Inhaltsverzeichnis
I. Einleitung 3
II. Förderung des informellen Lernens durch Bildungsinstitutionen 5
III. Neue Kompetenzen der Lehrenden 10
IV. Informelles Lernen und die betriebliche Gestaltung von
Lernorganisationsformen- ein Fallbeispiel aus der IT-Branche 14
V. Literaturverzeichnis 18
2
I. Einleitung
Bei der vorliegenden Arbeit handelt es sich um die schriftliche Ausarbeitung der am 16.06.2005 gehaltenen Seminargestaltung „Informelles Lernen aus berufspädagogischer Sicht“, die im Rahmen des Hauptseminars „Stand und Perspektiven betrieblicher Weiterbildung“ stattfand.
In der ersten Hälfte der Seminargestaltung erörterte Monika Sawicki den theoretischen Hintergrund des informellen Lernens anhand seines historischen Abrisses, seiner Begriffsbestimmung und seines Nutzens. Der im Folgenden ausformulierte zweite Teil der Seminargestaltung befolgt weitestgehend ihre Chronologie und vermittelten Inhalte, und knüpft deshalb nahtlos an die bereits im ersten Teil erarbeiteten Ergebnisse an. Im aktuellen Diskurs um das informelle Lernen herrscht der Konsens, dass informelles Lernen ohne pädagogische Arrangements riskiert, zufällig und situativ zu bleiben. Daher ist eine umfassende berufliche Kompetenzentwicklung nur durch Verknüpfung von informellem Lernen mit organisiertem Lernen innerhalb und außerhalb von Unternehmungen einzulösen. 1 Weil das informelle Lernen gerade Pädagogen mit neuen Anforderungen und Herausforderungen konfrontiert, auf die sie reagieren müssen, soll zunächst skizziert werden, wie Bildungsinstitutionen zur Förderung des informellen Lernens beitragen können. Es soll dabei verdeutlicht werden, dass es bei der Unterstützung des informellen Lernens um eine behutsame Entwicklungshilfe geht, die dem eher planlosen ad-hoc-Lernen ermöglicht, sich zu einem etwas zusammenhängenderen Lernen, und damit nachhaltigeren Fundament für das lebenslange Lernen aller zu entwickeln.
1 Vgl. DEHNBOSTEL, Peter: Lernen im Betrieb - informell, lebensbegleitend und persönlichkeitsbildend? In: http://www.forum-bildung.de/templates_text/imfokus_print.php?artid=49, zuletzt aufgerufen am 21.09.2005.
3
Im Zuge dieser Tendenzen verändert sich auch zunehmend das Berufsbild bzw. die Berufsrolle der Lehrenden. Vor dem Hintergrund, dass die Seminargestaltung im Rahmen eines Hauptseminars für Studierende des Diplomstudienganges Erziehungswissenschaft stattfand, soll dann erörtert werden, welche neuen Kompetenzen das informelle Lernen für die veränderte Dozentenrolle mit sich bringt.
Anhand eines Fallbeispiels aus der IT-Branche soll im vierten und letzten Teil der Ausarbeitung aufgezeigt werden, wie informelles Lernen bislang durch Betriebe unterstützt wird.
4
II. Förderung des informellen Lernens durch Bildungsinstitutionen
„Wenn aber die stolze Flotte der Bildungsträger und die immer größer werdende Armada der lernenden Unternehmen nicht stärker auf die gewaltigen Eisberge achten, die da in Gestalt des informellen Lernens auf sie zukommen, kann es einem Teil von ihnen wie der Titanic gehen, die längst auf dem Meeresboden ruht“ (David W. LIVINGSTONE 1999, zit. n. DOHMEN 2001, S. 7).
