Gliederung
0 Einführung 1
1 Die Gruppendynamik 1
1.1 Begriffsdeutung 1
1.1.1 Kurt Lewin 1
1.1.2 J L. Moreno 2
1.1.3 Die Gruppendynamik als Kleingruppenforschung 2
1.2 Geschichte 2
1.2.1 Kurt Lewin (1890 1947 ) 2
1.3 Trainingsformen 3
1.3.1 Basic-Skills Trainingsgruppe (BST-Gruppe) 3
1.3.2 Trainingsgruppe (T-Gruppe) 4
1.3.3 Sensivity-Training 4
1.3.4 Encounter-Training - Begegnungsgruppen 5
2 Soziometrie 6
2.1 Was ist Soziometrie? 6
2.2 Wann ist Soziometrie sinnvoll? 7
3 Soziogramm 7
3.1 Mögliche Fragen als Grundlage eines Soziogramms 8
3.2 Die Entstehung eines Soziogramms 8
3.2.1 Die Soziomatrix 8
3.2.2 Das eigentliche Soziogramm 9
4 Einsatzmöglichkeiten in der Schule zur Lernförderung 13
4.1 Die diagnostische Funktion 14
4.2 Die therapeutische Funktion 14
4.3 Die erzieherische und bildende Funktion 15
Literatur:
§ Elbing, E : Das Soziogramm der Schulklasse. München 1963
§ Freudenreich, D : Gruppendynamik und Schule. Darmstadt 1986
§ Moreno, J L : Die Grundlagen der Soziometrie. Opladen 1967
§ Was ist Soziometrie? (http://arbeitsblaetter stangl
taller at/FORSCHUNGSMETHODEN/Soziometrie shtml) Stand 06 07 05
Über die Gruppendynamik und die Lehre vom Soziogramm bzw. der Soziometrie
0 Einführung
Um als Lehrer in Klassen unterrichten zu können, muss man vor allem die Prozesse in ihr verstehen wollen und können. Der Wille muss aus jedem selbst kommen, aber an den Kenntnissen kann gearbeitet werden. Die Gruppendynamik ist eine zentrale Wissenschaft bzw. Forschungsmethode um dieses Wissen zu erlangen und dann mit Hilfe der Soziometrie - die auf der Gruppendynamik aufbaut - sich selbst diese Prozesse zu verdeutlichen. In meinem Referat und dieser Zusammenfassung m öchte ich versuchen ein grundlegendes Bild der Forschungsergebnisse der Gruppendynamik zu liefern. Ferner möchte ich Grundlagen vermitteln um das Erstellen von Soziogrammen zu ermöglichen.
Im Anschluss möchte ich noch einen kurzen Ausblick geben, wie man d ie Erkenntnisse der Gruppendynamik und die Methoden der Soziometrie in der Schule zur Lernförderung einsetzen kann.
1 Die Gruppendynamik
Zu Beginn dieser wissenschaftlichen Bewegung stand vor allem der „social change“ im Vordergrund. Erst im weiteren Verlauf der Entwicklung dieser Wissenschaft rückte der Fokus auf die Bereiche „personal change“ und „personal growth“. Dies wird vor allem im späteren Kapitel über die Trainingsformen deutlich.
1.1 Begriffsdeutung
1.1.1 Kurt Lewin
Für Kurt Lewin war der Kernpunkt der Gruppendynamik die Tatsache, dass in der Gruppe alle gegenseitig von einander abhängig sind.
Er sieht die Gruppe außerdem als eine Ganzheit an, die anders und mehr ist als die Summe seiner Teile.
Als Folge der genannten Sichtweisen, wird die Gruppe bestimmt durch eine dynamische Interdependenz.
1
Über die Gruppendynamik und die Lehre vom Soziogramm bzw. der Soziometrie
1.1.2 J.L. Moreno
Für Moreno steht vor allem die individuelle Entwicklung innerhalb der Gruppendynamik im Vordergrund. Die wichtigsten beiden Faktoren sieht er in:
1. den emotionalen Beziehungen innerhalb der Gruppe,
2. dem Einfluss von Anziehung und Abstoßung der Gruppenmitglieder auf das Wohlbefinden des Einzelnen und der anderen Gruppenmitglieder.
