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Inhaltsverzeichnis 2
1 Einleitung 3
2 Funktionen der Massenm edien 3
2.1 Begriffsklärung. 3
2.2 Inform ation sfunktion 4
2.3 Politische Funktionen 6
2.4 Soziale Funktionen 9
2.5 Ökonom ische Funktionen 12
2.6 Vierte Gewalt m it öffentlicher Aufgabe? 13
3 Schluss. 16
4 Literaturverzeichnis/ Quellenangaben 17
3
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Die voranschreitende Pressekonzentration rief vor allem auf ihrem Höhepunkt in den 1970er Jahren zahlreiche Kritiker aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft auf den Plan, die in ihr eine Gefährdung der Grundlagen der Demokratie, nämlich des Pluralismus und der politischen Meinungsbildung sahen. Diese Diskussion wird auch heute noch geführt und lenkt die Aufmerksamkeit auf die Funktionen der Presse und allgemein der Massenmedien, die diese für den Einzelnen und die Gesellschaft mit ihren Subsystemen erfüllen. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich nach einem Abschnitt zur Begriffsklärung (2.1) mit der Informationsfunktion (2.2.), den politischen (2.3), sozialen (2.4) und ökonomischen (2.5) Funktionen und beleuchtet abschließend zwei Begriffe, die in der oben genannten
Diskussion oft fallen: den der |IIHQWOLFKHQ $XIJDEH und den der 9LHUWHQ *HZDOW(2.6).
Die Ausführungen nehmen dabei Bezug auf ein politisches und ökonomisches System, wie wir es in der Bundesrepublik Deutschland vorfinden, also eine freiheitlich-pluralistisch verfasste, parlamentarisch repräsentative, Gewalten teilende Demokratie mit einer marktwirtschaftlichen Wirtschaftsordnung.
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)XQNWLRQHQ der Massenmedien sollen hier in Bezugnahme auf Robert K. Merton als
Leistungen bzw. Aufgaben 1 des Systems Massenkommunikation verstanden werden, die sich aus Bedürfnissen der Gesellschaft bzw. ihrer Subsysteme bis hin zum Individuum ergeben 2 . Der Begriff „Bedürfnis“ deckt hierbei ein breites Bedeutungsspektrum ab, das von individuell-psychologischen Bedürfnissen wie z.B. dem Unterhaltungsbedürfnis bis hin zu gesamtgesellschaftlichen Erfordernissen reicht, indem z.B. ein demokratisches System zu seinem Funktionieren der Mitwirkung informierter und engagierter Bürger „bedarf“.
Versteht man nun mit Maletzke Funktionen als im Hinblick auf diese Bedürfnisse SRVL WLYH Auswirkungen, können '\VIXQNWLRQHQals QHJDWLYH, der Befriedigung der Bedürfnisse
1 Wobei „ Leistungen“ eher einen empirisch feststellbaren, „ Aufgaben“ einen normativen Charakter aufweisen.
2 vgl. Ronneberger, Sozialisation durch Massenkommunikation, S. 48.
4
abträgliche, oder sogar entgegengesetzte,Folgen definiert werden, die sich aus dem Wirken der Massenmedien ergeben. 3
Als weit problematischer erweist sich der Versuch, eine für diesen Zusammenhang zufriedenstellende Definition des Begriffs Massenmedien vorzunehmen, wohl vor allem deshalb, weil „ die Medien“ aus unserem Alltag und damit der Alltagskommunikation nicht wegzudenken sind. Dass der eben verwandte Ausdruck „ die Medien“ ein höchst diffuser, unwissenschaftlicher ist, ist unbestreitbar. Meines Erachtens wäre er gerade deshalb für den Zweck dieser Arbeit sogar sehr gut geeignet, weil er gewissermaßen einen gesamten Teilbereich der Gesellschaft, ein System mit seinen ökonomischen („ Medienkonzerne“ ), technischen („ Neue Medien“ ), politischen („ Medienpolitik“ ) und sozialen („ Gewalt in den Medien“ ) Aspekten und seiner Verflechtung in der Gesellschaft ins Bewusstsein ruft. All diese Dimensionen sind also stets mitzudenken, auch wenn die nun folgende Definition vor
allem den technischen Aspekt betont. Danach sollen mit dem Begriff der 0DVVHQPHGLHQ
alle jene Medien bezeichnet werden, „ über die durch Techniken der Verbreitung und Vervielfältigung mittels Schrift, Bild und/oder Ton optisch bzw. akustisch Aussagen an eine unbestimmte Vielzahl von Menschen vermittelt werden“ 4 . Diese Begriffsbestimmung lässt viele Erscheinungen, vom Flugblatt über das Buch bis zum TV-Sender, zu. Die folgenden Ausführungen sind zwar grundsätzlich auf alle diese Erscheinungen anwendbar, haben jedoch vor allem die „ klassischen“ Medien Presse und Rundfunk im Blick. An erster Stelle soll nun die Informationsfunktion beschrieben werden. ,QIRUPDWLRQVIXQNWLRQ
Sie ist nach Wildenmann und Kaltefleiter die „ ursprünglichste Funktion der Massenmedien“ 5 , diejenige Funktion, auf der alle anderen noch zu beschreibenden Funktionen aufbauen und deshalb an den Beginn dieser Ausführungen gestellt. Den Medien fällt hierbei die Aufgabe zu, Menschen von Gegenständen der Welt (Ereignissen, Tatbeständen, Personen...) in Kenntnis zu setzen, die außerhalb des Bereichs ihrer Primärerfahrung liegen, die also nicht direkt mit den eigenen Augen oder Ohren wahrgenommen werden können, sondern bei denen der Mensch auf vermittelnde Instanzen als Informationsquellen angewiesen ist. Diese Sekundärerfahrungen machen den größten Teil
3 vgl. Maletzke, Integration - eine gesellschaftliche Funktion der Massenmkommunikation, S.138.
