Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung. 4
2. Grundlagen des Sammelgutverkehrs 5
2.1 Voraussetzungen für Spediteursammelgutverkehr. 5
2.2. Beteiligte am Spediteursammelgutverkehr. 5
2.3. Kooperationen 6
2.4. Netzwerke 6
2.4.1. Rastersystem 6
2.4.2. Hub and Spoke System 8
2.4.3. Mischformen. 9
2.5. EDV-Einsatz im Sammelgutverkehr 10
3. Ablauf des Sammelgutverkehrs. 10
3.1 Vorlauf. 10
3.2. Umschlag beim Versandspediteur. 10
3.3. Hauptlauf und Begegnungsverkehr 11
3.4. Umschlag beim Empfangsspediteur. 12
3.5. Nachlauf 12
3.6. Sendungsverfolgung 12
4. Marktsituation 13
4.1. Aktuelle Marktsituation 13
4.2. Konzernspeditionen und Kooperationen im Vergleich. 15
4.3. Zukünftige Entwicklung des Sammelgutverkehrs 16
5. Fazit. 17
Literaturverzeichnis 18
2
Abkürzungsverzeichnis
LCL Less-than-Containerload Hub Nabe Spoke Speiche EDV elektronische Datenverarbeitung DFÜ Datenfernübertragung IDS Intressenverbund deutscher Spediteure CTL Cargo Trans Logistik DSV De Sammensluttede Vognmænd DHL Adrian Dalsey, Larry Hillblom und Robert Lynn.
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Darstellung eines Rastersystems .......................................................... 7 Abbildung 2: Darstellung verschiedener Hub and Spoke Systeme............................. 9 Abbildung 3: Fünf der größten Anbieter im Sammelgutverkehr ................................ 16
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1. Einleitung
Beim Sammelgutverkehr, auch Sammelladungsverkehr genannt, handelt es sich um den traditionellen Tätigkeitsbereich der Spedition. Hierbei wird eine Vielzahl von kleinen Sendungen gesammelt, zu Wagenladungen zusammengefasst und über die Straße transportiert. Anschließend wird die Wagenladung wieder aufgelöst, indem man die Sendungen an eine Vielzahl von Empfängern zustellt. 1
Der Markt in Deutschland besteht hauptsächlich aus mittelständischen Speditionen und ist immer noch die wichtigste Sparte im speditionellen Tätigkeitsbereich. Seit einigen Jahren lässt sich allerdings eine Entwicklung beobachten, welche vor allem für die kleineren und mittleren Speditionen sehr bedrohlich ist. Aufgrund der vielen Anbieter ist auf dem Kleingutmarkt ein Konkurrenzkampf ausgebrochen, der einen starken Preisverfall zur Folge hatte. Gleichzeitig stiegen Diesel- und Personalkosten und es kam zur Mauteinführung, was viele Unternehmen zur Aufgabe zwang. Daraus resultierte eine immer höhere Konzentration der Marktanteile auf die großen Konzernspeditionen und Systemverbände, wodurch sich die Frage stellt, ob diese Entwicklung in Deutschland so weiter verläuft oder der Trend in eine andere Richtung geht.
In dieser Arbeit wird, vor Behandlung der oben genannten Problemstellung zunächst die Abwicklung des speditionellen Sammelgutverkehrs näher betrachtet. Dazu befasst sich das folgende Kapitel als erstes mit Grundlagen, wie den Beteiligten und den verschiedenen Netzwerken, die für Speditionen notwendig sind, um wettbewerbsfähig bleiben zu können. Auf Basis dieser Grundlagen wird im dritten Kapitel neben dem genauen Ablauf, vom Versender bis zum Empfänger, auch die Sendungsverfolgung beschrieben, welche im Zeitalter des Just-in-Time ein wesentlicher Bestandteil des Sammelgutverkehrs ist. Die Betrachtung der Marktsituation und Entwicklung erfolgt im vierten Kapitel, wo zudem das Problem der Laderaumverknappung erörtert wird.
