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1. Einführung in die Thematik. 5
2.Definition und Klassifikation 5
2.1 Einleitung 5
2.2 Historischer Abriß 6
2.3 Klassische Ansätze 6
2.3.1 Kanner: Frühkindlicher Autismus 6
2.3.2 Asperger: Autistische Psychopathie 7
2.4 Kontinuum des autistischen Störungsbildes 8
2.5 Verwandte Störungsbilder 9
3.Epidemiologie 9
3.1 Prävalenz, Inzidenz, Intelligenzverteilung. 9
3.1.1 Prävalenz beim Autismus nach Kanner 9
A B D C E G F HI G P G Q G B D F RI
9
3.1.2 Prävalenz bei der Autistischen Psychopathie nach Asperger 10
4. Diagnostik 11
5.Ätiologie............................................................................................................................................................. 12
5.1 Prädisponierende Faktoren 12
5.2 Auslösende Faktoren 13
5.3 Aufrechterhaltende Faktoren 14
6. Erklärungsmodelle. 14
6.1 Kognitionspsychologischer Erklärungsansatz 14
6.2 Tiefenpsychologischer Ansatz. 15
6.3 Multifaktorieller Ansatz 16
6.4 Sensomotorischer Ansatz 16
6.5 Lernpsychologischer Ansatz. 16
:HLWHUH QVlW H 16
2
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7. Therapeutische Ansätze. 17
7.1 Sensomotoriscche Ansätze 17
7.1.1 Sensorische Integrationsbehandlung nach J. Ayres 17
7.1.2 Aufmerksamkeits-Interaktionstherapie. 18
7.1.3 Weitere körpertherapeutische Behandlungen 18
7.1.4 Gestützte Kommunikation (facilitated communication) 19
7.1.5 Patterning / Neurologische Organisation 19
7.2 Lernpsychologischer Ansatz. 20
7.2.1 Lerntheoretische Methode 20
7.3 Tiefenpsychologische Ansätze 20
7.3.1 Die psychische Geburt des Menschen 20
7.3.1 Bettelheims Autismustherapie 21
/DXWVSUDFKXQDEKlQJLJH QVlW H. 21
7.4.1 Musiktherapie 21
7.4.1.1 Musiktherapie nach Juliette Alvin 21
7.4.1.2 Musiktherapie nach Getrud Orff. 22
7.4.1.3 Schöpferische Musiktherapie. 22
7.5 Audiosensorische Ansätze. 22
7.5.1 Audiovokales Training 23
7.5.2 Kompensatorische Gehörschulung 24
7.6 Konfliktpsychologischer Ansatz. 24
7.6.1 Festhaltetherapie / Forced Holding. 24
7.7 Biochemische Ansätze. 24
7.7.1 Vitamin- und Mineralstofftherapie 24
7.7.2 Medikamentöse Behandlung 24
7.8 Optionsmethode. 25
7.9 Quantitative Hirnfunktionsanalyse und Neurofeedback 25
8.Pädagogische Konsequenzen und Förderung von Kindern mit autistischen Störungen. 26
8.1 Thesen einer angemessene Förderung 26
8.1.1 Entwicklungspsychologische Förderthesen 26
8.1.2 Ökologische Förderthesen 27
8.1.3 Steinadels Förderthesen 27
Betrachtung der eigenen Rolle. 29
Eigenschaften eines Helfers. 29
Die Familie 29
8.4 Vorstellung eines Förderprogrammes: Der TEACCH -Ansatz 30
Literaturverzeichnis. 31
3
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1. Einführung in die Thematik
Die Symptomatik der autistischen Störungen sowie die kontrovers diskutierten und sich teils ausschließenden Erklärungsmodelle üben eine hohe Faszinationskraft aus, denn es bestehen immer noch Unklarheiten bezüglich der Ätiologie, der kognitiven Fähigkeiten, der Zuordnung zur Behindertenrichtung sowie sinnvoller Interventionsmaßnahmen.
