Universität Koblenz - Landau Abteilung Landau Institut für Sonderpädagogik Fachrichtung Lernbehindertenpädagogik Seminar: Umwelterziehung an der Schule für Lernbehinderte Student: Thomas Fey Sommersemester 2000 Thema:
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Einleitung:
Umwelterziehung, Umweltbildung und Umweltverständnis sind in den letzten zwanzig Jahren in unserer Gesellschaft immer wichtiger geworden. Nicht erst seit der Gründung der „Grünen“ 1982, sondern auch in den Bürgerbewegungen zuvor wurde von Teilen der Gesellschaft auf das immer wichtigere Thema der Umweltverschmutzung bzw.bewahrung aufmerksam gemacht. Ein schonungsloser Umgang mit den Ressourcen unserer Erde hatte unter anderem zur Folge, dass das Ozonloch größer wurde, die Müllberge nicht mehr zu zählen waren und die Flora und Fauna immer größeren Schaden litt. Ein „Durchbruch“ der Umweltdiskussion erfolgte erst in den späten 80er und Anfang der 90er Jahre als die Partei „Die Grünen“ in den ersten Landtagen der Bundesrepublik nicht nur vertreten war als Opposition, sondern als in der Regierung mitverantwortliche Partei.
Einige einschneidende Ereignisse waren das Unglück von Tschernobyl 1986 und - vor allem in Deutschland - die geplante Versenkung der Ölplattform „Brent Spar“ 1995. (Hier seien nur zwei der etlichen Vorfälle genannt, die sich in den 80er und 90er Jahren ereigneten)
Seit diesen Jahren wird die Umweltverschmutzung in der Bundesrepublik breit diskutiert. In Umfragen zeigte sich auch, dass die Jugendlichen das Problem des Umweltschutzes lange Jahre als eines der wichtigsten Probleme ihres späteren Lebensweges sahen (siehe dazu die sog. Shell - Studien 10 bis 12).
Daher müssen wir lernen mit unserer Umwelt umzugehen. Unter anderem muss die Schule - beziehungsweise der Lehrplan der Schule - dafür Sorge tragen, dass die Kinder von Beginn an lernen, mit Ressourcen umzugehen und die Umwelt und ihre komplexen Zusammenhänge zu verstehen und auch, dass der Mensch ein Teil dieser Welt ist und er sich am meisten damit schadet, wenn er sie zerstört.
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In der folgenden Ausarbeitung stelle ich die im Seminar gezeigten Unterrichtsmaterialien vor. Diese wurden mit anderen Studenten zusammen für ein Praktikum entwickelt und auch eingesetzt. Sie stellen einen Auszug der in meinen Augen unendliche Möglichkeiten an Materialien dar. Die Studenten sollen die Materialien genau so benutzen, wie die Schüler. Dabei sollen sie analysieren, zu welchem Zweck sie eingesetzt werden können und welche Möglichkeiten noch bestehen. Ebenso ist eine Kritik erwünscht, wie auch Verbesserungsvorschläge. Die Studenten erhalten zu den Materialien einige Hintergrundinformationen, um sich besser in die Lage der Schüler hineinversetzen zu können, wie zum Beispiel den vorher im Unterricht durchgenommenen Lehrstoff. Während der Vorstellung der Materialien auf den folgenden Seiten werde ich die Anregungen der Studenten mit einbringen. Wichtiger ist aber in meinen Augen, dass sich zeigte, dass dies keine Materialien für eine Sonderschule sind, sondern auch in der Regelschule eingesetzt werden können. Dies gilt in meinen Augen aber für alle Medien, die in der Schule eingesetzt werden. Eine Didaktik speziell für Lernbehinderte Schüler halte ich für fraglich, dies kann hier aber nur am Rande angesprochen werden, da sonst der Rahmen dieser Hausarbeit gesprengt würde. Dennoch sei hier kurz erwähnt, dass dies in Rheinland - Pfalz seit einigen Jahren auch die offizielle Lesart des Ministeriums für Bildung ist. So wurden 1995 die „ Richtlinien für die schulische Umwelterziehung in der Sekundarstufe I“ herausgegeben, ohne eine spezielle Schulart zu nennen. Dies zeigt in meinen Augen auch ein Umdenken auf ministerieller Ebene, was in der Fachrichtung Lernbehindertenpädagogik schon länger gefordert wird.
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Arbeit zitieren:
Thomas Fey, 2000, Unterrichtsmaterialien für die Umwelterziehung, München, GRIN Verlag GmbH
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