Das planmäßige und organisierte Lernen in Bildungsinstitutionen wird meistens von Lehrern, Dozenten, Tutoren etc. angeleitet und findet meist auch in einem Gruppenkontakt in besonderen auf das Lernen konzentrierten Institutionen statt. Bislang fehlt jedoch dem informellen Lernen in der außerschulischen Lebens-, Beruf- und Medienwelt eine entsprechende Unterstützung. Eine zwar hilfreiche, dennoch unzureichende Unterstützung des informellen Lernens wäre es aber, den Lernenden lediglich die Zugänge zu den organisierten Lernveranstaltungen der Bildungsinstitutionen zu erleichtern. Gerade die direkte Erfahrungs- und Lebensnähe des informellen Lernens macht jüngsten Untersuchungen zufolge das Lernen interessanter als ein organisiertes Lernen. Gleichzeitig macht das informelle Lernen über 70% des Lernens aus. Als Konsequenz ergibt sich die wichtige und schwierige Fragestellung, wie dieses scheinbar interessantere Lernen so unterstützt werden kann, dass es nicht pädagogisiert oder verschult wird und damit seine Attraktivität behält.
Da das informelle Lernen gekennzeichnet ist durch ständig wechselnde Aufgaben und Anforderungen in sehr unterschiedlichen Lebens- und Tätigkeitszusammenhängen, müssen die zur Problembewältigung notwendigen Lernhilfen und Informationen so direkt wie möglich in den Anforderungssituationen verfügbar gemacht werden, in denen die lernende Auseinandersetzung stattfindet.
Ein flexibles Lernen verbessert dabei in den verschiedenen Situationen und Kontexten die Transfermöglichkeiten für erworbenes Können und Wissen. Um das zu erreichen, muss das
5
Arbeit zitieren:
Robert Lachner, 2005, Informelles Lernen aus berufspädagogischer Sicht, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Informelles Lernen am Beispiel der Berufspädagogik Pflege
Studienarbeit, 26 Seiten
Toleranz im Hinblick auf das Neue Testament
Theologie - Systematische Theologie
Referat (Ausarbeitung), 22 Seiten
Die Stufentheorien von Fowler und Oser/Gmünder
Vorstellung, Kritik und Nutzen...
Hausarbeit (Hauptseminar), 27 Seiten
Begabtenförderung in der beruflichen Bildung
Pädagogik - Berufserziehung, Berufsbildung, Weiterbildung
Bachelorarbeit, 41 Seiten
Lebenslanges lernen und Selbstsozialisation, eine Einführung
Psychologie - Arbeit, Betrieb, Organisation und Wirtschaft
Referat (Ausarbeitung), 16 Seiten
Die klassischen Vertreter der behavioristischen Lerntheorie
Soziologie - Klassiker und Theorierichtungen
Seminararbeit, 21 Seiten
Pädagogik - Berufserziehung, Berufsbildung, Weiterbildung
Hausarbeit, 14 Seiten
Verarbeitung von Obst und Gemüse zu Säften
Ernährungswissenschaft / Ökotrophologie
Hausarbeit, 20 Seiten
Die antikanzerogene Wirkung sekundärer Pflanzenstoffe
Ernährungswissenschaft / Ökotrophologie
Examensarbeit, 73 Seiten
Die Unterstützung der Unternehmensführung durch Personalentwicklung - ...
BWL - Personal und Organisation
Seminararbeit, 19 Seiten
Funktionelle Lebensmittel unter besonderer Berücksichtigung gesundheit...
Ernährungswissenschaft / Ökotrophologie
Diplomarbeit, 102 Seiten
Motivation von Mitarbeitern -Motivationstheorien-
BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
Seminararbeit, 16 Seiten
Berufsfindung als zentrale Aufgabe von Jugendlichen und jungen Erwachs...
BWL - Didaktik, Wirtschaftspädagogik
Seminararbeit, 24 Seiten
Robert Lachner's Text Informelles Lernen aus berufspädagogischer Sicht ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Robert Lachner hat den Text Informelles Lernen aus berufspädagogischer Sicht veröffentlicht
Robert Lachner hat einen neuen Text hochgeladen
0 Kommentare