Nachfolgend möchte ich zunächst im Teil A meines Berichtes einen kurzen Einblick in den aktuellen wissenschaftlichen Forschungsstand zu dieser Thematik geben. Im Teil B stelle ich das Ergebnis meiner zweijährigen intensiven Beobachtungs- und Betreuungsstudie im Rahmen des Familienentlastenden Dienstes der Lebenshilfe vor.
2. Definition und Klassifikation
2.1 Einleitung
Gemäß des historischen Hintergrundes unterscheidet man zwischen dem Kanner-Autismus (auch `low-functioning-autism´) und dem Asperger-Autismus (auch `high-functioning-autism).
Wing (1981) stellte eine Triade auf, nach der sie die autistische Störung durch drei Symptome definiert:
1. „ernstes Defizit beim sozialen Zusammensein;
2. Defizit in verbaler und nonverbaler Kommunikation
3. Defizit in flexiblen, phantasiegeleiteten Aktivitäten, statt dessen ein Verhaltensmuster, das von Wiederholungen und Stereotypien dominiert wird.“ (vgl. Kari Steinadel, S.11 ff)
5
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2.2 Historischer Abriß
Der Begriff ` autistisch´ (autos (griech.) = selbst) wurde erstmals 1911 vom Psychiater Bleuer zur Bezeichnung eines spezifischen Symptoms erwachsener Schizophrener verwendet (vgl. Myschker, 1999).
Unabhängig voneinander publizierten Leo Kanner 1943 in den U.S.A. und Hans Asperger 1944 in Österreich erste Beschreibungen der autistischen Symptomatik.
2.3 Klassische Ansätze
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Der frühkindliche Autismus nach Kanner definiert sich als eine schwere Entwicklunsstörung im emotionalen und motorischen Bereich sowie Kontakt- und Wahrnehmungsstörungen.
Im DSM - IV (Diagnostisches und Statistisches Manual Psychischer Störungen) werden folgende Kardinalsymptome bzw. Primärsymptome für frühkindlichen Autismus nach Kanner aufgeführt:
1. qualitative Abweichung in der sozialen Interaktion (eingeschränkter Gebrauch von Mimik, Gestik, Körperhaltung als Instrument sozialer Interaktion; Unfähigkeit der Beziehung zu Gleichaltrigen; Mangel an Empathie 1 ; Mangel am sozio - emotionaler Gegenseitigkeit)
2. qualitative Abweichung im Kommunikationsmuster (verzögerte oder Ausbleiben der Sprache; Sprache ist idiosynkratisch, stereotyp oder repetitiv; Fehlen von Imitations- und Rollenspiel)
3. begrenzte, stereotypes und sich wiederholendes Repertoire von Interessen und Aktivitäten (starre Rituale und Gewohnheiten; stereotype und repetitive Manierismen, ständige Objektbeschäftigung,)
Weiterhin liegt der Beginn der Störung vor dem 3. Lebensjahr, und es zeigt sich eine Verzögerung oder abnorme Funktionsfähigkeit in den folgenden Bereichen:
1 Empathie bezeichnen Gruhle und Worringer als ein „Nacherleben, das Sichhineinversetzen in ein
fremdes Erleben, das Miterleben des fremden Ichs aufgrund der Wahrnehmung des Ausdrucks oder
der Mitteilung der Erlebnisse einer anderen Person bzw. Der Kenntnis ihrer seelischen Situation“ (vgl.
Dorsch, 1994)
6
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a) soziale Interaktion oder
b) Sprache als Kommunikationsmittel oder
c) Symbolisches oder Phantasiespiel. (vgl. Klicpera und Innerhofer, 1993)
Dilling und Reimer (1997) erwähnen weiterhin die Eventualität folgender Sekundärsymptome:
kein soziales Lächeln, keine Reaktion auf Zuwendung der Mutter, starr und emotionslos; Spielstörungen, Veränderungsängste, verbale und Handlungsstereotypien, Wahrnehmungsschwäche, motorische
Koordinationsschwäche, intellektuelle Retardierung, deutliche Intelligenzminderung, schwere Sprachentwicklungsstörung: zunächst motorische Entwicklung, dann verspätete, teilweise auch ausbleibende, Sprachentwicklung Echolalie 2 , Neologismen 3 , starke Abkapselung, defizientes Ich-Bewußtsein, prominale Umkehr.
