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Rhetorik im Mordprozess - Antiphons Tetralogien

Titel: Rhetorik im Mordprozess - Antiphons Tetralogien

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2002 , 21 Seiten , Note: 1,5

Autor:in: Alain Bieber (Autor:in)

Rhetorik / Phonetik / Sprechwissenschaft

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Einführung : Leben und Werke Antiphons

Antiphon aus Athen, wurde wahrscheinlich ungefähr 480 vor Christus in der attischen Ortschaft Rhamnus geboren und im Jahre 411 v. Chr. hingerichtet. Viele Details über sein Leben sind nicht überliefert worden und auch er selbst war wohl in dieser Hinsicht eher zurückhaltend, denn im Gegensatz zu Lysias gibt es in seinen eigenen Reden nur wenig Hinweise über seine Herkunft und sein Werk. Man vermutet sein Vater Sophilos soll ebenfalls Sophist gewesen sein. Deshalb sehen viele Philologen in seinem Vater den Antrieb zur Bered-samkeit, aber von einigen wird auch behauptet, Antiphon sei Autodidakt gewesen.
[...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Einführung : Leben und Werke Antiphons

II. Antiphons Tetralogien

III. Sophist und / oder Redner

IV. Rhetorik im Mordprozess - Antiphons Kritik an den herrschenden Konven tionen der attischen Gerichtsbarkeit

V. Wahrheit oder Wirklichkeit

VI. Das Tötungsgesetz und sein religiös-philosophischer Hintergrund

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit analysiert die rhetorische Struktur und den inhaltlichen Gehalt der Tetralogien von Antiphon. Ziel ist es, die Verbindung zwischen rhetorischer Argumentationstechnik, juristischer Praxis im antiken Athen und den dahinterliegenden rechtsphilosophischen sowie religiösen Ansichten des Autors kritisch zu untersuchen.

  • Biografischer und beruflicher Hintergrund Antiphons als Sophist und Logograph.
  • Funktion und Sinn der Tetralogien als rhetorische Fallstudien.
  • Kritik an der attischen Gerichtsbarkeit und der Rolle der Rhetorik vor Gericht.
  • Bedeutung von Wahrheit versus Wahrscheinlichkeit in juristischen Beweisführungen.
  • Religiös-philosophische Hintergründe des antiken Tötungsgesetzes.

Auszug aus dem Buch

II. Zu den Tetralogien

Über die Funktion und den Sinn der Tetralogien gehen die Meinungen noch immer weit auseinander: Zum einen werden die Tetralogien dem sophistischen Lehrtrieb zugeordnet, ähnlich der "Helena"- und "Palamedes"-Rede des Gorgias. Also als eine Präsentation der Redefähigkeit des Lehrers und als Modelle für Redeübungen mir Rhetorikschülern, den sogenannten Deklamationen. Oft wird aber auch das möglicherweise theoretische Interesse Antiphons genannt. Als in Redeübungen versteckte Kritik lassen sich die Tetralogien nämlich auch lesen: Kritik an der athenischen Demokratie, an der institutionalisierten Macht der Richter und für eine Gleichheit der Menschen vor dem Gesetz. Vielleicht ist auch dies ein Indiz für die erstaunlich gute Erhaltung der Tetralogien Schriften, im Gegensatz zu fast allen anderen Schriften Antiphons. Es musste also ein starkes Interesse gegeben haben, die Tetralogien der Nachwelt zu überliefern.

Interessant ist auch, dass sich Antiphon, nicht wie damals üblich, mit mythischen Thematiken beschäftigte, wie es ja z.B. auch Gorgias in seinen Reden handhabte, sondern mit fiktiven Mordprozessen, die in einer anderen Form gut möglich gewesen wären und auch heute noch sehr realistisch wirken. Auch die Abfolge von je zwei Anklage- und zwei Verteidigungsreden gehörte zur normalen Gerichtsverhandlung in den attischen Gerichtshöfen. Natürlich sind die Tetralogien trotzdem mit allerlei literarischer Fiktion angereichert, die man eher in griechischen Tragödien vermuten würde. Dazu gehören z.B. die Rachedämonen und der kollektive Fluch für die gesamte Stadt; sie werden zu den magisch-religiösen Vorstellungen der damaligen Zeit gezählt, dienen aber Antiphon als schwerwiegendes Argument innerhalb der Reden.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einführung : Leben und Werke Antiphons: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über das Leben Antiphons, seine Tätigkeit als Logograph und seinen politischen Hintergrund in Athen.

