I nhalt sver zeichnis
1 Einleit ung. 2
2 Wirt schaft liche Menschenbilder 3
2.1 Der Hom o Oeconom icus 3
2.2 Adlers individualist isches Menschenbild 4
2.3 Das hum anpsychologische Menschenbild 5
2.4 Zusam m enfassung 6
3 Die psychologischen Aspekt e des Geldes 8
3.1 Der sym bolische und abst rakt e Gehalt von Geld. 8
3.2 Die Macht des Geldes 9
3.2.1 Die Macht des Geldes auf unser e Bedürfnisse 12
3.2.2 Die Macht des Geldes auf Gefühle und I dent it ät 13
3.3 Die Mot ivat ionseigenschaft en des Geldes 15
3.4 Zusam m enfassung - ein Aus- und Überblick 17
4 Schlusswort 19
5 Lit erat ur ver zeichnis 20
1
1 Einleit ung
I ch bezahle. Du bezahlst . Er bezahlt . I ch bin ärm er und er ist reicher, aber ich brauche auch gar kein Geld. Denn Geld m acht nicht glücklich. Oder doch? Hält es die Welt und die Gesellschaft in Gang? Regiert es wirklich die Welt und som it uns? Warum ist der wohlhabende Nachbar zufriedener? Und warum sind wir, die weniger Geld zur Verfügung haben neidisch auf ihn? Viele Ausreden fallen uns spont an ein, warum wir nicht soviel Geld brauchen. Denn wir sind nicht sücht ig nach der m onet ären Macht . Aber sind wir t rot zdem m ächt ig?
Viele Fragen, die im Laufe m einer Arbeit beant wort et werden sollen, aber nicht aus rein wirt schaft swissenschaft licher Sicht . Die
psychologischen Aspekt e im allt äglichen Um gang m it Geld werden hier behandelt . Das I nt eresse für Wirt schaft spsychologie nim m t in den let zt en Jahren im m er m ehr zu. Denn j eder hat ein allgem eines Verst ändnis in Bezug auf psychologische Fakt oren, die wirt schaft lichen Theorien sind j edoch oft schwer zu begreifen und nachzuvollziehen. Doch was hat das alles m it Geld zu t un? Wir benut zen es t äglich und nicht s hält uns seit Erschaffung der erst en Münzen so im Bann und gibt uns soviel Macht wie es Geld t ut .
Zunächst werde ich eine kurze Einführung zum Hom o Oeconom icus geben, um dann alt ernat ive Menschenbilder in Bezug auf die
Wirt schaft und das Handeln in dieser vorst ellen. Der Haupt t eil der Ausführungen wird sich m it den einzelnen m ir wicht ig erscheinenden Aspekt en beschäft igen. Von der Sozialisat ion über das Ent st ehen von Neid bis hin Bedürfnisbefriedigung durch Geld. Let zt endlich m öcht e ich zu einer Zusam m enfassung kom m en, die in der Einleit ung aufgeworfene Fragen sinnvoll beant wort et und neue zukünft ige Handlungsweisen der Wirt schaft darlegt . I ch beziehe m ich in m einen Ausführungen auf Henry C. Lindgren, Ernst Fehr und Gerhard Schwarz.
Es ist anzum erken, dass das Them a der Wirt schaft spsychologie in den let zt en Jahren so kom plex geworden ist , dass ich auf eine
2
Vollst ändigkeit aller Fakt oren verzicht en m uss, da sonst der Rahm en dieser Arbeit gesprengt werden würde.
2 Wir t schaft liche Menschenbilder
2.1 Der Hom o Oeconom icus
Die Volkswirt schaft ging davon aus, dass wirt schaft liche Größen wie Konsum - , I nvest it ions- oder Sparquot en eine Funkt ion lediglich äußerer Bedingungen ( Einkom m en, Gewinn, et c.) sind und dass der Mensch sich in seinem wirt schaft lichen Verhalt en weit gehend m echanist isch verhält .
Ent sprechend wurde der Fakt or "Mensch" in volkswirt schaft lichen Theorien eher ausgeblendet und m an st udiert e das "Verhalt en des Geldes" so, als sei Geld selbst das handelnde Subj ekt , das Wirt schaft sabläufe beeinflusst und nicht der Mensch, der über Geld verfügt .
