Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: Darstellung der Aufgaben der Ersatzteillogistik für Hersteller von Ersatzteilen -3-
Abb. 2: Prozess einer Ersatzteilauftragsabwicklung bei einem Ersatzteilhersteller -5-
Abb. 3: Produktlebenszyklusorientierte Ersatzteillogistik -12-
II
Inhaltsverzeichnis
1 Einführung in die Thematik. - 1 -
2 Was ist ein Ersatzteil? - 1 -
3 Begriffsabgrenzung Hersteller vs. Anwender - 2 -
4 Aufgaben der Ersatzteillogistik beim Hersteller: - 2 -
4.1 Wahrnehmung der Rechtlichen Verpflichtung - 3 -
4.2 Ersatzteile als Umsatzträger und Wettbewerbsvorteil - 4 -
5 Aufgaben/Prozesse des Herstellers im Rahmen der Ersatzteillogistik - 5 -
5.1 Auftragsabwicklung - 5 -
5.2 Ersatzteilbereitstellung und Ersatzteilbevorratung - 7 -
5.2.1 Festlegung der zu bevorratenden Teile - 7 -
5.2.2 Sicherung der Lieferbereitschaft - 7 -
5.2.3 Ersatzteilbeschaffung - 7 -
5.2.4 Gestaltung der Ersatzteillagerhaltung - 8 -
6 Aufgaben der Ersatzteillogistik beim Anwender - 9 -
6.1 Ersatzteilversorgung zur Vermeidung von Produktionsstillständen - 9 -
6.2 Beschaffung von Ersatzteilen - 9 -
6.3 Lagerhaltung - Art und Anzahl der zu bevorratenden Teile - 10 -
7 Gestaltungsmöglichkeiten der Ersatzteillogistik beim Hersteller - 10 -
7.1 Bestandsmanagement - 11 -
7.1.1 Bestandsmanagement durch Forecasting flexible Kapazitäten - 11 -
7.1.2 Bestandsmanagement durch Lebenszyklusorientierten Planungsansatz - 12 -
7.1.3 Instrument zur Sicherung der pünktlichen Lieferung - 13 -
8 Ersatzteillogistik des Anwenders in der Unternehmensordnung - 14 -
8.1 Ersatzteillogistik als Teil der Instandhaltung - 14 -
8.2 Ersatzteillogistik als Teil der Produktion / des Einkaufs - 14 -
8.3 Ersatzteillogistik als eigene Abteilung - 15 -
9 Schlussfazit - 15 -
III
1 Einführung in die Thematik
Durch den immer höher werdenden Kostendruck, dem Unternehmen vieler Branchen ausgesetzt sind, steigt die Automatisierung in diesen Unternehmen, um den Produk-tionsfaktor Arbeit durch Kapital zu ersetzen. Durch die damit verbundene Komplexität der Produktionsanlagen wird für produzierende Unternehmen eine schnelle Ersatz-teilversorgung immer wichtiger, um kostenoptimal ohne längere Stillstandzeiten produzieren zu können. Für die Hersteller von Ersatzteilen bietet sich das Ersatzteilgeschäft zum einen als lukrativer zusätzlicher Umsatzträger an, zum anderen, um sich durch eine gute Ersatzteilversorgung von der Konkurrenz abzuheben. Laut „Service Today“ erzielen Fertigungsunternehmen 46 Prozent des Gewinns mit Serviceleistungen, unter anderem durch das Ersatzteilgeschäft. Die Profitabilität ist in der Servicelogistik um ca. 75 % höher als die Profitabilität des Gesamtgeschäfts. Die Ersatzteillogistik sollte also als wachsender Markt betrachtet werden und in der Unternehmensstrategie verankert werden. (Vgl. Service Today 6/2006, S. 42) Im folgenden sollen nun die Aufgaben und Gestaltungsmöglichkeiten der Ersatzteillogistik untersucht und dargestellt werden. Zu unterscheiden ist zwischen der Sicht des Herstellers und der Sicht des Anwenders von Ersatzteilen, da beide in der Regel eine Ersatzteillogistik betreiben. Die Aufgaben des Anwenders sind hierbei aber bis auf einige Ausnahmen dieselben wie die in der normalen Beschaffungslogistik, daher wird der Schwerpunkt dieser Arbeit auf der Herstellersicht liegen, jedoch auch mehrmals die Anwendersicht erläutern.
