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6.1 Ausdauer als kontinuierliche Beschäftigung
6.2 Ausdauer als Wiederaufnahme unerledigter
bzw. mißlungener Aufgaben
6.3 Ausdauer als langfristige Zielverfolgung
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7.1 Leistungsergebnisse
7.2 Änderung des Anspruchsniveaus
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Die Determinanten menschlichen Handelns sind in der Psychologie von zentralem Interesse, versteht sie sich doch als empirische Wissenschaft, welche Erleben und Verhalten beschreibt und nicht zuletzt prognostiziert. Lange Zeit begnügte sich die psychologische Theoriebildung sowie die experimentelle
Forschung mit dem recht einfachen S-O-R Modell, um das Verhalten im al-lgemeinen zu beschreiben. Für die Untersuchungen müssen Erhebungsmethoden benutzt werden, die möglichst reliable und auch unter gleichen Versuchsbedingungen reproduzierbare Ergebnisse liefern, welche nicht zuletzt auch dem Anspruch genügen müssen, auf den Alltag anwendbar sein zu müssen.
Bei der Erforschung der Leistungsmotivation ergab sich zunächst die auf der besonders schwer zugänglichen Natur der Motivation eines Individuums be-ruhende Schwierigkeit, ein geeignetes Verfahren zur Feststellung und ferner zur Messung des Leistungsmotivs zu entwickeln.
Hierfür diente der in den dreißiger Jahren von H. Murray (1938) entwickelte Thematische Auffassungstest (TAT) und das von G. Mandler und S. Sarason (1952) entwickelte Test Anxiety Questionaire (TAQ), welche später insbesondere durch D. McClelland, J. Atkinson u. N. Feather verbessert und angepaßt Verwendung fanden.
Die im Laufe der Zeit mit diesen Verfahren erhobenen Forschungsergebnisse ließen zwei bestimmte Motivtendenzen erkennbar werden: zum einen die Hoffnung auf Erfolg und zum anderen die Furcht vor Mißerfolg. Diese Motivtendenzen, deren genauere Darstellung das Hauptaugenmerk dieser Arbeit sein wird, waren es auch, die den Grundstein der Leistungsmotivationstheorie bildeten und an denen sich auch moderne Modelle der Leistungsmotivationsforschung orientieren.
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Nach Drever u. Fröhlich (in: Lück, Rippe u. Timaeus, 1985, S.160) versteht man unter
Motivation „HLQH DOOJHPHLQH XQG XPIDVVHQGH %H]HLFKQXQJ IU DOOH QLFKW XQPLWWHOEDU DXV lXHUHQ5HL]HQDEOHLWEDUHQ9DULDEOHQGLHGDV9HUKDOWHQKLQVLFKWOLFK,QWHQVLWlWXQG5LFKWXQJ EHHLQIOXVVHQE]ZNRQWUROOLHUHQ.“ Somit beinhaltet der Motivationsbegriff zwei verschiedene
Aspekte, zum einen einen energetischen und zum anderen einen richtungsweisenden Aspekt. Beiden gemeinsam ist jedoch der antizipative Charakter der Motivation, der daraus resultiert, daß eine bevorstehende Handlung durch die Motivation beeinflußt wird.
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Der energetische Aspekt des Motivationsbegriffs, die „Motivation“, ist nach Wiendieck
(1993, S.161) Ä>@ GHU 3UR]H GHU YRQ GHP $XIIRUGHUXQJV RGHU $QUHJXQJVJHKDOW HLQHU 6LWXDWLRQXQGVSH]LILVFKHQ0lQJHORGHU=LHO]XVWlQGHQGHU3HUVRQDEKlQJW>@“. Es handelt
sich dabei folglich um ein personen- oder situationsimmanentes Antriebspotential für eine bestimmte Handlung bzw. ein bestimmtes Verhalten.
