against the homogenizing move towards assimilation, intentional hybridity [d.h. das künstlerische

und bewusst dialogisierende Verfahren, dessen sich der Autor bedient, Anm. K.Z.] requires that two linguistic

consciousnesses and two voices remain present but distinct, `fight[ing] it out within the territory of the utterance′ (1992:

360) or the text. The meaning, as Bakhtin himself indicates, lies not so much in the activity of mixing as in `the collision

between different points of view on the world′ (1992: 360). The two elements integrated in the hybrid sign are dialogically

confronted, thus refusing closure and stasis" (Manzanas und Benito 2003, S. 69).

6 Vgl. auch Ashcroft, Griffiths und Tiffin 2000, S. 139 und S. 13: ,,The problem for colonial discourse is that it wants to

produce compliant subjects who reproduce its assumptions, habits and values ­ that is, `mimic′ the colonizer. But instead it

produces ambivalent subjects whose mimicry is never very far from mockery. Ambivalence describes this fluctuating

relationship between mimicry and mockery, an ambivalence that is fundamentally unsettling to colonial dominance." (S. 13).

7



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