Ged ächtnisfunktionen und das Verbessern von Erinnerungsleistungen
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2.2.1 Das sensorische Gedächtnis. 5
2.2.2 Das Kurzzeitgedächtnis. 5
2.2.3 Das Langzeitgedächtnis 6
2.3.1 Das Multi-Speicher-Modell 6
2.3.2 Das Modell der einzelnen Verarbeitungsebenen. 7
2.3.3 Das Arbeitsspeichermodell. 7
3.1.1 Chunking 9
3.1.2 Wiederholen 10
3.2.1 Die Loci-Methode 10
3.2.2 Die Schlüsselwortmethode 11
3.2.3 Die Reimtechnik 11
3.3.1 Mind Maps. 11
3.3.2 Karteikartensysteme. 12
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Gedächtnisfunktionen und das Verbessern von Erinnerungsleistungen
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Der Mensch hat im Laufe seiner Entwicklung gelernt, in seiner Umwelt zu agieren und interagieren, Abläufe vorausschauend zu planen und seine Verhaltensweisen den gegebenen Situationen anzupassen. Dies ist nur möglich, weil der Mensch in der Lage ist, Reize und Informationen zu verarbeiten, sie zu speichern und wieder abzurufen. All diese Aufgaben übernimmt unser Gedächtnis. Wie aber funktioniert unser Gedächtnissystem aus psychologischer Sicht, und welche Vorgänge, Prozesse und Abläufe finden dabei statt?
In dieser Arbeit gehe ich im Folgenden näher auf diese Frage ein und stelle mögliche Erklärungsversuche vor, ohne mich jedoch für oder gegen eines der möglichen Gedächtnismodelle auszusprechen. Anschliessend untersuche ich Methoden, Techniken und Hilfsmittel, die die Erinnerungsleistung der verschiedenen Gedächtnisarten verbessern und optimieren.
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Das Gedächtnis bezeichnet die Fähigkeit, Sinneswahrnehmungen aufzunehmen oder psychische Prozesse zu entwickeln, im Gehirn zu speichern und bei Bedarf wieder zu reproduzieren (Preuss, 1980).
Ohne Gedächtnis wäre es uns unmöglich, aus Erfahrungen und Erlebnissen zu lernen, mit unseren Mitmenschen zu kommunizieren, über uns selbst zu reflektieren oder gar eigene Kulturen zu erschaffen. Wir müssten uns vielmehr tagtäglich von neuem in unserer Umwelt zurechtfinden sowie über die eigene Existenz und persönliche Identität bewusst werden.
Das Vorhandensein des Gedächtnisses ist somit Voraussetzung für die Spezies Mensch in seinem heutigen Entwicklungsstadium.
Welche Prozesse in dem für uns so wichtigen Speichersystem ablaufen, soll im nächsten Kapitel untersucht werden.
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Gedächtnisfunktionen und das Verbessern von Erinnerungsleistungen
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Die gedächtnispsychologische Grundlagenforschung geht davon aus, dass für die Fähigkeit, Wissen zu speichern und zu einem späteren Zeitpunkt zu nutzen, drei geistige Prozesse erforderlich sind: erstens die Enkodierung, zweitens die Speicherung und drittens der Abruf der Informationen.
Enkodierung (aus dem Englischen „to encode“ = chiffrieren, verschlüsseln) (Messinger & Rüdenberg, 1977) steht für das Verschlüsseln einer Nachricht in einen „einzigartigen neuralen Code, der vom Gehirn [gelesen] werden kann“ (Bruzek, 2001, S.3). Es ist nach Zimbardo und Gerring (1999) die „erstmalige Verarbeitung von Informationen, die zu einer Repräsentation im Gedächtnis führt“ (S. 235). Beim Vorgang der Kodierung oder Verarbeitung werden gesammelte Erfahrungen auf ihre wichtigsten Eigenschaften und wesentlichen Merkmale reduziert, um anhand dieser Informationen die vollständige Erfahrung wiedergeben zu können. Man spricht hierbei auch von mentaler Repräsentation.
Sind die Informationen erst einmal enkodiert, folgt als zweiter Schritt die Speicherung. Das bedeutet, die enkodierten Informationen werden über einen bestimmten Zeitraum hinweg zur späteren Verwendung aufbewahrt.
Werden nun diese Informationen benötigt, erfolgt im dritten und letzten Prozess das Wiederauffinden der spezifischen gespeicherten Informationseinheit. Dieser Vorgang wird als Abruf oder Retrieval (engl. „to retrieve“ = wiederfinden, zurückholen) (Messinger & Rüdenberg, 1977) bezeichnet.
Allerdings darf man die drei konstituierenden Funktionsabläufe unseres Gehirns nicht als getrennte Gedächtnisvorgänge verstehen, sondern als voneinander abhängige, wechselseitige und komplexe Interaktionsprozesse. Die Enkodierung einer Information, beispielsweise die eines bellenden Hundes, setzt voraus, dass der Begriff „Hund“ bereits im Gedächtnis gespeichert ist. Es besteht folglich eine Wechselwirkung zwischen Speicherung und Enkodierung.
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Arbeit zitieren:
Andreas Ernst, 2002, Gedächtnisfunktionen und das Verbessern von Erinnerungsleistungen, München, GRIN Verlag GmbH
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