1 Vgl. Köberlein (1997), S. 160.
4
2. Grundlagen des Sammelgutverkehrs
2.1 Voraussetzungen für Spediteursammelgutverkehr
Um Kunden langfristig binden zu können müssen die Speditionen diesen nachweisen, dass die hohen Anforderungen im Sammelgutverkehr erfüllt werden können. 2 Aus diesem Grund werden Regellaufzeiten von 24 Stunden für die meisten Gebiete in Deutschland angeboten, die durch Linienverkehre mit festen Abfahrtszeiten zu den einzelnen Relationen 3 eingehalten werden sollen. Als weitere Grundvoraussetzungen gelten wettbewerbsfähige Preise sowie die zuverlässige und sichere Abwicklung der Sendungen.
2.2. Beteiligte am Spediteursammelgutverkehr
Der auf der Straße abgewickelte Sammelgutverkehr ist in seiner Grundstruktur identisch. Die Bandbreite der Stückgüter reicht von den wesentlichen Gruppen, wie Pakete und Paletten, bis hin zu Fässern, Gitterboxen, oder Spezialteilen. 4
Im Folgenden sind die bei der Abwicklung eines Stückgutversandes beteiligten Akteure aufgeführt: 5
- Versender: Auftraggeber des Spediteurs und Quelle des Ablaufs.
- Versandspediteur: Mit der Abwicklung beauftragter Spediteur, der die Abholung beim Versender organisiert und die Sammelladung auf seinem Umschlaglager zusammenstellt.
- Beilader: Sammelgutspediteure, die dem Versandspediteur Teilsendungen für eine bestimmte Relation übergeben. Beiladungen werden heute nur noch selten durchgeführt.
- Frachtführer: Verkehrsunternehmer, der im Auftrag des Versand- und Empfangsspediteurs die Abholung und Auslieferung der Sendungen im Nahverkehrsgebiet durchführt. Ebenso werden Frachtführer für die Beförderung der Sammelladung eingesetzt.
2 Vgl. Lorenz (2001), S. 545.
3 Als Relation wird eine bestimmte Verkehrsrichtung bezeichnet.
4 Vgl. Lublow (1997), S. 93.
5 Vgl. dazu Lorenz (2001), S. 548.
5
- Empfangsspediteur: Abwicklung der an Ihn gerichteten Sammelladung und Auslieferung der Teilsendungen an die entsprechenden Empfänger.
- Briefspediteur: Für die Zustellung der Einzelsendungen vorgeschriebener Spediteur, der vom Beilader oder Endempfänger beauftragt wurde.
- Empfänger: Vertragspartner des Versenders, dem die Einzelsendung zugestellt wird und die Senke im Ablauf darstellt.
Im interkontinentalen Sammelgutverkehr sind die Beteiligten identisch, allerdings wird die Transportkette um einige Komponenten erweitert und die Abwicklung erfolgt häufig durch spezielle Seehafen- oder Luftfrachtspediteure. Der Seeverkehr ist Hauptverkehrsträger der nach Übersee ausgehenden Stückgüter und wird als LCL-Verkehr bezeichnet.
2.3. Kooperationen
Der Wettbewerb erfordert im heutigen Sammelgutverkehr eine geschlossene Netzabdeckung, was vom Großteil der, zumeist mittelständischen, Speditionen nicht realisiert werden kann. 6 Daher werden Kooperationsverträge mit anderen Speditionen abgeschlossen, um die Vorgaben des Wettbewerbs erfüllen zu können. Aus diesen Kooperationen sind die Systemverbünde hervorgegangen, ein Zusammenschluss von mittelständischen Speditionen mit einem speziellen Marketingkonzept und einer besonderen Ablauforganisation. 7 Eine Ausnahme hingegen bilden die großen Konzernspeditionen. Diese verfügen mit eigenen Niederlassungen über ein flächendeckendes Netzwerk in Deutschland, teilweise sogar in Europa.
2.4. Netzwerke
2.4.1. Rastersystem
Im Sammelgutverkehr erfolgt die Verteilung der Güter über entsprechende logistische Netzwerke, welche zwei unterschiedliche extreme Ausprägungen aufweisen. Dem Raster-System auf der einen Seite steht das Hub and Spoke System auf der anderen Seite gegenüber. In der Praxis existieren jedoch auch zahlreiche Mischfor-
6 Vgl.Lorenz (2001), S. 538.
7 Vgl. ebd., S. 539.
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Arbeit zitieren:
Marc Stäsch, 2007, Spediteursammelgutverkehre - Grundlagen, Abläufe, Marktsituation, München, GRIN Verlag GmbH
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