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1. KAIZEN 1.1 KAIZEN und das Vorschlagswesen 1.2 KAIZEN und der Wettbewerb 1.3 KAIZEN und Innovation 1.4 Qualitätskontrolle und Qualität der Mitarbeiter
2. Die drei Segmente des KAIZEN 2.1 Managementorentiertes KAIZEN 2.2 Gruppenorientiertes KAIZEN 2.3 Personenorientiertes KAIZEN
3. Zusammensetzung des KAIZENS 3.1 Die 5 Warum 3.2 3-Mu-Checkliste 3.3 5-S-Bewegung 3.4 Die 6 W 3.5 4-M-Checkliste (5-M-Checkliste) 3.6 Die 7 statistischen Werkzeuge Quellenverzeichnis
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KAIZEN ist eine Unternehmungsphilosophie bzw. ein Unternehmungsleitbild, welches ein langfristig orientiertes und entwicklungsfähiges Konzept der Unternehmungspolitik darstellt. Es soll für die Mitarbeiter sowohl Orientierungs- als auch Motivationsfunktionen erfüllen.
Die Philosophie von KAIZEN geht von der Annahme aus, dass unsere Art zu leben - sei es unser Arbeitsleben, unser soziales Leben oder unser häusliches Leben, einer ständigen Verbesserung bedarf. KAIZEN setzt sich aus den beiden japanischen Wörtern KAI („Veränderung“) und ZEN („zum Besseren“) zusammen und meint als Unternehmensstrategie die „...ständige Verbesserung unter Einbeziehung aller Mitarbeiter - Geschäftsleitung, Führungskräfte und Arbeiter. In dieser Philosophie kommt eine positive Lebenseinstellung zum Ausdruck die nach Verbesserung strebt. Dementsprechend bedeutet KAIZEN nicht lediglich Produktverbesserung, sondern Verbesserung sämtlicher Vorgänge, von der Idee über die Fertigstellung bis hin zur Vermarktung und Kundenpflege einschließlich der Weiterentwicklung des arbeitenden Menschen. Durch KAIZEN soll es jedem Belegschaftsmitglied möglich sein, seine Probleme zu erkennen und ohne Angst vor negativen Auswirkungen auf Ansehen oder berufliches Fortkommen zu thematisieren und zu lösen. Dies ermuntert die Belegschaft dazu, ständig über die Verbesserung des Arbeitsplatzes und dessen Umfeld nachzudenken.
KAIZEN breitet sich wie ein Schirm über all die auf der ganzen Welt berühmt gewordenen japanischen Praktiken (Abb.1). Die Konzepte TQC und CWQC (Unternehmensweite Qualitätskontrolle) haben japanische Unternehmen die Einführung eines prozessorientierten Denkens und die Entwicklung von Strategien zur ständigen Verbesserung unter Einbeziehung von Mitarbeitern aller Hierarchieebenen ermöglicht. Die Botschaft von KAIZEN heißt, es soll kein Tag ohne irgendeine Verbesserung im Unternehmen vergehen. Die Überzeugung von der Notwendigkeit einer nie endenden Verbesserung ist tief in der japanischen Mentalität verwurzelt. Ein altes japanisches Sprichwort lautet
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Man geht davon aus, dass er sich innerhalb von drei Tagen verändert haben muss, deshalb sollten seine Freunde auch aufmerksam genug sein, diese Veränderung zu bemerken.
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Eine der herausragenden Eigenschaften des japanischen Managements ist, dass es Mitarbeiter zu einer hohen Zahl von Vorschlägen anregt und dass es diese auch umzusetzen versucht. Das japanische Management ist bereit, die Anstrengungen von Mitarbeitern zur Verbesserung anzuerkennen und verleiht dieser Bereitschaft, wo immer nur möglich, auch Ausdruck. Oft findet man an den einzelnen Arbeitsplätzen auf Tafeln Angaben über die Zahl der hier abgegebenen Verbesserungsvorschläge, um den Wettbewerb unter den Arbeitern zu fördern.
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Normalerweise sind Preis, Qualität und Kundendienst Triebkräfte des Wettbewerbs. In Japan jedoch ist die Triebkraft des Wettbewerbs der Wettbewerb selbst. Japanische Unternehmen konkurrieren sogar bei der Einführung besserer und schnellerer KAIZEN-Programme. Wo Profit das wichtigste Kriterium für wirtschaftlichen Erfolg ist, ist es einleuchtend, dass ein Betrieb mehr als ein Vierteljahrhundert lang unverändert bleiben kann. Wo Betriebe jedoch um die Intensität von KAIZEN wetteifern, muss Verbesserung ein kontinuierlicher Prozess sein. Das Ziel von KAIZEN ist die kontinuierliche Verbesserung um der Verbesserung willen. Wo eine KAIZEN-Bewegung eingeleitet wurde, gibt es kein Zurück mehr.
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Arbeit zitieren:
Christiane Rode, Sven Stock, 2002, KAIZEN, München, GRIN Verlag GmbH
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