lbrechts-Universität zu Kiel WS 00/01
Institut für Neuere Literatur und Medien Proseminar: Einführung in die Filmanalyse Thema der Hausarbeit:
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Tatjana Niemsch
Studienfächer: Mittlere und Neuere Geschichte (HF), Politikwissenschaft (NF), Neuere Deutsche Literatur und Medien (NF) Semester: 5
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1. Einleitung ......................................................................................................................... S. 3 2. POV-Shots in der Sequenz „Siggi bringt Bob den Kopfsprung bei“ ................................... S. 4 3. Montage in der Sequenz „Siggi bringt Bob den Kopfsprung bei“ ...................................... S. 5 4. Räumlich-dramatisches Verhalten in der Sequenz „Leo entschuldigt sich bei Bob“ ........... S. 6 5. Ereignisstruktur der Sequenz „Bob erscheint das erste Mal im Freienhaus“ ..................... S. 7
Anhang:
Filmprotokoll der Sequenz „Leo entschuldigt sich bei Bob“
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In dem amerikanischen Spielfilm „ Was ist mit Bob?“ (Frank Oz; 1991) wird eines der zentralen Ereignisse - das Eindringen der Titelfigur Bob in den privaten Lebensraum seines Psychaters Leo Marvin - wiederholt eingebracht. Die überwiegend dieses behandelnde Analyse dreier Sequenzen aus dem Film, wobei insbesondere Point Of View-Shots, Montageformen und eine kurze Analyse der semantischen Räume einer Sequenz Beachtung finden, ist Gegenstand der vorliegenden Arbeit.
Methodisch ist die Arbeit an der Vorgabe einer sehr konkreten Aufgabenstellung orientiert und verzichtet daher im wesentlichen auch auf Verweise auf die umfangreiche Fachliteratur (und dementsprechend auf ein Literaturverzeichnis). Titel der zu analysierenden Sequenzen entsprechen der Vorgabe.
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Für die Analyse der Point Of View-Shots und ihrer Funktion hinsichtlich der Frage, wer in die vorgegebene Sequenz aktiv handelt, wird zunächst zwischen Erzählperspektive und POV-Strukturen unterschieden. Beide treten immer unabhängig voneinander auf, verfolgen aber meist, wie auch in der zu analysierenden Sequenz, ähnliche gestalterische Ziele.
In der Sequenz sind mehrere sich ähnelnde 3296WUXNWXUHQ erkennbar. Auffällig ist hierbei vor
allem die des SUBJEKTIVEN POINT OF VIEW, welche zum einen mit zunehmender dramatischer Steigung der Ereignisse, - Siggis Kopfsprung bildet hier den dramatischen Höhepunkt -, zunimmt und zum anderen zur Unterstützung der bereits angedeutenen Ereignisstruktur als Mittel zum Zeigen der Nähe Bobs zur Familie Leo Marvins dient. Da der überwiegende Teil der Sequenz mit Einstellungen gedreht wurde, die einer subjektiven Kamera nah kommen, bzw. ähneln, wird der Eindruck, dass Bob mitten in der Familie ist, (weil der Zuschauer näher am Geschehen ist und so beinahe involviert scheint, der POV also den Zuschauer ‘hereinzieht’), untertsützt. Insbesondere die acht Einstellungen, mit denen die Unterhaltung Bob und Siggis auf dem Steg beschrieben wird, machen das deutlich. Andere Blickwinkel fallen damit besonders auf und werden deshalb im folgenden (etwas) genauer analysiert.
Der SUBJEKTIVE POV tritt in der zu analysierenden Sequenz erstmals in der Einstellung auf, in der Bob den Rasen zum Bootssteg herunterläuft, zur Seite sieht und jemandem zuwinkt. In der
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Arbeit zitieren:
T. Niemsch, 2001, Was ist mit Bob? Filmwissenschaftliche Analyse (Einführungskurs), München, GRIN Verlag GmbH
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