Inhaltsverzeichnis
Vorwort 4
Einleitung 5
I Haltungen Grundannahmen und Zielsetzungen 6
1. Möglichkeitsraum vergrößern 6
2. Hypothesenbildung 6
3. Zirkularität 7
4. Prinzip der Neutralität 8
5. Lösungs- und Ressourcenorientierung 8
II Systemisches Fragen 9
1. Was ist zirkuläres Fragen 9
2. Ziele des zirkulären Fragens 10
3. Frageformen: Verdeutlichung von Unterschieden 11
3.1. Klassifikationsfragen 11
3.2. Prozentfragen 11
3.3. Übereinstimmungsfragen 11
3.4. Subsystemvergleiche 12
4. Fragen zur Wirklichkeits- und Möglichkeitskonstruktion 12
4.1. Fragen zur Wirklichkeitskonstruktion 13
a) Auftragsklärung 13
b) Überweisungskontext erfragen 13
c) Erwartungen der Anwesenden erfragen 13
d) Problemkontext 13
„Das Problempaket aufpacken“ 13
Beschreibungen rund um das Problem erfragen 13
„Tanz um das Problem“ erfragen 13
Erklärung für das Problem erfragen 14
Bedeutung des Problems für die Beziehung 14
4.2. Fragen zur Möglichkeitskonstruktion 14
a) Lösungsorientierte Fragen („Verbesserungsfragen“) 15
b) Problemorientierte Fragen („Verschlimmerungsfragen“) 15
2
c) Fragen nach Ressourcen 15
d) Die Wunderfrage 16
5. Stilistische Aspekte 16
III Metaphorische Techniken 17
1. Genogramm 17
2. Familienskulptur 18
3. Metaphern 18
IV Kommentare und Würdigungen 19
1. Wertschätzende Konnotation 19
2. Refraiming 20
2.1. Die Prämissen systemischen Denkens 20
2.2. Wichtigkeit der Kontextmarkierungen 20
2.3. Verstörung durch Wechsel der Frames 20
2.4. Refraiming Schritte 21
Nachwort 22
Anhang: Quellenverzeichnis 23
Abbildungsverzeichnis 23
3
Vorwort
Für die gegenwärtige Hausarbeit habe ich das Thema „Ausgewählte Instrumente und Techniken in der Systemischen Beratung“ gewählt. Da dieses Themengebiet sehr umfangreich ist, habe beschränke ich mich in dieser Arbeit auf „ausgewählte Instrumente und Techniken“, so dass ich keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebe.
Der Zeitaufwand für die Erstellung der Arbeit umfasste etwa 160 Stunden. Zu meinem Bedauern habe ich nicht mehr Zeit investieren können. Die aufwendigen Recherchen im Internet und die Ausarbeitung aus der Fachliteratur forderten eine starke Einschränkung des so umfangreichen Stoffes. Auch die vorgegebenen Richtlinien haben dazu geführt, dass einige Instrumente und Techniken ignoriert werden mussten.
Die Hausarbeit gliedert sich insgesamt in 4 Kapitel, die inhaltlichen Bezug zueinander aufweisen. Im ersten Kapitel werden Haltungen, Grundannahmen und Zielsetzungen eines systemischen Beraters dargestellt, da diese die Voraussetzung für die nachstehend erläuterten Methoden bilden. Das zweite Kapitel ist sehr umfangreich, nicht zuletzt weil es für mich den Anreiz darstellte, diese Hausarbeit zu schreiben. Es beinhaltet viel Wissenswertes in Bezug auf das systemische Fragen, wobei viele Beispiele einen Bezug zur Praxis ermöglichen. Der dritte Abschnitt beschäftigt sich mit metaphorischen Techniken, wie Genogrammen, Familienskulpturen und Metaphern. Hier findet man neben einer Beschreibung der einzelnen Methoden, eine Anleitung für deren praktische Umsetzung. Im letzten Teil werden schließlich noch die wertschätzende Konnotation und das Refraiming angeschnitten.
Das Ziel, welches ich mit dieser Hausarbeit verfolge, ist verschiedene Instrumente und Techniken der systemischen Beratung praxisnah darzustellen, um mir selbst Werkzeuge für Beratungsprozesse anzueignen.
Abschließend wünsche ich dem Leser interessante Einblicke in dieses Themengebiet.
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Einleitung
In der Einleitung möchte ich kurz darstellen, warum ein Gesundheitsberater sich auch Techniken der Systemischen Beratung aneignen sollte.
