Seminar: Sport und Bewegungserziehung in der Schule
Leistungsnachweis im Fach Sport
für das Lehramt an Realschulen in Verbindung mit einer Lehrveranstaltung
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1.1 Allgemeine Gesundheitsdefinition
1.2 Eine pädagogisch orientierte Gesundheitsdefinition
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2.1 Der Stellenwert von Sport und Bewegung in Kindheit und Jugend 2.2 Zum aktuellen Bewegungsstatus 2.3 Ergebnisse der WIAD-Studie 2.4 Aussichten und Argumente der Gesundheitsförderung
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Einleitung
Das Thema „Gesundheitspädagogik im Sportunterricht“ ist ein komplexes Thema, welches in dieser Arbeit dahingehend behandelt wird, dass zunächst verschiedene Definitionen für den Begriff Gesundheit genannt werden, daraufhin kurz auf den derzeitigen Stand der sportlichen Aktivität von Kindern und Jugendlichen eingegangen wird, wobei diesbezüglich die Ergebnisse der WIAD-Studie 1 näher beleuchtet werden.
Im weiteren Verlauf werden die gegebenen Bedingungen für eine Gesundheitserziehung in der Schule erläutert und Möglichkeiten aufgezeigt, Ge-sundheitsbewusstsein zu entwickeln. Diese Arbeit soll u. a. Anregungen und Lösungsansätze für die Problematik des mangelhaften Bewegungs- und Sportverhaltens der Kinder und Jugendlichen nennen, aber auch über allgemeine Fakten im Bereich der Gesundheiterziehung im Sportunterricht hinausgehen und darstellen, wie sich die Thematik im Sportunterricht berücksichtigen lässt. Ebenso wird angesprochen, welche Argumente für eine Ge-sundheitsförderung sprechen und welche Perspektiven die Gesundheitspädagogik im Schulsport hat.
Letztendlich soll meine Arbeit den Stellenwert, den die Gesundheiterziehung von Kindern und Jugendlichen haben sollte, verdeutlichen. Es geht um mehr als nur den körperlichen Zustand und präventives Training, nämlich im weitesten Sinne um ein Anliegen, welches die ganze Gesellschaft angeht.
1 Studie des Wissenschaftlichen Institutes der Ärzte Deutschlands
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1. Zum Gesundheitsbegriff $OOJHPHLQH*HVXQGKHLWVGHILQLWLRQ
Der Begriff der Gesundheit unterliegt gesellschaftlichen und historischen Einflüssen. Er kann immer nur mit dem jeweiligen Welt- und Menschenbild zusammen analysiert werden. Es gibt viele verschiedene und vielschichtige Definitionsversuche, die jeweils die unterschiedlichen Auffassungen der Forscher und Experten darstellen.
Erben, Franzkowiak und Wenzel unterscheiden drei Erklärungsansätze für Gesundheit (Knoll 1997, 18) 2 : Gesundheit als Produkt, Potential und Prozess: Zunächst wird Gesundheit als objektiver, bio-medizinisch überprüfbarer Status definiert. Diese Auffassung von Gesundheit als Produkt drückt das bio-medizinische Gesundheitsverständnis aus. Der Körper ist in diesem Sinne nicht mehr als eine Maschine, deren Funktionieren nur durch Krankheit gestört wird. Gesundheit bedeutet hier lediglich, dass die Leistungsfähigkeit des Organismus gegeben ist. In dieses Bild hinein passt der Begriff von der „Reparatur-Medizin“. Ein Patient wird in der naturwissenschaftlichtechnisch ausgerichteten modernen Medizin auf die Krankheit reduziert. Krankheit und Gesundheit werden verhaltensunabhängig voneinander gesehen. Der Gesundheitszustand wird negativ definiert - allein durch die Abwesenheit von Krankheit. Man spricht entweder vom „gesund sein“ oder vom „krank sein“, was einem recht statischen Gesundheits- bzw. Krankheitsbegriff entspricht. Der zweite Erklärungsversuch „Gesundheit als Potenzial“ entfernt sich von den rein physiologisch messbaren Vorgängen und konzentriert sich auf die psychosozialen Komponenten von Gesundheit. Damit ist es jedem Individuum möglich, sich mit seinem Potential an Gesundheit an die Umwelt anzupassen. Allerdings ist auch jeder ebenso gehalten, Ver-antwortung für sein Handeln und sein Gesundheitspotential zu übernehmen (Knoll 1997, 18).
2 aus: Erben, R., Franzkowiak, P., Wenzel, E. (1991). Die Ökologie des Körpers.
Konzeptionelle Überlegungen zur Gesundheitsförderung. In WENZEL, E. (Hrsg.). Die
Ökologie des Körpers (Neue Folge; Bd. 234). (S. 13 - 120). Frankfurt: Suhrkamp (Edition
Suhrkamp 1234).
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Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat eine wichtige Definition aufgestellt, die auf einem ganzheitlichen Gesundheitsbegriff basiert, welcher die Wechselwirkung der physischen, psychischen und sozialen Komponen- tenunterstreicht. Demnach ist Gesundheit der „ Zustand des völligen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur das Freisein von Krankheit und Gebrechen“ (Knoll 1997, 18). An dieser Definition muss man kritisieren, dass Gesundheit hier als Idealzustand dargestellt wird, der realistisch gesehen niemals erreicht wird. Außerdem geschieht durch diese Auffassung eine Ausgrenzung von allem, was nicht der Norm entspricht (Knoll 1997, 19). Das heißt z. B. auch, dass behinderte Menschen diesen gesellschaftlichen Normen nicht entsprechen und von vorneherein isoliert sind. Ebenso ist der Begriff „ Wohlbefinden“ zu schwammig und bedarf wiederum einer eigenen Definition. Die dritte Auffassung versteht Gesundheit als prozesshaftes Geschehen. Dieser Gesundheitsbegriff bezieht demnach körperliche, geistige und soziale Komponenten in einer Wechselwirkung in derselben Weise mit ein. Sie ist kein ruhender Zustand sondern entsteht im Gegenteil aus einem dynamischern Prozess zwischen Anforderungen und Ressourcen und ist im jeweiligen Bezug unterschiedlich ausgebildet (Knoll 1997, 19).
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Dem Gesundheitswissenschaftler Klaus Hurrelmann zufolge ist die Gesund-
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„ …Zustand des objektiven und subjektiven Befindens einer Person, der gegeben ist, wenn diese Person sich in physischen, psychischen und sozialen Bereichen ihrer Entwicklung im Einklang mit den eigenen Möglichkeiten und Zielvorstellungen und den jeweils gegebenen äußeren Lebensbedingungen befindet. Gesundheit ist beeinträchtigt, wenn sich in einem oder mehreren dieser Bereiche Anforderungen ergeben, die von der Person in der jeweiligen Phase im Lebenslauf nicht erfüllt und bewältigt werden können. Die Beeinträchtigung kann sich in Symptomen der sozialen, psychischen und physischphysiologischen Anfälligkeiten manifestieren (http: Hurrelmann, 1997).“
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Arbeit zitieren:
H.-A. Theilen, 2002, Gesundheitspädagogik im Sportunterricht, München, GRIN Verlag GmbH
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Gesundheitserziehung - Definitionen von Gesundheit und der Einsatz von...
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