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3.1 Der Separatfriede zwischen Philipp und Athen
3.2 Philipps Vorgehen in den anderen griechischen Staaten
3.3 Die Kongresse von Korinth
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3
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Das Thema dieser Arbeit ist die Schlacht von Chaironeia, die 338 v. Chr. den Krieg zwischen den Makedonen unter Philipp II. und der Koalition griechischer Stadtstaaten beendete und zugunsten der militärisch überlegenen Makedonen entschied.
Im ersten Kapitel werden die Umstände erläutert, die den Krieg auslösten und der Kriegsverlauf bis vor der entscheidenden Endschlacht kurz skizziert. Die Ausführungen in diesem Teil der Arbeit sind bewusst knapp gehalten, da der Schwerpunkt auf die Schlacht selbst und die darauf folgenden Konsequenzen gelegt ist.
Die Beschreibung des Schlachtverlaufes, der Strategie der Kontrahenten, des Schlachtausganges und dessen unmittelbarer Konsequenzen bilden den Mittelteil.
Im letzten Teil der Arbeit, der in drei Unterkapitel gegliedert ist, wird aufgezeigt, wie Philipp nach seinem durchschlagenden Erfolg bei Chaironeia mit den besiegten Gegnern verfuhr. Seine Massnahmen in Athen, mit dem er einen Separatfrieden schloss, gestalteten sich völlig anders als in den anderen griechischen Stadtstaaten. Doch im Allgemeinen war er bestrebt, zu Hellas, dessen Hegemon er nun war, ein freundschaftliches Verhältnis aufzubauen. So schloss er in Korinth einen Bund mit den griechischen Stadtstaaten und es wurde ein gemeinsames Vorgehen gegen die Perser ins Auge gefasst. Eine kurze inhaltliche Zusammenfassung und eine Landkarte von Griechenland zur Zeit Philipps II. bilden den Abschluss der Arbeit.
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Die Schlacht von Chaironeia beendete die viele Jahre dauernden Bemühungen des Makedonenkönigs Philipp II., die Vormacht in Griechenland zu gewinnen.
4
In Nordgriechenland beschritt Philipp, um dieses Ziel zu erreichen, seit 357 v. Chr. den Weg der Annexion , wobei er nicht selten den Interessen der Athener in die Quere kam. Um Mittelgriechenland einzunehmen, kamen sowohl politische als auch militärische Mittel zum Einsatz. 346 v. Chr. endeten Philipps Bemühungen vorübergehend mit einem Friedensschluss mit den ermüdeten Athenern („Friedensschluss des Philokrates“). 1 340 v. Chr. kam es jedoch erneut zum Krieg zwischen Athenern und Makedonen. In Griechenland formierte sich unter attischer Führung der Hellenische Bund, eine gegen Philipp gerichtete, aber nur defensiv orientierte, Koalition. 2 Über die Gründe für den nun offen ausbrechenden Krieg scheint sich die moderne Forschung nicht vollends einig zu sein. Für Gerhard Wirth scheint die Ursache ganz klar darin zu liegen, dass die Makedonen im Herbst 340 v. Chr. 240 Getreideschiffe, die für die Versorgung Athens bestimmt waren, kaperten und danach die Herausgabe der Beute verweigerten, worin man in Athen den Frieden von 346 gebrochen sah. 3 Doch Hermann Bengtson hält die Getreideversorgung Athens nicht für das Problem, das den Krieg auslöste, überhaupt wäre seiner Meinung nach der Krieg nicht notwendig oder unvermeidlich gewesen, denn bei „vernünftiger und sachgemässer Abgrenzung der Interessenssphären“ der Kontrahenten wäre ein friedliches Zusammenleben zwischen den Makedonen und den Athenern mit ihren griechischen Verbündeten durchaus möglich gewesen. Doch sowohl Philipp als auch dem führenden antimakedonischen Redner Athens, Demosthenes, war bewusst, dass es hier um weit grösseres ging: um die Hegemonie in Hellas. 4 Athen war zu jener Zeit in zwei politische Lager gespalten. Auf der einen Seite waren die eingeschworenen Feinde Philipps und der Makedonen, mit
Schuller, Wolfgang,
*ULHFKLVFKH*HVFKLFKWH,
Oldenbourg Grundriss der Geschichte, Bd. 1, R.
