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Der Einfluss von Religion auf die öffentlichen Schulen in den USA

Seminararbeit, 2007, 41 Seiten
Autor: Juliane Schicker
Fach: Amerikanistik - Kultur und Landeskunde

Details

Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2007
Seiten: 41
Note: 1
Literaturverzeichnis: ~ 37  Einträge
Sprache: Deutsch

Archivnummer: V82357
ISBN (E-Book): 978-3-638-87307-9
ISBN (Buch): 978-3-638-87310-9
Dateigröße: 250 KB
Anmerkungen :
Doppelter Zeilenabstand!


Zusammenfassung / Abstract

[...] In dieser Arbeit möchte ich untersuchen, welche Verbindung zwischen Religion und staatlicher schulischer Bildung in den USA besteht, damit Nicht-Amerikaner die Brisanz der oben genannten Debatten verstehen können. Hat Religion Einfluss in den öffentlichen Schulen und wenn ja, wie drückt sich dieser Einfluss aus? Zunächst soll geklärt werden, wie sich Religion überhaupt definiert und welche gesetzlichen Festlegungen es zum Verhältnis von Staat und Religion gibt. Es folgt ein zusammenfassender historischer Überblick über die Verbindungen von Religion und Schulbildung. Während meiner Recherche zum Thema Religion und Schule in den USA wurde ich ständig mit den Schlagworten teaching religion und teaching about religion konfrontiert. Was bedeuten diese Wendungen und welche Konsequenzen ergeben sich für Schüler und Lehrer aus der vorgegebenen Trennung beider Bereiche – private Religionsausübung und Normen- und Wertevermittlung in der Schule? Als Fazit soll ein Ausblick gegeben werden, wie Religion die moralische Wertebildung der Kinder und Jugendlichen beeinflussen kann und damit auch die Einstellungen und Handlungsweisen der amerikanischen Bevölkerung. Der status-quo in Bezug auf Religion an amerikanischen öffentlichen Schulen wird ebenfalls kurz dargestellt. Die religiöse Strömung des Kreationismus oder des Intelligent Design soll hier nicht besprochen werden, da dieses umfassende Thema den Rahmen dieser Arbeit sprengen würde. [...]


Textauszug (computergeneriert)

Der Einfluss von Religion auf die öffentlichen Schulen in den USA

WS 2006/7

 von:

Juliane Schicker

Lehramt für Gymnasien
Englisch und Deutsch
Semester: 9/7
Fakultät für Geistes-, Sozial- und Erziehungswissenschaften
Institut für fremdsprachliche Philologien

Hauptseminar:
 „A Nation with the Soul of a Church“: Religion in American Politics and Culture

 

 

Inhaltsangabe

1 Einleitung  3

2 Die USA und Religion  5
2.1 Was ist Religion?  5
2.2 civil religion  9
2.3 Gesetzliche Regelungen  10

3 Schulbildung und Religion in den USA – geschichtliche Betrachtungen  13

4 Teaching Religion und Teaching About Religion  19

5 Konsequenzen für Schüler und Lehrer  23

6 Fazit  28

7 Literaturverzeichnis  35

8 Anhang  40

 

 

