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1. Das Altersbild in unserer Gesellschaft. 1
2. Subjektive Wahrnehmung des Alters. 2
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1.Wie kann man Gewalt definieren? 3
1.1. Gewalt aus juristischer Sicht. 4
1.2.Gewalt aus psychologischer Sicht. 4
2. Formen von Gewalt. 6
2.1. Strukturelle, indirekte Gewalt. 6
2.2. Personale, direkte Gewalt. 7
3. Die Quellen von Gewalt. 9
3.1. Schwierigkeiten und Probleme beim alltäglichen Umgang mit pflegebedürftigen
Menschen. 9
3.2 Schwierigkeiten und Probleme der Pflegekräfte außerhalb der pflegerischen
Beziehung. 10
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Hinsichtlich der Gewalt gegen „alte“ Menschen möchte ich mich im ersten Punkt dieser Arbeit mit dem „Altersbild“ in unserer Gesellschaft auseinandersetzen. Da auch Pflegekräfte vom gesellschaftlichen Bild des „Altseins“ und „Alters“ beeinflusst werden und dieses Bild indirekt in die pflegerische Beziehung mit einfließt, somit vielleicht auch Einfluss hat, wie das Pflegepersonal mit den zu pflegenden Personen umgeht, halte ich es für sehr wichtig, sich mit diesem Bild näher zu beschäftigen.
Es ist oftmals festzustellen, dass alte Menschen in unserer Gesellschaft weitgehend auf ein negatives Rollenbild festgelegt werden, da das Altern als ein Prozess des Verlustes sowie des Abbaus von Fähigkeiten und Fertigkeiten angesehen wird. Das Leben der Menschen wird in unserer heutigen Gesellschaft von Schlagworten wie Produktivität, Leistung, Fortschritt und Jugendlichkeit bestimmt. Die alten Menschen, die bereits ihren Beitrag für die Gesellschaft geleistet haben, können diesem Bild meistens nicht standhalten.
Die gesamtgesellschaftliche Haltung ist dadurch gekennzeichnet, dass sie sich auf Leistung und Konkurrenz konzentriert, die Kostenoptimierung über die Menschenwürde stellt und Hilfe als eine Ware anbietet, die eine gegenseitige Entfremdung fördert und Gespräche in der Beziehung zwischen Pflegebedürftigen und Pflegekräften nicht anerkennt (Meyer, 1998, S. 25).
Schaut man auf das in den Medien dargestellte Altersbild, so kommt man zu dem Ergebnis, dass das Bild vom Alter durch Betreuungsbedürftigkeit, Krankheit, Armut, Hilfs- und Pflegebedürftigkeit geprägt wird. Das Thema „Alter“ wird überwiegend mit Altenhilfe in Zusammenhang gebracht. Aktivität, Unabhängigkeit, Gesundheit, vielseitiges Interesse, geistige Aktivität, in der Gesellschaft präsent sein, Mobilität und finanzielle Absicherung wird alten Menschen weniger zugeschrieben und in den Medien kaum dargestellt (Meyer, 1998, S. 27).
Demoskopische Untersuchungen haben allerdings gezeigt, dass das Altersbild, das in der deutschen Bevölkerung herrscht, keineswegs nur von negativen Stereotypien geprägt ist, sondern teilweise wesentlich differenzierter betrachtet wird. Für einige Menschen stehen die „aktiven“ Alten im Mittelpunkt, die sich in Altenwohngemeinschaften, Seniorenbeiräten und Seniorenbünden oder als Teilnehmer von Studiengängen repräsentieren. Diese positiven Merkmale werden allerdings eher nur den „aktiven“ Alten oder den „jungen“ Alten
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zugesprochen. Im Zuge der Erweiterung der Altersphase durch eine frühe Beendigung der Berufstätigkeit und der möglichen Hochaltrigkeit differenziert sich auch das Alter in „ junges Alter“ , das aktiv ist, und „ altes Alter“ , das eher passiv ist. Eine einheitliche, für die Allgemeinheit geltende Aussage über das Alter oder den alten Menschen kann daher nicht gemacht werden (Tews, 1991, S. 21).
Auch Alten- und Pflegeheime unterliegen einem Stereotyp. Dadurch, dass mit zunehmenden Alter auch die Wahrscheinlichkeit der Pflegebedürftigkeit steigt, und somit die Inanspruchnahme von Alten- und Pflegeheimen, werden diese häufig als „ Endstationen“ oder „ Sterbehäuser“ bezeichnet. Die Folge hieraus kann sein, dass sich die Bewohner und Bewohnerinnen dieser Einrichtungen, die teilweise noch aktiv und selbstständig sind, abgestempelt fühlen. Die Wahrnehmung des Alters wird nämlich, wie ich im nächsten Punkt verdeutlichen möchte, sehr subjektiv empfunden.
