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Seminararbeit, 2002, 21 Seiten
Autor: Stefan Trzeciok
Fach: Geschichte - Frühgeschichte, Antike
Details
Institution/Hochschule: Humboldt-Universität zu Berlin (Institut für Geschichtswissenschaften)
Tags: Caesar, Interpretation, Intuition
Jahr: 2002
Seiten: 21
Note: 1,0
Literaturverzeichnis: ~ 35 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-12600-7
Dateigröße: 167 KB
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Textauszug (computergeneriert)
Caesars Commentarii belli civilis I,1-6
Stefan Trzeciok
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Commentarii
2.1 Der Begriff und die literarische Gattung der commentarii im 1. Jh. v.Chr-
2.2 Über den Begriff von Caesars commentarii und seinen Stil
2.3 Über Autorenschaft, Veröffentlichung und Titel der commentarii belli civilis
2.4 Der Inhalt des bellum civile
2.5 Über die Einordnung meines Quellenabschnittes in den Gesamtkontext des Werkes und die
Intentionen und Tendenzen Caesars im bellum civile
3. Der historische Kontext
3.1 Die Krise der römischen Republik
3.2 Das Geschehen vor dem Ausbruch des Bürgerkrieges 49 v.Chr
4. Die Interpretation der Kapitel 1-6 des bellum civile
4.1 Das erste Kapitel
4.2 Das zweite Kapitel
4.3 Das dritte und vierte Kapitel
4.4 Das fünfte Kapitel
4.5 Das sechste Kapitel
5. Fazit
6. Quellen - und Literaturverzeichnis
6.1 Quellenverzeichnis
6.2 Literaturverzeichnis
1. Einleitung
Quellen sind eines der wichtigsten Werkzeuge eines Historikers. Sie sind es, die die Informationen über Ereignisse, sei es direkt oder indirekt, für ihn überliefern. Auf ihnen sollte er seine Darstellung, Interpretation und Deutung der Geschichte aufbauen.
Das man insbesondere literarische Quellen aber nicht als wortwörtlich Geschehenes übernehmen darf, gilt seit B. G. Niebuhr (1776 - 1831), der die historisch-kritische Methode entwickelte, als selbstverständlich. Dahergehend muß man die Quelle ,,ihrer Überlieferung, ihrer Tendenz, ihrer jeweiligen Eigenart als Informationsträger ... ,ihrer Echtheit und Zuverlässigkeit"1 her überprüfen und auswerten.
Ich habe mich entschlossen Cäsars Commentarii de bello civile zu untersuchen und die ersten sechs Kapitel zu interpretieren. Die ersten sechs, weil sie in diesem Werk einen relativ in sich geschlossenen Teil bilden, der die Ereignisse vom Beginn des Jahres 49 v. Chr. aus der Sicht des Autors darstellt, bevor er selbst als handelnde Person in das Geschehen eingreift2. Der von mir interpretierte Abschnitt stellt die Ereignisse in und um Rom dar, stellt die Schuldfrage aus der Sicht Cäsars und bildet ein Proömium vor dem faktischen Beginn des Bürgerkrieges3. In ihm kommen meiner Meinung nach die Intentionen und die Tendenz des Werkes besonders gut zur Geltung.
Meine Interpretation wird textimmanent erfolgen, daß heißt, ich ziehe keine anderen Quellen zu Rate, die den Wahrheitsgehalt und die Vollständigkeit des von Cäsar Dargestellten verifizieren oder widerlegen. Somit untersuche ich nur die Intentionen Cäsars, wie er die Ereignisse unmittelbar vor dem Ausbruch des Krieges gesehen hat bzw. gesehen haben mochte. Alles andere würde das Ausmaß einer Proseminarsarbeit übersteigen.
Vor der eigentlichen Interpretation werde ich aber den Begriff und die literarische Gattung der commentarii erklären und klarstellen, die ganzen commentarii belli civilis im Überblick betrachten, auf die Stellung des Quellenabschnitts in Kontext des gesamten Werkes achten, sowie einige Bemerkungen zur historischer Einordnung des Bürgerkriegs leisten. Danach folgt ein Fazit meinerseits4.
[...]
1 Fülle, G. / Herklotz, F. / Kohring, A., Handreichung für Teilnehmer an althistorischen Proseminaren und Tutorien, www.geschichte.hu-berlin.de
2 das geschieht erst im 7. Kapitel; vgl. Caes.civ. 1,1 - 1,7
3 ich meine damit die Überschreitung des Rubikon durch Cäsar
4 die Gliederung folgt im wesentlichen Meister, K., Die Interpretation historischer Quellen - Schwerpunkt: Antike Band.2: Rom, Paderborn/München/Wien/Zürich 1999, S.19-21; ich werde aber etwas länger auf die commentarii im Allgemeinen und das bellum civile im Ganzen eingehen
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