1.1.3 Die Gruppendynamik als Kleingruppenforschung
In der Kleingruppenforschung wird die Gruppendynamik vor allem d azu eingesetzt, Strukturen in den einzelnen Gruppen zu erforschen. Hier ist die Soziometrie besonders wichtig, welche ich im weiteren Verlauf der Arbeit noch genauer erläutern werde.
Mit Hilfe der Gruppendynamik können auch Veränderungen von Gruppenstrukturen bzw. Gruppenprozessen erfasst und erklärt werden. In diesem Zusammenhang werden auch Entstehen und Wandel von Gruppennormen erforscht. Für die Kleingruppenforschung kann die Gruppendynamik Kommunikationsstrukturen aufdecken und erklären.
Die wichtigsten Elemente beim Zusammenwirken von Kleingruppenforschung und Gruppendynamik sind die Führung in Gruppen sowie der Einsatz und das Wirken von Macht und Einfluss.
1.2 Geschichte
1.2.1 Kurt Lewin (1890 - 1947)
Kurt Lewin und der Begriff der Gruppendynamik hängen sehr eng zusammen. War Lewin doch der eigentlich Begründer dieser Forschungsrichtung. Von 1921 bis 1933 war Lewin Professor für Psychologie in Berlin. Dort begründete er „ … zusammen mit Goldstein, Köhler und Koffka die Gestaltpsychologische Schule.“ 1
1 Freudenreich S. 10
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Über die Gruppendynamik und die Lehre vom Soziogramm bzw. der Soziometrie
Da er Jude war emigrierte er 1933 in die USA und setzte dort seine Forschungsarbeit fort. Er spezialisierte sich mehr und mehr auf die Gruppendynamik und engagierte sich sehr für diese Arbeit. Begonnen hat er seine gruppendynamischen Forschungen mit Studien über Führungsstile in amerikanischen Firmen.
Seine Begeisterung dafür war so groß, dass er auch seine Schüler leicht anstecken konnte. Diese führten dann seine Arbeit nach dem frühen Tod Lewins fort.
1.3 Trainingsformen
Ein wichtiger Gedanke in der gruppendynamischen Forschung ist der enge Bezug zur Praxis. Laut Lewin kann man über Gruppendynamik nur schwer reden und schreiben, wenn man sie nicht erlebt und erprobt. Dadurch wurden bereits in der Anfangsphase seiner Arbeit unterschiedliche Gruppenformen mit
unterschiedlichen Organisationsformen begründet. Hier wurden neue Forschungsergebnisse erprobt oder auch neue Aspekte erforscht, die bisher in der Arbeit noch unentdeckt blieben.
1.3.1 Basic-Skills-Trainingsgruppe (BST-Gruppe)
Die BST-Gruppe war die erste Gruppenform, die aus der gruppendynamischen Forschung entstanden ist. Die Gruppen agierten in Laborsituationen und hatten einen Beobachter der außerhalb der Gruppenprozesse arbeitete. Dieser Beobachter notierte sich Besonderheiten der Gruppenprozesse und teilt diese dann im Anschluss den Gruppenmitgliedern mit. Dadurch konnte die einzelnen Mitglieder ihre eigene subjektive Wahrnehmung mit der objektiveren Wahrnehmung eines Außenstehenden abgleichen. Zentrale Funktionen dieser Trainingsgruppen waren laut Bradford: „…
a) Bereitstellen von Begriffskomplexen zur Bedingungsanalyse von Fertigkeiten.
b) Operationalisieren der Lernziele und erwünschte Verhaltensänderungen.
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Arbeit zitieren:
Frauke Just, 2005, Über die Gruppendynamik und die Lehre vom Soziogramm und der Soziometrie, München, GRIN Verlag GmbH
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