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Eine 1991 von Tews durchgeführte repräsentative Studie in Schleswig-Holstein über die Selbsteinschätzung „ alt“ zu sein, zeigte, dass insgesamt nur 16 % der befragten Personen im Alter von 60 bis 65 Jahren und 25 % der 70 bis 75jährigen sich selbst als alt einschätzen. Als „ alt“ werden sich, der Studie zufolge, wahrscheinlich erst die Mehrheit der über 80jährigen bezeichnen. Die Selbsteinschätzung sich als „ alt“ zu sehen wird hinausgezögert. Die Tendenz zur Unterschätzung des eigenen Alters nimmt laut Tews im Verlauf des Lebens zu. Die Unterschätzung des eigenen Alters würde zudem mit dem eigenen Wohlbefinden und anderen Merkmalen eines „ erfolgreichen Alterns“ , wie z.B. einem guten Gesundheitszustand, korrelieren (Tews, 1991, S. 66).
Das eigene Bild, das man von sich und seinem Alter hat, ist demnach oftmals positiver und differenzierter als das von der Gesellschaft vermittelte Stereotyp. Es kann daher zu einer Diskrepanz zwischen dem Selbstbild und Fremdbild kommen, d.h. zu einer Abweichung zwischen dem, was man als älterer Mensch noch machen kann oder möchte, und dem, was die anderen Menschen von einem erwarten oder einem zutrauen. Dieses negative Fremdbild kann den älteren Menschen u.U. in seinem Selbstbild und in seiner Selbsteinschätzung im negativen Sinne beeinflussen und ihn dahingehend verleiten, dass er sich diesem negativen Erwartungen entsprechend verhält (Meyer, 1998, S. 32).
Meiner Meinung nach wäre es daher wünschenswert, das überwiegend negativ besetzte gesellschaftliche Stereotyp über das „ Alter“ aufzubrechen. Vielleicht würden sich dann viele
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älter Menschen leichter tun ihre vorhandenen Potentiale zu aktivieren und könnten länger ein Leben in Selbständigkeit führen. Außerdem denke ich, dass sich ein differenzierteres Bild über das „ Altsein“ positiv auf die Art und Weise des Umgangs auswirken könnte, die ältere Menschen in Pflegeeinrichtungen durch Pflegepersonal, aber auch Sozialpädagogen und Sozialpädagoginnen erfahren. Auch Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter, die ja oftmals in Altenheimen die Aufgabe haben, die Kreativität der älteren Menschen zu unterstützen und fördern, würden vielleicht, wenn sie ein positiveres Bild bezüglich des Alters gewinnen würden, den älteren Menschen mehr zutrauen und vielleicht neue Projekte wagen.
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Das Wort „ Gewalt“ scheint für jedermann ein eindeutiger Begriff. Jeder weiß, was damit gemeint sein soll und für eine Mehrheit der Menschen ist es negativ besetzt. Wenn man diesen Begriff jedoch genauer definieren soll tut man sich schwer. Zu dieser Einsicht ist auch Johann Galtung gekommen, der zu dieser Thematik folgendes zu sagen hat: „ Die Definition von Gewalt ist eine überaus undankbare Aufgabe und die Vorschläge werden viele Leser / Leserinnen kaum befriedigen können. Es ist indes nicht so wichtig, so etwas wie die Definition oder die Typologie zu finden, denn offensichtlich gibt es viele Typen von Gewalt. Vielmehr kommt es darauf an, theoretisch signifikante Dimensionen von Gewalt aufzuzeigen, die das Denken, die Forschung und möglicherweise auch das Handeln auf die wichtigsten Probleme hinlenken“ (Galtung, 1975, S. 8).
Obwohl die Definition von Gewalt eine schwierige Aufgabe darstellt, haben doch einige Wissenschaftler / Wissenschaftlerinnen und Autoren / Autorinnen den Versuch unternommen, sich einer Definition von Gewalt wenigstens anzunähern. Die Definition von Diek (1987b, S. 558) lautet folgendermaßen: „ Gewalt ist eine systematische, nicht einmalige Handlung oder Unterlassung mit dem Ergebnis einer ausgeprägt negativen Einwirkung auf die Befindlichkeit der Adressaten / Adressatinnen. Eine einmalige Handlung / Unterlassung muss sehr gravierende Negativfolgen für den Adressaten/ Adressatinnen haben, soll sie unter den Begriff der Gewalt subsumiert werden.“ Unter den verschiedenen Wissenschaftlern und Autoren gibt es allerdings keine einheitliche Meinung darüber, ob es sich bereits bei einer einmaligen Auseinandersetzung bereits um einen Gewaltakt handelt oder nicht. Außerdem stellt sich überhaupt die Frage, wo und bei
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Arbeit zitieren:
Martina Hassemer, 2002, Gewalt im Altenheim, München, GRIN Verlag GmbH
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