4 Burkart, Kommunikationswissenschaft, S.168.
5 Wildenmann/Kaltefleiter, Funktionen der Massenmedien, S.15.
5
des Erfahrungsschatzes eines Menschen aus, und die Massenmedien als Inhaber eines Beinahe-Monopols in der Vermittlung der Sekundärerfahrungen bestimmen maßgeblich unsere Vorstellungen von der Wirklichkeit außerhalb unseres Gesichtskreises, womit ihnen eine große Verantwortung zukommt. 6
Wildenmann und Kaltefleiter nennen drei Kriterien, auf die hin die Vermittlung von Information ausgerichtet sein soll, um genannter Verantwortung gerecht werden zu kön-
nen: 9ROOVWlQGLJNHLW2EMHNWLYLWlWund 9HUVWlQGOLFKNHLW. Dem Prinzip der 9ROOVWlQGLJ NHLW in „ Reinform“ also der Forderung, der Gesellschaft ständig den gesamten vorhande-
nen Informationsbestand zur Verfügung zu stellen, stehen jedoch offensichtliche und nachvollziehbare Kapazitätsprobleme der Einzelmedien entgegen. Nach Wildenmann und Kaltefleiter sollte Vollständigkeit der Information deshalb darin bestehen, jeder (Interesäußern 7 zumal sich nach Bin-sen-)Gruppe angemessen Gelegenheit zu geben, sich zu
kowski sowieso Realität für jeden Menschen unterschiedlich, nämlich als jeweils „ perspektivische Wahrheit“ 8 darstellt, indem er die nackten Fakten auf seine individuelle Lebenssituation bezieht und ihnen dadurch erst ihre Bedeutung verleiht 9 . Es gibt also viele „ Wahrheiten“ , die möglichst alle zu Wort kommen sollten.
Das Prinzip der 2EMHNWLYLWlW, soll den Rezipienten gegen falsche Informationen schüt-
zen. Aber weniger Manipulation, also bewusste Verfälschung der Information zum Errei-
chen bestimmter Zwecke, sondern Zeitdruck und das Stützen auf nur HLQH - beinahe
zwangsweise subjektiv eingefärbte - Quelle sind es, die absolute Objektivität zu einem beinahe unmöglichen Unterfangen machen. 10 Saxer versteht daher Objektivität als „ die Verpflichtung bzw. den Willen zu einer möglichst unverzerrten und daher allgemein annehmbaren publizistischen Beschreibung der Wirklichkeit“ 11 , wobei sich ja wiederum Verzerrung nur individuell in Bezug auf die oben zitierte „ perspektivische Wahrheit“ ergibt.
6 vgl. Burkart, Kommunikationswissenschaft. S.393 ff.
7 vgl. Wildenmann/Kaltefleiter, Funktionen der Massenmedien, S.16 ff.
8 Binkowski, Die Wahrheit in den Massenmedien. zit. nach: Burkart, Kommunikationswissenschaft, S.397.
9 vgl. Binkowski, Die Wahrheit in den Massenmedien S.68ff. zit. nach: Burkart, Kommunikationswissenschaft, S.397.
10 vgl. Wildenmann/Kaltefleiter, Funktionen der Massenmedien, 21ff.
11 Saxer, Die Objektivität publizistischer Information. S.211. zit. nach: Burkart, Kommunikationswissen- schaft, S. 398.
Arbeit zitieren:
Felix Frey, 2002, Die Funktionen der Massenmedien, München, GRIN Verlag GmbH
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