1
Oldenbourg Verlag, München, 1991 (3. Aufl.), 49.
2 Will, Wolfgang,$WKHQXQG$OH[DQGHU8QWHUVXFKXQJHQ]XU*HVFKLFKWHGHU6WDGWYRQELVY
&KU., C. H. Beck`sche Verlagsbuchhandlung, München, 1983, 6.
Wirth, Gerhard, *HVFKLFKWH0DNHGRQLHQV%G3KLOLSS,,, Kohlhammer, Stuttgart u. a. , 1985, 126.
3
Bengtson, Hermann, 3KLOLSSXQG$OH[DQGHUGHU*URVVH'LH%HJUQGHUGHU+HOOHQLVWLVFKHQ:HOW,
4
Verlag Georg D. W. Callwey, München, 1985, 88.
5
Demosthenes an der Spitze, welche die Unabhängigkeit Athens und Griechenlands bedroht sahen. Auf der anderen Seite waren jene, die diese Gefahr bestritten und in der Vorherrschaft Makedoniens die einzige Möglichkeit für eine Einigung Griechenlands und für stabile Verhältnisse sahen. Diese Seite vertraten insbesondere die politischen Schriftsteller und Redner Isokrates und Aischines. 5 Isokrates, der schon lange zu den Parteigängern Philipps gehörte, aber bald nach der Schlacht von Chaironeia im Alter von 98 Jahren verstarb, hatte Philipp in seinen Flugschriften, insbesondere „ Philippos“ (346 v. Chr.) und „ Panathenaikos“ (339 v. Chr.) stets aufgerufen, Griechenland zu einigen und mit ihnen gemeinsam einen Krieg gegen die Perser zu führen, und genau diesen Plan hatte Philipp auch schon lange gefasst. 6
Nicht alle Athener waren also feindselig gestimmt gegenüber den Makedonen, doch Demosthenes wollte den Krieg. Er hielt ihn längst für unvermeidlich und hielt, um die Kräfte der Griechen gegen die Makedonen zu motivieren, in Athen flammende Reden gegen Philipp und gegen die griechischen Promakedonen: „ ...ihr müsst mit Geist und Herz diejenigen hassen, die hier bei euch für ihn sprechen, und wohl bedenken, dass es euch nie gelingen wird, die Feinde ausserhalb der Stadt zu besiegen, bevor ihr in der Stadt selbst diejenigen gezüchtigt habt, die ihnen die Hände bieten.“ 7 So gelang es Demosthenes schliesslich, grosse Teile Griechenlands von der Bedrohung durch die Makedonen zu überzeugen und auf seinen Antrag hin erklärte Athen dem Makedonenkönig im September/Oktober 340 v. Chr. den Krieg. 8 Zu diesem Zeitpunkt hatte sich Philipp schon längst auf Krieg eingestellt und war sich über sein Vorgehen gegen Athen im Klaren: Für ihn stand fest, dass dieser Krieg am Ende Frieden und Versöhnung zur Folge haben musste, ausserdem musste die militärische Entscheidung zu Lande erfolgen, denn Athen
5 Schuller 1991, 49.
6 Bengtson 1985, 109.
'HPRVWKHQHVC3KLOLSSLVFKH5HGHQ, Hg. v. Dr. Max Oberbrener, übers. v. Friedrich Jacobs, Verlag v.
7
Philipp Reclam jun., o. J., 59.
8 Schuller 1991, 49.
6
Arbeit zitieren:
Petra Fischer, 1999, Die Schlacht von Chaironeia 338 v. Chr., München, GRIN Verlag GmbH
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