1 Einleitung 

Religion ist ein wichtiger soziokultureller Aspekt in der menschlichen Gesellschaft: Mehr als die Hälfte der 500 Millionen EU-Bürger erachtet Religion für wichtig, so eine Studie des Statistikamts Eurostat (Luxemburg) („Jedem zweiten EU-Bürger ist Religion wichtig“). In den USA fragen sich Journalisten, ob das Land einen Präsidenten wählen könne, der nicht einer traditionellen christlichen Kirche angehört (Sabo). Die USA gilt als „the most religiously diverse nation in the world – and one of the most religious“ („Teaching About Religion in Public Schools“ 5). 2005 waren dort die vier größten religiösen Gruppen die Protestanten mit 100 Millionen Menschen, die Katholiken mit 67 Millionen, Juden und Muslime mit je sechs Millionen („Religions of America“). Daneben gibt es unter den Top Twenty Religions 2001 in Amerika noch Buddhisten, Hindus, Angehörige der Wiccan und Baha’i und z.B. Auffassungen von Agnostikern und Atheisten („Top Twenty Religions“). Diese Vielfalt an religiösen Gruppen findet sich auch in den öffentlichen Schulen wieder, denn „school, from the earliest days of the first colonies to the present, reflected the wide religious, cultural, and ethnic diversity of the people who came to these shores“ (Davis 159). Die USA, ihre communities und Schulbezirke „are religiously pluralistic. [They] are a nation of the most varied kinds of Christians and Jews, plus Humanists, Muslims, Buddhists, Hindus, Confucianists, Bahais, and many other groups” (Menendez und Doerr 8). Im Jahr 2000 gab es in den USA ca. 83.700 traditionelle öffentliche Schulen mit rund drei Millionen Lehrern und 82.800 Direktoren sowie ca. 45,1 Millionen Schülern („A Brief Profile of America’s Public Schools“ 3). In diesen Schulen gibt es muslimische Gebetsräume (z.B. in Chicago), muslimische Schüler in Kalifornien, die zeremonielle Messer im Schulgebäude tragen dürfen, Buddhisten, die in Iowa für die Schule ein culture kit zusammenstellen (Kniker Religious Pluralism 3), darüber hinaus konservative Christen in Florida, die eine Hochschule mit Kleinstadt bauen, in der ein „eherner Moralkodex“ gilt (Goeßmann).

In den USA scheint Religion also im größeren Maße das gesellschaftliche Leben zu durchdringen als z.B. in Deutschland. Religion spielte schon eine „constitutive role in the thought of the early American statesmen“ (Bellah 3). „The popular culture market has hijacked religious symbolism and has brought religious rhetoric as added moral value into the secular sphere [today]“ (Ostendorf 174). Die Gebiete public policy, Religion und Bildungspolitik sind seit der Zeit der ersten Kolonisten eng mit einander verbunden (Davis 159). Kein Wunder also, dass in Amerika über Religion und deren Verbindung mit der öffentlichen Erziehung debattiert wird. Unter anderem beinhalten diese Debatten die Fragen: Sollten Lehrer zusammen mit Schülern beten dürfen (Webb)? Darf man Halloween in der Schule feiern (Johnson)?1 Kann man diese und andere Probleme durch Gesetze regeln?

In dieser Arbeit möchte ich untersuchen, welche Verbindung zwischen Religion und staatlicher schulischer Bildung in den USA besteht, damit Nicht- Amerikaner die Brisanz der oben genannten Debatten verstehen können. Hat Religion Einfluss in den öffentlichen Schulen und wenn ja, wie drückt sich dieser Einfluss aus? Zunächst soll geklärt werden, wie sich Religion überhaupt definiert und welche gesetzlichen Festlegungen es zum Verhältnis von Staat und Religion gibt. Es folgt ein zusammenfassender historischer Überblick über die Verbindungen von Religion und Schulbildung. Während meiner Recherche zum Thema Religion und Schule in den USA wurde ich ständig mit den Schlagworten teaching religion und teaching about religion konfrontiert. Was bedeuten diese Wendungen und welche Konsequenzen ergeben sich für Schüler und Lehrer aus der vorgegebenen Trennung beider Bereiche – private Religionsausübung und Normen- und Wertevermittlung in der Schule? Als Fazit soll ein Ausblick gegeben werden, wie Religion die moralische Wertebildung der Kinder und Jugendlichen beeinflussen kann und damit auch die Einstellungen und Handlungsweisen der amerikanischen Bevölkerung. Der status-quo in Bezug auf Religion an amerikanischen öffentlichen Schulen wird ebenfalls kurz dargestellt. Die religiöse Strömung des Kreationismus oder des Intelligent Design soll hier nicht besprochen werden, da dieses umfassende Thema den Rahmen dieser Arbeit sprengen würde.

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1 Sehr eindrucksvoll dazu auch eine Folge der erfolgreichen Justizserie Boston Legal, im Anhang zu finden.

 


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