Universität Landau Institut für Sonderpädagogik Fachrichtung Lernbehindertenpädagogik
Seminar: Integration im Sach-; Sprach- und Mathematikunterricht Referent: Thomas Fey
Zehn Thesen zur Integration
von
- 2 -
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1. Einleitung 3
2. Erläuterung der zehn Thesen 4
1. Integration als Grundrecht 4
2. Integration beginnt in der französischen Revolution 4
3. Integration ist unteilbar 5
4. Integration als Gemeinsamkeit aller ist die Norm, die,
weil sie die Norm ist, nicht begründet werden muß 5
5. Integration sperrt sich gegen jede Defizitorientierung in der Schule 6
6. Integration kann nicht durch Schulversuche begründet werden 6
7. Integration verträgt sich nicht mit dem SonderschulaufnahmeverfahrenSeite 7
8. Integration braucht Regelungen hinsichtlich der Klassenfrequenzen in den
verschiedenen Stufen der allgemeinen Schulen 7
9. Integration als Gemeinsamkeit von Behinderten und Nichtbehinderten
will gelebt sein 8
10. Die Grundrechte des Menschen aus dem Grundgesetz der BRD auf
Behinderte hin umformuliert 8
3. Zusammenfassung 9
4. Literatur 11
- 3 - (LQOHLWXQJ
Im folgenden werden die zehn Thesen zur Integration von behinderten Kindern von Jakob Muth 1 analysiert und im Hinblick auf ihre Verwirklichung untersucht. Aufgrund der inzwischen vergangenen zwanzig Jahre seit Erscheinen des Artikels, bietet sich daher auch ein Rückblick an, der zeigen soll, ob in diesen Jahren eine Veränderung stattgefunden hat. Wenn in der Literatur und in der fachwissenschaftlichen Diskussion von Integration gesprochen wird, ist eine genauere Betrachtung des Begriffs vonnöten: Als erstes stellt sich die Frage, wer integriert werden soll. Gibt es hierzu die notwendigen Voraussetzungen organisatorischer und personeller Art? Es findet also eine Definition der zu integrierenden Person statt und auch der nötigen Voraussetzungen. Zum zweiten ist die Frage wichtig, wer integrieren soll? Ist es der Sonderpädagoge, der begleitend das Kind unterrichtet oder ist es die Regelschullehrerin, die in ihrer Klasse die betreffende Person mit unterrichtet?
Drittens müssen die Ziele der Integration klar definiert sein. Wozu wird integriert und in welchem Bereich? Ist es nur eine vorübergehende Integration oder soll sie von Dauer sein. Zudem stellt sich die Frage, wer diese Ziele definiert. Die Eltern, die Schule, das Kind oderbestenfalls - alle zusammen?
Letztens und wohl auch die wichtigste Frage. Ist die Integration ein Prozess oder ein Zustand? Wurde die zu integrierende Person schon in die Gemeinschaft integriert oder wird sie gerade in diese integriert? Es ist nicht unerheblich, diese sehr feine Unterscheidung zu machen, denn gerade hier zeigt sich, ob die Integration am Ziel ist oder auf dem Weg dahin. Nach Speck erschwert sich die Diskussion der Integration dadurch, „dass sich der Begriff „Integration“ einer genaueren Bestimmung entzieht, so dass vielerlei darunter zu verstehen ist... Der Grad der Integriertheit kann auf Grund persönlicher und sozialer Gegebenheiten recht unterschiedlich sein, wird also im wesentlichen subjektiv bestimmt.“ 2
1 Jakob Muth: Zehn Thesen zur Integration von behinderten Kindern; in: Vierteljahresschrift für Heilpädagogik
60 ( 1981) 1; Seite 185 - 189
2 Speck, Otto: System Heilpädagogik. München 1998, Seite 394ff
Arbeit zitieren:
Thomas Fey, 2001, Zehn Thesen zur Integration von behinderten Kindern und Jugendlichen von Jakob Muth, München, GRIN Verlag GmbH
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