Zur Divide ist zu sagen, daß es weiterhin zu psychogenen Autismus bei Deprivation, Autismus bei Oligophrenie 4 und Pseudoautismus bei blinden und gehörlosen Kindern kommen kann.
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Autistische Psychopathie nach Asperger definiert Dilling Reimer (1997) als eine frühe sprachliche und späte motorische Entwicklung, eine unauffälige intellektuelle Entwicklung sowie autistische Symptome, die sich erst im Kleinkindalter äußern können.
Weiterhin können sich folgende Symptome zeigen:
1. Motorische Ungeschicklichkeit
2. Sprache mit Wortschöpfungen
3. Sonderinteressen und Spezialkenntnisse / Inselbegabungen
2 Als Echolalie wird die Reproduktion der phonematische Repräsentaion bezeichnet, d.h. das gesagte
wird papageienhaft Nachgeplappert.
3 Unter Neologismen versteht man Wortneuschöpfungen, die durch ungewöhnliche Kombination von
Silben mit unterschiedlichen Bedeutungsinhalten entstehen.
4 Oligophrenie ist synonym für Intelligenzminderung, die von Debilität(IQ von 50 - 69) bis Idotie (IQ von
0-19) reichen kann.
7
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4. keine synthetischen Intelligenzleistungen
In den diagnostischen Kriterien des F 84.5 der ICD-10 Forschungskriterien, WHO 1993, werden oben genannte Kriterien bestätigt, allerdings durch die qualitative Beeinträchtigung der gegenseitigen Interaktion und stereotypen Verhaltensmuster ergänzt, wie sie auch als Kardinalsymptome des Kanner-Autismus beschrieben sind.
Die Prognose scheint günstiger als beim frühkindlichen Autismus zu sein.
2.4 Kontinuum des autistischen Störungsbildes
Diese Form der Aufgliederung der Symptomatik wird stark diskutiert (vgl. Ghaziuddin u.a. 1992, Rutter & Schopler 1992, Tossebro 1993). So können einzelne Kinder im Vorschulalter die klassischen Symptome des Kanner-Autismus aufweisen, während sie aber im Jugend- und Erwachsenenalter sich nicht mehr von Personen mit high-functioning-autism unterscheiden (Wing, 1991). Ferner erschwert die breite Streuung der Störung die Aufstellung von Diagnosekriterien, die weder zu weit noch zu eng gefaßt sind und Entwicklungsveränderungen erfassen.
Um das Kontinuum der autistischen Störung eindeutiger klassifizieren zu können nimmt Wing eine Untergruppeneinteilung vor:
1. Die ` Fernen´: sind sozial zurückgezogen und gleichgültig gegenüber ihren Mitmenschen.
2. Die ` Passiven´: zeigen eine hohe soziale Passivität; Annäherung der Mitmenschen wird zugelassen, aber sie ergreifen selbst keine Initiative.
3. Die Aktiven und Merkwürdigen´: sie sind zwar auf der kommunikativen Ebene aktiv, legen aber sonderbare Interaktionen an den Tag. Sie haben soziale Kontakte zu Erwachsenen, teilweise auch zu Kindern. Ihr Sozialverhalten und ihrer Sprache adaptieren sich wenig an den jeweiligen Interaktionspartner adaptiert und sie bekunden ihm wenig Empathie. Sie wirken oft rücksichtslos bezüglich der Bedürfnisse ihrer Mitmenschen (nach Wing & Gould 1979; Wing & Attwood 1987).
8
Arbeit zitieren:
Dipl. Päd., Andragogin Cornelia Leistner, 1999, Autismus - Die Symptomatik der autistischen Störungen - Pädagogische Konsequenzen und Förderung von Kindern mit autistischen Störungen, München, GRIN Verlag GmbH
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