II. Antiphons Tetralogien: Hier werden Funktion und Struktur der Tetralogien als rhetorische Übungsmodelle und Mittel zur Kritik an zeitgenössischen Zuständen analysiert.

III. Sophist und / oder Redner: Dieses Kapitel diskutiert die Autorenschaft und die stilistischen Unterschiede zwischen den philosophischen Schriften und den Reden Antiphons.

IV. Rhetorik im Mordprozess - Antiphons Kritik an den herrschenden Konven tionen der attischen Gerichtsbarkeit: Es wird der reale Kontext der attischen Gerichtsbarkeit dargestellt und die manipulative Rolle der Rhetorik darin untersucht.

V. Wahrheit oder Wirklichkeit: Dieses Kapitel befasst sich mit dem Spannungsfeld zwischen der prozessualen Wahrheit und der rhetorisch erzeugten Wahrscheinlichkeit.

VI. Das Tötungsgesetz und sein religiös-philosophischer Hintergrund: Hier wird der religiöse Gehalt der fiktiven Gesetze in den Texten Antiphons vor dem Hintergrund der antiken Weltanschauung beleuchtet.

Schlüsselwörter

Antiphon, Tetralogien, Rhetorik, Sophistik, Logograph, attische Gerichtsbarkeit, Mordprozess, Wahrscheinlichkeit, Beweisführung, Rechtsphilosophie, Rachedämonen, Demokratiekritik, Sprechhandlungen, antikes Recht, Beweisziel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Rhetorik in den Tetralogien von Antiphon und deren Funktion als Instrumente in der antiken athenischen Gerichtsbarkeit.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Rolle der Sophistik, die Struktur von Gerichtsreden, die Kritik am athenischen Rechtssystem sowie die ethisch-philosophische Dimension des Tötens.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Antiphon sein Handwerk als Logograph nutzte, um hinter der Fassade rhetorischer Übungsreden gesellschaftskritische und rechtsphilosophische Positionen zu verarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine philologische und rhetoriktheoretische Analyse der vorliegenden Quellentexte unter Einbeziehung relevanter Sekundärliteratur zur Antike.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die drei Tetralogien im Detail, die juristische Praxis im alten Athen, die Bedeutung von Wahrscheinlichkeitsargumenten und den religiös-philosophischen Hintergrund der Tötungsgesetze.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist maßgeblich geprägt durch Begriffe wie Antiphon, Rhetorik, Tetralogien, Wahrscheinlichkeit, Sophistik und attische Gerichtsbarkeit.

Wie unterscheidet Antiphon zwischen den verschiedenen Beweisarten?

Antiphon differenziert zwischen untechnischen Beweisen wie Zeugenaussagen und technischen Beweisen, die aus der Redekunst und der Argumentationslogik hervorgehen.

Welche Bedeutung kommt der "Wahrscheinlichkeit" in den Texten zu?

Da absolute Gewissheit in den oft dunklen Kriminalfällen schwer zu erreichen war, fungiert die "Wahrscheinlichkeit" als rhetorisches Instrument, um die Richter von der Täterschaft oder Unschuld zu überzeugen.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Rhetorik im Mordprozess - Antiphons Tetralogien
Hochschule
Eberhard-Karls-Universität Tübingen  (Seminar für Allgemeine Rhetorik)
Veranstaltung
HS: Rhetorik und Sophistik
Note
1,5
Autor
Alain Bieber (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2002
Seiten
21
Katalognummer
V3991
ISBN (eBook)
9783638124836
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Rhetorik Antiphon
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Alain Bieber (Autor:in), 2002, Rhetorik im Mordprozess - Antiphons Tetralogien, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/3991
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  21  Seiten
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