Eine Grundlage der Annahm en der t radit ionellen Volkswirt schaft lehre war die Konzept ion des Menschen als "hom o oeconom icus". I hm wurden folgende Eigenschaft en unt erst ellt : Der Mensch verhält sich vollkom m en rat ional, ist best rebt , den eigenen Gewinn bzw. den eigenen Nut zen zu m axim ieren, ist erschöpfend über alle seine Handlungsalt ernat iven sowie die der anderen Personen inform iert und kennt alle Konsequenzen, die sich aus den einzelnen Alt ernat iven ergeben und kann sie vergleichen und bewert en. 1
Auch wenn in j üngerer Zeit diese Annahm en revidiert wurden, sind die Grundannahm en des Konzept es des "hom o oeconom icus" weit verbreit et geblieben: Der ökonom ische Mensch handelt noch im m er rat ional innerhalb der vorgegebenen Begrenzungen und aus Eigennut z.
1 Vgl. ht t p: / / w ww .planet - int er kom .de/ t hor st en.hapke/ hom o_oeconom icus_Exkurs.ht m
am 9.8.2002
vgl.ht t p: / / ww w .geocit ies.com / Capit olHill/ Lobby/ 2554/ hom o- econom icus.ht m l
am 9.08.2002
3
I n einer Zeit , in der sich der wirt schaft liche Handlungsspielraum weit er Bevölkerungst eile in den west lichen I ndust rienat ionen wesent lich erweit ert hat , erscheint die These von der rein ökonom ischen Best im m ung wirt schaft lichen Handelns als nicht m ehr angem essen. Viele Menschen können heut e über größere Einkom m enst eile frei verfügen, sie können sich unt erschiedliche Güt er anschaffen oder ihr Geld auf verschiedene Art en sparen, invest ieren oder spekulieren.
Abgesehen davon, dass das m enschliche Verhalt en in Bezug auf den Um gang m it Geld keineswegs dem Modell des hom o oeconom icus ent spricht , kann m an heut e ohne die Berücksicht igung psychologischer Bedingungen keine genauen Vorhersagen über einzel-und
gesam t wirt schaft liche Vorgänge erwart en.
2.2 Adlers individualist isches Menschenbild
Alfred Adler ( 1870 - 1937) ent wickelt e als erst es Konkurrenzsyst em zur Psychoanalyse von Sigm und Freud, die I ndividualpsychologie. Dabei unt ersucht e er die Phänom ene der psychologischen Fakt oren des Menschen unt er den Krit erien der Angst , des Minderwert igkeit sgefühls, des Gelt ungsst rebens, des Macht willens und des
Gem einschaft sgefühls. Bei seinen Forschungen kam er zu anderen Ergebnissen als Freud. 2
So ent wickelt e sich ein Menschenbild, dass davon ausgeht , dass der Mensch m it einem nat urgegebenen Unzulänglichkeit sgefühl behaft et ist . 3 Dieses Gefühl versucht er in allen Sit uat ionen auszugleichen. Dabei m öcht e der Mensch sein Selbst wert gefühl aufrecht erhalt en bzw. verst ärken. Bei gut er Sozialisierung durch Elt ern und den Um kreis in dem ein Mensch aufwächst , werden Selbst wert und Selbst acht ung durch soziale Beit ragsleist ung, wie Liebe und Erm ut igung, erm öglicht und fehlende Aspekt e im Seelenleben som it kom pensiert . Unt er schlecht en Bedingungen kann das Kom pensat ionsst reben j edoch ent art en und zu asozialen Überlegenheit sbedürfnissen werden. Die angest rebt e Macht und Herrschaft über andere soll die eigene Angst
2 vgl. ht t p: / / w w w.m - w w .de/ persoenlichkeit en/ aadler .ht m l am 10.08.2002
3 vgl. Zim bardo, Phillip G.: Psychologie. Spr inger Verlag Berlin,1992, S. 414 und 430
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Arbeit zitieren:
Stephanie Müller, 2002, Die psychologischen Aspekte im alltäglichen Umgang mit Geld - Wie beeinflusst Geld die Gesellschaft?, München, GRIN Verlag GmbH
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