I.) Einleitung ............................................................................................................................... 3
II.) Lehenswesen ......................................................................................................................... 4
II.a.) Wortherkunft und Wortverwandtschaft 4
II.b.) Die Anfänge des Lehenswesens 5
II.c.) Die Kommendation ........................................................................................................... 6
II.d.) Das Karolingische Lehenswesen 7
II.e.) Rangerhöhung der Vasallen 8
II.f.) Die Lehensordnung des Karolingischen Lehenswesens 9
III.) Fürsten............................................................................................................................... 11
III.a.) Fürstenarten 11
III.b.) Kurfürsten 12
III.c.) Die goldene Bulle 13
Fazit ........................................................................................................................................... 15
Literatur- und Quellenverzeichnis.......................................................................................... 16
Appendix ................................................................................................................................... 17
A.a.) Formel eines Kommendationsvertrags 17
I.) Einleitung
Im Verlaufe dieser Hausarbeit befasse ich mich mit dem Kurfürstentum sowie dem deutschen Lehenwesen, seiner Struktur, seiner Herkunft und seiner Bedeutung. Insbesondere interessiert mich die Fragestellung, in welchem Bezug Lehenswesen und Fürstentum zueinander standen. War das Lehenswesen eine Stärkung oder eine Schwächung der Position der Fürsten gegenüber dem König?
II.) Lehenswesen
II.a.) Wortherkunft und Wortverwandtschaft
Ursprünglich bezeichnete das Wort Lehen“ lediglich „etwas Geliehenes“. Abgeleitet ist es von dem althochdeutschen „Lehan“ oder dem mittelhochdeutschem „lehen, lên, leyn“ (leihen). Oft wird es auch „Lehnswesen“ geschrieben. Die lateinische Entsprechung ist einigen Quellen nach „feudum, beneficium, praedium“. 1 Der Ursprung des Wortes „feudum“ ist strittig: Entweder kommt es, wie schon erwähnt, aus dem Lateinischen von dem dem lat. „fides“ (Treue) oder von dem althochdeutschem „feo“ (Vieh, Gut). 2 Andere Quellen besagen, dass es mit dem althochdeutschen Wort „fihu“ verwandt sei. Demnach würde es ursprünglich nicht den Grundbesitz bezeichnen, sondern lediglich bewegliche Güter. Vom Wort „Feudum“ wird die Bezeichnung „Feudalismus“ abgeleitet. Feudalismus ist ein weiteresinsbesondere in der marxistischen Geschichtstheorie gebräuchlichen-Synonym für Lehenswesen. Abgeleitet von dem Wort „beneficium“ war im 19. Jahrhundert auch die Bezeichnung „Benefizialwesen“ gebräuchlich. 3
Das Gegenteil vom Lehen ist das sogenannte „Allodium“, das freie Eigentum. 4
Im Weiteren Verlauf dieser Hausarbeit werde ich vorwiegend das Wort Lehenswesen verwenden.
1 vlg.: Bautier, Robert-Henri:„Lexikon des Mittelalters“. Bd5. S.1807. München. 1991.
2 vgl.: http://de.wikipedia.org/wiki/Lehnswesen . 19.3.2009
3 vlg.: Bautier, Robert-Henri:„Lexikon des Mittelalters“. Bd5. S.1807. München. 1991.
4 vgl.: http://de.wikipedia.org/wiki/Lehnswesen . 19.3.2009
II.b.) Die Anfänge des Lehenswesens
Die Anfänge des Lehenswesens sind im 6. und 7. Jahrhundert im Merowinger Reich zwischen der Loire und dem Rhein zu suchen. Dort herrschten aufgrund der Aufteilungen des Königreiches zwischen den Söhnen des Königs eine große Instabilität und viel Kampf und Krieg. Demzufolge gab es eine Vielzahl an Menschen, die „Schutz und Schirm“ nötig hatten und sich an einen Mächtigen aus ihrer Gegend wandten. Die Mächtigen hingegen brauchten Männer auf die sie zur Not auch zum Kriegszweck zurückgreifen konnten, quasi eine Privatarmee. Auch früher hatten sich schon Männer zu Knechten anderer gemacht, der große Unterschied hier ist, dass sie ihren Status als „freie“ Männer nicht aufgaben. Daher wurden sie auch als „ingenui in obsquito“ (abhängige Freie) bezeichnet. Ein anderer wichtiger Grund warum dieser Zeitraum als die Anfänge des Lehenswesen bezeichnet wird, war die große Häufigkeit solcher Abhängigkeiten. 5
5 vgl.: Ganshof, Francois Louis: „Was ist das Lehenswesen“. S.1-4. Darmstadt. 1961
Arbeit zitieren:
Björn Saemann, 2007, Fürstengewalt und Lehenswesen im deutschen Mittelalter, München, GRIN Verlag GmbH
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