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Eingereicht von: Marcus Robbin
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1 Einleitung................................................................................................................................................... 3 2 Francis Ford Coppola’s „Cotton Club“ - Die „Steppers Scene“ ............................................................... 4 2.1 Sandmans Stepptanz - die optische Auflösung ................................................................................. 4 2.2 Die letzten Minuten des Dutch - die optische Auflösung .................................................................. 5 2.3 Lucky Luciano - die optische Auflösung .......................................................................................... 7 2.4 Ton und Musik................................................................................................................................... 8 2.5 Der Rhythmus der Montage ............................................................................................................... 9 2.6 Symbolismus.................................................................................................................................... 10 3 Sergio Leones „Once Upon a Time in America“..................................................................................... 11 3.1 - Die Szene der Diamantenübergabe ............................................................................................... 11 3.2 Action-Teil - die optische Auflösung der Bildfolge ........................................................................ 12 3.3 Die Daunenfabrik - optische Auflösung der Bildfolge.................................................................... 13 3.4 Prolog-Teil - optische Auflösung der Bildfolge .............................................................................. 14 3.5 Licht und Farbe ................................................................................................................................ 14 3.6 Ton und Musik................................................................................................................................. 15 3.7 Der Rhythmus der Montage ............................................................................................................. 15 4 Der Vergleich in Bezug auf das Verhältnis von Ton und Montage ......................................................... 16 5 Index ........................................................................................................................................................ 20
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Der allgemeine Vergleich dieser beiden Spielfilme bietet sich aufgrund des Genres, des Jahres der Veröffentlichung und nicht zuletzt des Zeitraumes ihrer thematischen Bezugnahme geradezu an.
Der Film „Once Upon a Time in America“ des Regisseurs Sergio Leone und „Cotton Club“ von Francis Ford Coppola schildern das Gangstermilieu des New York der dreißiger Jahre und sind beide im Jahre 1984 erschienen.
Zum Vergleich des filmischen Rhythmus möchte ich die „Steppers Scene“(1) aus dem „Cotton Club“ mit der Szene der Diamantenübergabe (2) aus „Once Upon a Time in America“ vergleichen.
In beiden Fällen handelt es sich um einen „Showdown“ im Film, in dem mit vielfältigen Mitteln der indirekten Spannungserzeugung durch Ton und Montage auf den/die Höhepunkt(e) der Szene hingearbeitet wird.
Inhaltlich fast identisch, handelt es sich um die brutale Ermordung mehrerer Gangster durch ihre Konkurrenten, von denen sie überraschend und kaltblütig mit mehreren Salven aus Maschinenpistolen getötet werden.
Aus dem Vergleich der formellen Umsetzung jedoch, lassen sich bedeutende Unterscheidungsmerkmale ableiten, die exemplarisch für den allgemeinen Charakter der Werke stehen.
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Coppola zeigt in einer 4 ½ min. langen Szene eine dreifache Parallelmontage aus Sandmans Stepptanz im Cotton Club, der Ermordung von Dutch und seinen Leuten durch die Killer von Lucky Luciano und dessen Triumphgelage beim Anstoßen mit Rotwein. Sie beginnt nachdem Dutch den Cotton Club verlassen mußte mit einer Totalen der Tanzfläche, auf der Sandman seinen Auftritt beginnt und endet nachdem er hinter dem Bühnenvorhang verschwindet. Aufgelöst wird die Situation durch 73 Einstellungen, deren durchschnittliche Dauer 3,7 sek beträgt.
Die Frage, ob sich die Handlungen zeitgleich abspielen, ist in diesem Zusammenhang eher zweitrangig, da es in dem Moment zu keiner Interaktion der Handelnden bzw. des Handlungsraumes mehr kommt.
Lediglich die audiovisuelle Montage der drei Ereignisse nutzt Coppola zur Schaffung einer Bedeutungseinheit innerhalb der Geschichte.
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Es wird ausschließlich mit drei Einstellungsgrößen gearbeitet:
1. Er wird mit einer Totalen eingeführt, die auch im Verlauf der Szene häufiger aufgegriffen und variiert wird.
2. Die Halbnah-Aufnahme betont die Bewegungen seines Körpers durch den Einsatz einer bewegten Kamera.
3. Eine Detailaufnahme der Füße verdeutlicht und motiviert das Geräusch des Stepptanzes.
Dominierend sind quantitativ die Detailaufnahmen und die Halbtotalen. Sie zeichnen sich durch eine den Körperbewegungen folgende Kamera aus, deren starke Bewegungen diesen Bildern einen dynamischen Charakter verleihen.