Dem Verständnis der Weltgesundheitsorganisation zufolge wird Gesundheit als „ein Zustand vollkommenen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht die bloße Abwesenheit von Krankheit oder Gebrechen“ definiert. Ausgehend von dieser Definition hat die WHO in die internationale Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (kurz ICD-10) unter dem Klassifikationsbuchstaben Z alle „Faktoren, die den Gesundheitszustand beeinflussen und zur Inanspruchnahme des Gesundheitswesens führen“, aufgenommen. Die unterschiedlichen Erkrankungen der Z-Klassifikation werden in Verbindung mit Ziffern diagnostisch weiter differenziert. So zum Beispiel umfasst der Code Z63 „Probleme mit Bezug auf den engeren Familienkreis, einschließlich familiärer Umstände“, wobei nochmals zwischen unterschiedlichen Situationen unterschieden wird, z.B. „Probleme in der Beziehung zum Lebenspartner“ (Z63.0), „zu den Eltern oder angeheirateten Verwandten“ (Z63.1), „ungenügende familiäre Unterstützung“ (Z63.2), „Verschwinden oder Tod eines Familienangehörigen“ (Z63.4), „Familienzerrüttung durch Trennung oder Scheidung“ (Z63.5) etc.. Durch die Aufnahme derartiger Lebensumstände in den klinischen Katalog der ICD-10 wird deren Bedeutung für die menschliche Gesundheit deutlich. Viele Studien belegen, dass psychische Belastungen (z.B. Eheprobleme, Scheidung, Tod, etc.) gesundheitliche Risiken bergen, die beispielsweise in Befindlichkeitsstörungen, psychosomatischen und seelischen Erkrankungen enden können. Somit ist es für einen Gesundheitsberater unerlässlich sich Kenntnisse im psychosozialen Beratungsbereich anzueignen.
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I Haltungen, Grundannahmen und Zielsetzungen
In diesem ersten Kapitel soll ein kurzer Überblick über die Haltungen, Grundannahmen und Zielsetzungen eines Beraters in der systemischen Beratung gegeben werden, da diese grundlegend für das Verständnis der später vorgestellten Instrumente und Techniken sind. Die unterschiedlichen Positionen des Beraters setzen sich aus folgenden Elementen zusammen: der Vergrößerung des Möglichkeitsraumes, der Hypothesenbildung, der Zirkularität und dem Prinzip der Neutralität. Des Weiteren sind die Positionen der Lösungs- und Ressourcenorientierung zu erwähnen, welche das Profil eines systemischen Beraters abrunden.
1. Möglichkeitsraum vergrößern
Systemisches Denken und Handeln orientiert sich an dem ethischen Imperativ, welcher von dem österreichischen Denker Heinz von Förster formuliert wurde: „Handle stets so, dass du die Anzahl der Möglichkeiten vergrößerst!“ Diesem Postulat stehen in der heutigen Gesellschaft Tabus, Denkverbote, Dogmen, sowie Richtig- oder Falsch-Bewertungen jeglicher Art entgegen. Deshalb ist der systemische Berater bemüht die Beschreibungen des Klienten darüber, wie er die Wirklichkeit erfährt, zu verändern indem er mehrere Sichtweisen anbietet. Dabei wird das Gewusste bewusst in Frage gestellt, damit das kaum Gedachte zum Thema gemacht werden kann. Durch diese Herangehensweise verändert sich der Blickwinkel und der mögliche Handlungsraum vergrößert sich. (vgl. Kuhlmann und Neininger, 2005: 43)
2. Hypothesenbildung
Einen zentralen Bestandteil in der systemischen Beratung nimmt die Hypothesenbildung ein, wobei unter dem Begriff der Hypothese eine vorläufige Annahme über die Wirklichkeit bzw. eine Wirklichkeitskonstruktion zu verstehen ist. Der Wert einer Hypothese liegt in ihrer Nützlichkeit, wobei diese an der Ordnungs- und Anregungsfunktion der Hypothese gemessen wird. Der Ordnungsfunktion entsprechend soll die Hypothese für den Therapeuten kognitive Ordnung schaffen, indem sie eine Selektion der vielen Informationen aus dem Gespräch in Bedeutsames und Irrelevantes vornimmt. Der Anregungsfunktion zufolge sollen Hypothesen zunächst dem Berater, später dem System neue Sichtweisen anbieten, nicht nur indem altes überprüft, sondern auch neue, zum Teil auch außergewöhnliche Möglichkeiten generiert und untersucht werden. Denn gerade die Auswahl an Theorien führt auch zu einer Vielfalt an Perspektiven und Möglichkeiten. „Eine gute Hypothese zeichnet sich demnach aus, indem
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Arbeit zitieren:
Stefanie Karl, 2007, Ausgewählte Instrumente und Techniken in der Systemischen Beratung, München, GRIN Verlag GmbH
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