2 Was ist ein Ersatzteil?
Nach DIN 24420 sind Ersatzteile alle Einzelteile, Baugruppen und Erzeugnisse, die dazu dienen, beschädigte, verschlissene oder fehlende Einzelteile, Baugruppen oder Erzeugnisse zu ersetzen. Ersatzteile können nach DIN 31051 in Reserveteile, Verbrauchsteile und Kleinteile unterschieden werden: (Vgl. Pfohl 1997, S. 118) • Ersatzteile: Einzelteile, Baugruppen oder Erzeugnisse, die zum Ersatz defek-
ter, verschlissener oder fehlender Einzelteile, Baugruppen oder Erzeugnisse dienen.
• Reserveteile: Ersatzteile, die meist teuer sind und nur in einer oder in weni-
gen Anlagen genutzt werden können, daher meist geringe Bevorratung aber hoher Bestandswert.
- 1 -
• Verbrauchsteile: Ersatzteile, die bedingt durch ihre Konstruktion und Beans-pruchung verschleißen. Sie lassen sich im Normalfall nicht lohnend (wirtschaftlich) instandsetzten.
• Kleinteile: Ersatzteile, die einen geringen Einzelwert haben, allgemein ge-nutzt werden können und meist genormt sind. (Vgl. Biedermann 1995, S. 3)
Ersatzteile sind also Sekundärprodukte, die nicht selbständig nutzbar sind, sondern als Einzelteil, Baugruppe oder Erzeugnis in einem Primärprodukt der Funktion dessen dienen.
3 Begriffsabgrenzung Hersteller vs. Anwender
Als Hersteller gilt ein Unternehmen, wenn es industriell ein Primärprodukt fertigt. Hersteller leisten die Versorgung ihrer verkauften Produkte mit Ersatzteilen. Anwender von Ersatzteilen hingegen sind Nutzer, Verwender und Kunden, die für ein Primärprodukt Ersatzteile benötigen. (Vgl. Koch 2004, S. 19)
4 Aufgaben der Ersatzteillogistik beim Hersteller:
Allgemein: „Sicherstellung der Einsatzfähigkeit der verkauften Produkte durch Ersatz-oder Wartungsprodukte“ (Wikipedia, online).
Folgend soll genauer erörtert werden, wieso die Unternehmen gewillt sind, eine Er-satzteilversorgung zu gewährleisten, welche Aufgaben die Ersatzteillogistik also für den Hersteller erfüllen soll.
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Abb. 1: Darstellung der Aufgaben der Ersatzteillogistik für Hersteller von Ersatzteilen Quelle: Eigene Darstellung
4.1 Wahrnehmung der Rechtlichen Verpflichtung
Durch die eventuelle Inanspruchnahme von Garantieleistungen (BGB §§ 305, 157), die Kunden geltend machen können, müssen die Hersteller von Primärprodukten ebenso wie nach den Verpflichtungen aus Gewährleistungen (BGB §§ 459-492, §§ 633-640, § 138, §242) vertragliche Leistungspflichten einhalten. Unter anderem müssen Hersteller während der gesetzlichen Gewährleistungsfrist die Versorgung mit Ersatzteilen sicherstellen. (Vgl. Finkenwirth 1993, S. 12) Darüber hinaus gilt für langlebige Gebrauchsgüter außerdem die Bereitstellung von Ersatzteilen als nachvertragliche Nebenpflicht gemäß § 242 BGB (Grundsatz von Treu und Glauben). Je nach Gebrauchsgut wird eine andere Zeit der verpflichtenden Ersatzteilversorgung angesetzt, als Maßstab gilt hierbei die durchschnittliche Lebensdauer des Gutes. Automobilhersteller müssen somit die Ersatzteilversorgung beispielsweise 10-12 Jahre nach der Einstellung der Fahrzeugserie sicherstellen. (Vgl. Koch 2004, S. 30/31) Problematisch ist hierbei für die Hersteller, dass der Er-satzteilbestand immer größer zu drohen wird, da sowohl für ältere als auch für die aktuell produzierten Primärprodukte Ersatzteile zur Verfügung stehen müssen. Die immer kürzer werdenden Produktlebenszyklen von Produkten in vielen Branchen,
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Arbeit zitieren:
Stephan Mohr, 2007, Ersatzteillogistik: Aufgaben und Gestaltungsmöglichkeiten, München, GRIN Verlag GmbH
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