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Nach Wiendieck (1993, S.161) versteht man unter dem richtungsweisenden Aspekt des
Motivationbegriffs, der „Motivierung“, Ä>@ GDJHJHQ GHQ PHLVW YRQ DXHQ NRPPHQGHQ DNWLYHQ9HUVXFKGHQ3UR]HGHUÄ0RWLYDWLRQ³LQ
*DQJ ]XVHW]WHQ.“ Es ist diejenige Komponente des Motivationsbegriffs, die die Zielsetzung
der Aktivität angibt.
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Marschner (in: Arnold, Eysenck u. Meili (Hrsg.), 1993, Bd.2, S.1234)
schlägt mehrere Definitionen des Leistungsbegriffs vor. Zum einen ist dem-nach Leistung eine „DOOJHPHLQH%H]HLFKQXQJIUGDVHUIROJUHLFKH(UUHLFKHQHLQHV=LHOVGDV$QVWUHQJXQJHQ
HUIRUGHUW“
Zum anderen versteht Marschner (weiter unten) unter Leistung „GDV(UJHEQLVHLQHUJHLVWLJHQ
RGHU N|USHUOLFKHQ 7lWLJNHLW GHILQLHUW JHPl LQGLYLGXHOOHU XQGRGHU REMHNWLYHU RUJDQLVDWRULVFKHU9RUDXVVHW]XQJHQ]%)HUWLJNHLW“
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Was aber ist Leistungsmotivation? Nach den oben aufgeführten Definitionen für Motivation und Leistung ist Leistungsmotivation die innere Bereitschaft einer Person, eine bestimmte Leistung zu erfüllen, was an gegebene individuelle und/oder objektive Voraussetzungen gebunden ist.
Kornadt u. Münkel (in: Arnold et.al., 1993, Bd.2, S. 1234) beschreiben, der Ansicht von Heckhausen (1953) folgend, die inhaltliche Komponente der
Leistungsmotivation als „ 7HQGHQ] GLH HLJHQH 7FKWLJNHLW LQ DOOHQ %HUHLFKHQ DXIUHFKW]XHUKDOWHQXQG]XVWHLJHUQLQGHQHQPDQHLQHQ*WHPDVWDEIU YHUELQGOLFK KlOW“ . Gerade diese Einschränkung, daß eine Person einen Gütemaßstab
anerkennt, um eine im Hinblick auf die Zielerreichung positiv wirkende Leistungsmotivationstendenz zu entwickeln, ist ein kritischer Punkt der Leistungsmotivation. Übertragen auf den Alltag bedeutet dies, daß Individuen nicht immer „ motiviert“ sind, eine bestimmte Leistung zu erbringen, da notwendige intrinsische bzw. extrinsische Bedingungen für eine positive Leistungsmotivation nicht immer erfüllt sind. Häufig ist auch zu beobachten, daß Personen Leistungssituationen sogar aus dem Wege gehen, oder meiden. Dies legt nahe, daß es etwas wie eine positive und eine negative individuelle Disposition des Leistungsmotivs gibt.
Jede Handlung, die eine Person in einer Leistungssituation ausführt, enthält eine bestimmte Wahrscheinlichkeit des Erfolgs, andererseits birgt sie aber auch eine gewisse „ Gefahr“ des
Mißerfolgs in sich. Das Leistungsmotiv muß also eine Art „ )lKLJNHLWHLQHU3HUVRQ“ sein, „ DXI HLJHQH/HLVWXQJVWRO]]XVHLQZHQQHLQH+DQGOXQJHUIROJUHLFKLVW“ (Atkinson, 1975, S.392),
während das Gegenteil des Leistungsmotivs, nennen wir es das Mißerfolgsmotiv, eine Art Fähigkeit einer Person sein muß, mit Scham und Betroffenheit zu reagieren, wenn das Ergebnis einer Handlung ein Mißerfolg ist.
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Arbeit zitieren:
Norman Nicoll, 1997, Der Zusammenhang zwischen Motivation und Leistung, München, GRIN Verlag GmbH
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