Auffallend ist auch der konsequente Verzicht auf eine Großaufnahme des Kopfes.
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Die Kameraarbeit tendiert nach Etablierung der Mordabsicht von Luciano an Dutch zeitweilig zu einer untersichtigen und weitwinkligen Totalen, deren Wirkung als eine bedrohliche Situation durch das „Treppchen“ auf der Tanzfläche (in der Mitte des Bildraumes) architektonisch unterstützt wird. Der Raumaufteilung in der statischen Totalen liegt die Zentralperspektive zu Grunde
Der tanzende Körper wirkt dabei, aufgrund der enormen Überbelichtung aus dem Hintergrund, sehr schemenhaft und trotz der großen Tiefenschärfe nur wenig detailgetreu.
Coppola setzt bei allen Einstellungen ein oranges Füllicht und ein starkes„Backlight“ und „Frontlight“ in Blau als komplementären Farbkontrast der Bühnenausleuchtung ein und motiviert dieses auch im Bild durch einen „Verfolger-Spot“ der Bühnendekoration. Die Farben werden direkt durch Sandmans weißes Kostüm reflektiert und entheben ihn visuell seines Umfeldes, während der durch den Spot von schräg oben erzeugte Schatten von Sandman auf dem Boden mit seinen Füßen zu verschmelzen scheint.
Die Isolierung der Form vom Hintergrund bzw. die temporäre Reduzierung der Person auf seine Konturen und Bewegungen erscheint mir daher als ein gemeintes Ziel der Bildästhetik der gesamten Bildfolge, die eine Konzentration des Zuschauers auf seinen Tanz, anstatt die Identifikation mit der Figur des Sandman selbst zur Folge haben soll.
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Im Gegensatz zu den Bildern des Stepptanzes wird die Figur des Dutch anfangs hauptsächlich in detailgetreuen und kontrastreichen Großaufnahmen gefilmt. Nach dem Erreichen des Restaurants und während des gesamten Mordes bis hin zum Tod von Dutch wird vorwiegend in Halbtotalen gearbeitet.
In den Großaufnahmen im Auto ereifert sich Dutch über die Iren, während er blutverschmiert und mit tiefem Schatten durch die Hutkrempe auf dem Gesicht gezeigt wird, und damit bewußt „abstoßend“ inszeniert zu sein scheint.
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Rechts hinter ihm sieht man die skeptischen Blicke seines Kumpanen, der durch die geringe Tiefenschärfe des Bildes leicht unscharf abgebildet ist und fast mitleidig auf ihn herab zu schauen scheint.
Mit dem Ankommen im Restaurant findet man fast ausschließlich Halbtotalen, die mit einer fast dokumentarischen Statik die Situation auflösen:
1. Bild: Dutch und Gangster betreten das Lokal und gehen links an der Kamera vorbei 2. Bild: Unter Beachtung der 180° Achse wird in die Gegenrichtung
3. Bild: Einstellung entspricht Bild 1. Ein Unbekannter verläßt auffällig eilig das Lokal. 4. Bild: Einstellung entspricht Bild 2. Dutch setzt seine verbalen Morddrohungen fort.
Diese Bilder sind in ihrer Abfolge und ihrem Bildaufbau klar strukturiert und bekommen dadurch eine für die Situation erklärende Funktion.
Im Gegensatz dazu werden seine Mörder in bewegten Bildern, einer Parallelfahrt im Nah-Bereich, eingeführt.
Der Eindruck der Zielstrebigkeit, die mit der uniformen Bewegung der beiden Männer durch den Raum entsteht, rührt nicht zuletzt daher, daß sich ihre Blicke nie treffen, sondern starr auf ihr gemeinsames und das dem Zuschauer bekannte Ziel gerichtet sind. Die Fahrt endet in einem Aufwärtsschwenk, der als Endbild der schon bekannten Einstellung in Bild 2 (s.o.) entspricht.
Der Mord wird zum Großteil in Detailaufnahmen des Mündungsfeuers oder Nahaufnahmen der Opfer visualisiert. In einer starken Obersicht im Bereich einer Halbtotalen wird die Erschießung des Dutch in der Toilette gezeigt.
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Arbeit zitieren:
Marcus Robbin, 1999, Der Rhythmus der Filme -Once Upon a Time in America- und -Cotton Club- in Bezug auf das Verhältnis von Ton und Montage, München, GRIN Verlag GmbH
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