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Vorwort 4 1. Einleitung 4
2. Beschaffungskriminalität als Teilbereich der Drogenkriminalität 5 2.1 Folgekriminalität 6
2.2 Differenzierung der Versorgungskriminalität 6
3. Ursachen der Beschaffungskriminalität 7
4. verschiedene Typen der Beschaffungskriminalität 8
4.1 direkte Beschaffungskriminalität 8
4.2 indirekte Beschaffungskriminalität 10
5. Probleme der Erkennbarkeit 12
5.1 Aussagekraft der Polizeilichen Kriminalstatistik 12 5.2 die „Gießener Studie“ 14
6. wirtschaftlicher Schaden 16
7. Einfluss von Methadon-Programmen auf die Beschaffungskriminalität 17
Anhang 21 Übersicht 1 21 Übersicht 2 22 Erklärung 23
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3
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Um Missverständnisse zu vermeiden müssen zunächst einige Begrifflichkeiten erläutert werden:
- Wenn im folgenden von .ULPLQDOLWlW oder 6WUDIWDWHQ die Rede ist, so sind nicht
zwangsläufig Straftaten i.S.d. StGB gemeint. Es ist also nicht unbedingt von strafbewährtem Verhalten auszugehen, da sonst bedeutende Verhaltensweisen wie z.B. Prostitution oder Betteln ausgenommen werden müssten. 1
- 'URJHQund%HWlXEXQJVPLWWHO werden nicht weiter definiert. Ebenso sind Begriffe wie -XQNLH,6WRII,'URJHQV]HQH, etc. allgemein gebräuchliche Ausdrücke und werden somit
als bekannt vorausgesetzt.
- $EKlQJLJNHLW und 6XFKW kann sich natürlich auch auf Alkohol, Nikotin, Glücksspiel,
etc. beziehen. Soweit nicht näher darauf eingegangen wird beschränkt sich die Seminararbeit jedoch auf die Abhängigkeit von illegalen harten Drogen bzw. Betäubungsmittel.
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In der Seminargruppe „Drogen in unserer Gesellschaft“ habe ich mich für das Thema „Beschaffungskriminalität“ entschieden.
Ich dachte, schon etwas mehr über dieses Thema zu wissen, da ich in einer therapeutischen Einrichtung für Drogenabhängige meinen Zivildienst versehen habe und auch im Anschluss daran noch in regelmäßigen Abständen als Nachtdienst dort tätig war. Mit mehreren hundert Abhängigen fast immer harter Drogen habe ich in dieser Zeit zusammengearbeitet. Somit kam es in verschiedenen Gesprächen auch schon mal dazu, dass mir sozusagen aus erster Hand erzählt wurde, was Beschaffungskriminalität eigentlich bedeutet und in wieweit der- oder diejenige sich persönlich auf diesem Gebiet „auskennt“.
In den letzten Wochen habe ich jedoch festgestellt, dass ich nur einen sehr kleinen Teil davon zu kennen scheine. Über Hintergründe, Zahlen, Meinungen, Ursachen der Beschaffungs-Kriminalität oder auch mögliche Wege, um sie zu verringern wusste ich fast gar nichts. Die Suche nach derartigen Informationen war zudem schwieriger als ich dachte: selbst das Internet reagierte auf den Suchbegriff Beschaffungskriminalität regelrecht „allergisch“. Mir
1 Vgl. Kreuzer / Römer-Klees / Schneider: Beschaffungskriminalität Drogenabhängiger, BKA-Forschungsreihe
Band 24, S. 8
4
wurden zwar eine Vielzahl von Links zu Partei-Programmen, Zeitungsartikeln, etc angeboten. Diese verwiesen jedoch lediglich in 2-3 Sätzen auf die Beschaffungskriminalität und befassten sich dann wieder mit der Drogenproblematik als ganzem. Durch doch noch gefundene, informative Bücher und durch sehr interessante Gespräche mit einigen Dozenten und auch Polizeibeamten aus Hagen stellten sich diese Schwierigkeiten jedoch sehr schnell nicht als Problem für meine Seminararbeit dar, sondern vielmehr als Problem der Beschaffungskriminalität an sich. Nämlich die Schwierigkeit, die Beschaffungskriminalität als solche überhaupt erst zu erfassen und aussagekräftige Zahlen und Informationen darüber zu geben.
Das, von dem die meisten Menschen glauben es zu kennen, es jedoch nur in kleinen Teilbereichen überhaupt wahrnehmen, möchte ich daher durch meine Seminar-Arbeit etwas deutlicher darstellen indem ich versuche, diese Bereiche zu durchleuchten.
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Dass Drogen in den letzten Jahren einen immer bedeutenderen Teil in unserer Gesellschaft eingenommen haben steht wohl außer Frage. Immer häufiger ist die Drogen-Problematik Gegenstand politischer Diskussionen, von Talk-Runden im Fernsehen bis hin zu Aufklärungs-Seminaren z.B. an Schulen. Die Kriminelle Dimension dieses Problembereichs nimmt dabei ebenfalls immer mehr zu. Die Beschaffungs-Kriminalität als solche stellt einen Teilbereich dieser Problematik dar.
Insgesamt lässt sich die Drogen-Kriminalität in folgendem Diagramm 2 differenzieren:
Im folgenden werden kurz die Abgrenzungen der verschiedenen Teilbereiche erläutert.
2 Göppinger: Kriminologie 5. Auflage (München, 1997), S. 588
5
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Die Folge-Kriminalität beinhaltet derartige Delikte, die unter Einfluss von Rauschdrogen begangen werden. Alkohol spielt hierbei eine sehr große und die wohl bekannteste Rolle, z.B. im Straßenverkehr ( => § 315c StGB: „ Gefährdung des Straßenverkehrs“ ). Zum anderen wird aber auch schon der Rauschzustand an sich unter Strafe gestellt, durch den der Täter eigentlich schuldunfähig wäre ( => § 323a StGB: „ Vollrausch“ als Auffangtatbestand). Zumindest dann, wenn in diesem Zustand eine Straftat begangen wird.
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Innerhalb der Versorgungskriminalität ist die Beschaffungskriminalität noch von der Verschaffungskriminalität zu unterscheiden. In den Bereich der Verschaffung fallen alle Delikte, die den unzulässigen Verkehr mit Rauschdrogen betreffen, z.B. Herstellung, Transport und Schmuggel von Drogen. Dies sind zumeist Delikte, die durch das Betäubungsmittel-Gesetz (BtmG) unter Strafe gestellt sind.
In den Bereich der Beschaffungskriminalität fallen dagegen solche Straftaten, die direkt oder auch indirekt zur Erlangung von Rauschmitteln dienen.
Die Antwort auf die Frage, warum es überhaupt zu Beschaffungskriminalität kommt sowie die verschiedenen Begehungs- und Erscheinungsformen sollen in den nächsten Punkten verdeutlicht werden.
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Arbeit zitieren:
Pascal Schulte, 2002, Drogen in unserer Gesellschaft - Beschaffungskriminalität, München, GRIN Verlag GmbH
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